Berlin: Holocaust-Überlebende spricht im Januar im Bundestag

Angela Orosz-Richt überlebte Auschwitz, obwohl sie bei ihrer Geburt nur etwa ein Kilogramm wog. Nächstes Jahr wird sie bei der Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus im Bundestag sprechen.

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Das Berliner Reichstagsgebäude und die Spree. Aktuelle Nachrichten aus und über Berlin hier auf news.de. Bild: Adobe Stock / neirfy

Die Holocaust-Überlebende Angela Orosz-Richt wird im kommenden Jahr im Bundestag bei der Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus sprechen. Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) hat die in Kanada lebende Zeitzeugin für den 27. Januar als Gastrednerin eingeladen, wie das Parlament mitteilte.

Nach Angaben des Bundestags wurde Orosz-Richt Ende 1944 im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau geboren. Ihr genaues Geburtsdatum kenne sie selbst nicht. Bei ihrer Geburt habe sie nur etwa ein Kilogramm gewogen. Ihre Mutter Vera sei schwanger gewesen, als sie im Mai 1944 als ungarische Jüdin nach Auschwitz deportiert worden sei. Dort seien an ihr und ihrem ungeborenen Kind medizinische Experimente vorgenommen worden.

Orosz-Richt selbst sage, ihre Geschichte sei vor allem die Geschichte ihrer Mutter und deren Kampf um das Leben ihres Kindes. Jahrzehnte später sei sie in Deutschland auch als Zeugin in NS-Prozessen aufgetreten: 2015 im Verfahren gegen Oskar Gröning in Lüneburg, 2016 im Prozess gegen den früheren SS-Wachmann Reinhold Hanning in Detmold.

Bundestagspräsidentin erinnert an Berlins Rolle

Klöckner erklärte mit Blick auf die Einladung: "Berlin ist die Stadt, aus der heraus der Holocaust organisiert wurde." Orosz-Richts Biografie zeige sowohl die Erfahrung der NS-Verbrechen als auch das Leben danach und die spätere Suche nach Gerechtigkeit.

Bei der Gedenkstunde sollen nach Angaben des Bundestags rund 1.500 Gäste Platz finden. Einen Teil der zusätzlichen Plätze will Klöckner für Schülerinnen und Schüler sowie andere Jugendgruppen nutzen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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