Friedrich Merz: Umfrage: Mehrheit glaubt nicht an Reformerfolg von Merz
Nach enttäuschenden Wahlen für die CDU steht der Kanzler unter Druck. Nur eine Minderheit glaubt einer Umfrage zufolge, dass er seine Reformen durchsetzen kann – selbst viele Unionsanhänger zweifeln.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Eine große Mehrheit der Deutschen glaubt laut einer aktuellen Umfrage nicht mehr an eine erfolgreiche Umsetzung des Reformkurses der Bundesregierung. Zwei Drittel der Befragten (67 Prozent) erwarten nicht, dass Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die Fortsetzung seiner Reformen im Großen und Ganzen gelingen wird, wie aus dem ZDF-Politbarometer hervorgeht. Nur 28 Prozent erwarten demnach eine erfolgreiche Umsetzung, selbst unter Anhängern der Union glauben 43 Prozent nicht daran.
65 Prozent der Befragten erwarten dem ZDF-Politbarometer zufolge ein vorzeitiges Ende von Merz' Kanzlerschaft. Nur 31 Prozent der Befragten glauben an eine volle Amtszeit bis 2029 – unter den Unionsanhängern war es etwa die Hälfte (49 Prozent). Seine Arbeit bewertete nur knapp jeder Sechste aller Befragten als eher gut (17 Prozent), eine große Mehrheit dagegen als eher schlecht (79 Prozent).
CDU verliert in Sonntag, AfD und SPD legen leicht zu
Wäre am nächsten Sonntag Bundestagswahl, würden CDU und CSU laut dem ZDF-Politbarometer gemeinsam auf 21 Prozent der Stimmen kommen. Im Vergleich zur vorherigen Umfrage von August würden die Unionsparteien damit einen Prozentpunkt verlieren. Die AfD gewinnt dagegen um einen Prozentpunkt dazu und würde mit 28 Prozent vorn stehen. Die SPD käme auf 13 Prozent (plus ein Prozentpunkt), Grüne und Linke unverändert auf 14 und 12 Prozent.
Für das ZDF-Politbarometer befragte die Forschungsgruppe Wahlen vom 22. bis 24. September 2026 1.346 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte telefonisch und online. Die Befragung ist demnach repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von 10 Prozent rund +/-zwei Prozentpunkte.
Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf etwaige Wahlausgänge.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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