Jared Kushner: Trump-Schwiegersohn unter Beschuss nach "abscheulichem" Ukraine-Vorschlag

"Absolut abscheulich" und "peinlich für die USA": Mit diesen Worten rechnet Alex Plitsas mit Jared Kushners Ukraine-Vorschlag ab. Erstmals in seiner Karriere greife er zu derart scharfen Formulierungen, erklärte der Sicherheitsexperte im Interview in Bezug auf Donald Trumps Schwiegersohn.

Erstellt von - Uhr

Jared Kushner (l.), Steve Witkoff (M.) und Wolodymyr Selenskyj. (Foto) Suche
Jared Kushner (l.), Steve Witkoff (M.) und Wolodymyr Selenskyj. Bild: picture alliance/dpa/AP | Francisco Seco
  • Jared Kushner unter Beschuss wegen "abscheulichem" Ukraine-Vorschlag
  • Sicherheitsexperte kritisiert Schwiegersohn von Donald Trump
  • Kushner sprach nach Gipfeltreffen von "Win-Win"-Lösung für Russland und die Ukraine

Der US-Sicherheitsexperte Alex Plitsas hat die Äußerungen von Jared Kushner und Steve Witkoff während ihrer Reise nach Kiew und Moskau scharf verurteilt. Darüber berichtet aktuell das US-Portal "Raw Story".

Weitere Meldungen zu Donald Trump und der US-Politik finden Sie am Ende dieses Artikels.

Jared Kushner unter Beschuss wegen "abscheulichem" Ukraine-Vorschlag

In einem CNN-Auftritt am Montag (7. September) bezeichnete Plitsas Kushners Vorschlag einer "Win-Win"-Lösung für Russland und die Ukraine als "absolut abscheulich". Die Statements der beiden Trump-Gesandten seien "schlicht peinlich für die Vereinigten Staaten" gewesen, so der Experte. "Die Vorstellung, dass wir Wladimir Putins Ambitionen im Rahmen dieses Prozesses nachgeben sollten, ist absurd", so Plitsas. Putin führt seit über vier Jahren einen Angriffskrieg gegen sein Nachbarland und muss regelmäßig herbe Rückschläge hinnehmen.

Kushner bringt nach Gipfeltreffen "Win-Win"-Lösung für Russland und die Ukraine ins Spiel

Jared Kushner, seines Zeichens auch Schwiegersohn von Donald Trump, hatte bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Sonntag (6. September) eine für beide Seiten vorteilhafte Lösung ins Spiel gebracht – ohne dabei Gebietsansprüche oder die Souveränität der Ukraine anzutasten. Der Trump-Schwiegersohn und Steven Witkoff, ebenfalls Ukraine-Gesandter, waren am Wochenende sowohl nach Kiew als auch nach Moskau gereist. Es handelte sich um den ersten Besuch der beiden Abgesandten in Kiew seit Beginn des russischen Angriffskriegs. Konkrete Fortschritte oder diplomatische Durchbrüche brachte die Mission jedoch nicht.

Sicherheitsexperte kritisiert Schwiegersohn von Donald Trump

Alex Plitsas zeigte sich im CNN-Interview entsetzt und verwies auf das enorme Ausmaß der russischen Gewalt in der Ukraine. Wladimir Putins Truppen hätten "Hunderttausende in der gesamten Ukraine getötet", sagte er. Zudem gebe es "dokumentierte abscheuliche Kriegsverbrechen, darunter Vergewaltigung und Plünderung". Auch Witkoffs Auftreten in Moskau stieß dem Sicherheitsexperten bitter auf. Der Trump-Gesandte hatte nach seinem Treffen mit Kremlchef Putin erklärt, er und Kushner würden nach ihrem Ruhestand gerne an die Verhandlungen in Moskau zurückdenken.

Sicherheitsexperte räumt ein: territoriale Zugeständnisse im Ukraine-Krieg womöglich unvermeidbar

"Die Sprache über die schönen Erinnerungen an Verhandlungen in Moskau, gefolgt von der Idee, dass Wladimir Putins Ambitionen berechtigt seien, ist absolut absurd", kritisierte Plitsas. "Ich war tatsächlich ziemlich angewidert von dem, was ich gehört habe." Trotz seiner deutlichen Kritik räumte der Sicherheitsexperte ein, dass im Rahmen einer Friedenslösung möglicherweise territoriale Zugeständnisse unvermeidbar seien.

Auch diese Meldungen zu Donald Trump und der US-Politik sind einen Blick wert:

/bos/news.de/stg

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.