Wladimir Putin: Es wäre wohl sein Ende - treue Verbündete könnten den Kremlchef fallen lassen
Sie drängen auf ein Ende seines Angriffskrieges. Die unbequeme Botschaft seiner engsten Verbündeten wird Wladimir Putin nicht mehr so leicht ignorieren können. Es wäre fatal für seinen Ukraine-Plan: Steht der Kremlchef bald alleine da?
Erstellt von Tobias Rüster - Uhr
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- Wladimir Putin gescheitert im Ukraine-Krieg laut Verbündeten
- Wladimir Putin schmiedet Zweckbündnisse statt echter Allianzen
- Warum Peking Wladimir Putin trotzdem nicht fallen lässt
Wladimir Putin könnte mit seinem Krieg in der Ukraine zunehmend allein dastehen - der Druck kommt ausgerechnet von jenen Staatschefs, die er zu seinen Partnern zählt. Indiens Premierminister Narendra Modi, Kasachstans Präsident Kassym-Schomart Tokajew undKirgistans Staatschef Sadyr Dschaparow drängten den Kreml-Herrscher öffentlich dazu, das Blutvergießen zu beenden.
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Wladimir Putin gescheitert im Ukraine-Krieg laut Verbündeten
Was auf den ersten Blick wie diplomatische Routine wirkt, offenbart bei genauerem Hinsehen ein tiefgreifendes Problem für Moskau: Russlands vermeintliche Verbündete sind keine echten Alliierten, sondern Zweckpartner. Der Experte für internationale Beziehungen James Brown bringt es gegenüber der britischen "The Sun" auf den Punkt:
- "Aus ihrer Perspektive ist Putin mit seinem Versuch gescheitert, die Ukraine zu dominieren."
Sollte der strategische Nutzen Russlands weiter schwinden, droht dem Kremlchef der vollständige Verlust seiner internationalen Rückendeckung - mit potenziell verheerenden Konsequenzen für seine Kriegsführung.
Wladimir Putin bloßgestellt - er zieht den Ohrstöpsel raus
Besonders brisant war zuletzt der Auftritt von Indiens Premier Narendra Modi, der Wladimir Putin auf offener Bühne zurechtwies. "Im Namen der Menschheit" müsse das Blutvergießen enden, forderte Modi und fügte hinzu:
- "Wir müssen von einem endlosen Krieg zum Ende des Krieges kommen."
Wladimir Putins Reaktion fiel dabei mindestens ebenso bemerkenswert aus wie Modis Worte selbst: Der Kremlchef nahm während des unangenehmen Austauschs demonstrativ seinen Übersetzungsohrhörer heraus, bevor er knapp antwortete:
- "Vielen Dank, Herr Premierminister. Wir bewegen uns in diese Richtung."
Es war nicht das erste Mal, dass Modi seinem russischen Gegenüber die Leviten las. Bereits 2024 stellte der indische Regierungschef klar: "Eine Lösung kann nicht auf dem Schlachtfeld gefunden werden - Friedensgespräche gelingen nicht inmitten von Bomben, Gewehren und Kugeln."
Kasachstan-Präsident fordert von Putin ein Ende des Krieges
Modi ist bei Weitem nicht der einzige Partner, dessen Geduld mit dem Kreml sich dem Ende neigt. Kasachstans Präsident Kassym-Schomart Tokajew fand bei einem Gipfeltreffen im Juli deutliche Worte:
- "Es ist eine Schande; junge Menschen sterben. Das alles muss aufhören."
Ähnlich positionierte sich Kirgistans Staatschef Sadyr Dschaparow, der bereits kurz nach Beginn der russischen Invasion erklärte:
- "Wir setzen uns für Frieden und ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen durch Verhandlungen ein."
Bemerkenswert ist, dass diese Kritik aus Staaten kommt, die traditionell fest in Moskaus Einflusssphäre verankert sind. Wenn selbst die zentralasiatischen Nachbarn öffentlich auf Distanz gehen, zeigt das, wie dünn das diplomatische Eis unter Putins Füßen geworden ist.
Wladimir Putin schmiedet Zweckbündnisse statt echter Allianzen
Hinter den öffentlichen Ermahnungen verbirgt sich ein strukturelles Problem für Moskau: Russland verfügt über keine echten Verbündeten. Brown stellt klar:
- "Russland hat Partner der Zweckmäßigkeit, es gibt kaum gemeinsame Prinzipien, es gibt wenig Gefühl von Solidarität."
Im Gegensatz zur Nato, wo Mitgliedsstaaten füreinander in den Krieg ziehen würden, sei kein bedeutendes Land bereit, für Russland zu kämpfen. Die Konsequenz liegt auf der Hand: Sollte Russlands Angebot an Energie und Militärtechnologie schrumpfen, werde auch die Unterstützung nachlassen, warnt Brown. Partnerschaften, die rein auf Eigeninteresse fußen, können sich jederzeit in Luft auflösen.
Die Geopolitik-Expertin Kristina Spohr bestätigt diese Einschätzung gegenüber "The Sun". Die engen Bande zwischen Moskau und Peking beruhten überwiegend auf gegenseitigem Nutzen statt auf gemeinsamen Überzeugungen zum Ukraine-Konflikt.
- "Russland bekommt Investitionen, und China erhält Zugang zu Rohstoffen und Märkten für seine Hochtechnologie", erläuterte sie.
Nukleareinsatz würde Putin-Bündnis sprengen
Eine Grenze haben Xi Jinping und Modi unmissverständlich gezogen: den Einsatz oder auch nur die Androhung von Atomwaffen. Dieses Szenario könnte selbst das Bündnis zwischen China, Nordkorea und Russland sprengen. Spohr hält einen russischen Nuklearschlag zwar für sehr unwahrscheinlich, aber nicht für ausgeschlossen. Ihre Einschätzung ist eindeutig:
- "Wenn man über den Einsatz einer Nuklearwaffe spricht, dann würde sich selbst Xi Jinping ihn vorknöpfen."
Brown sieht das ähnlich:
- "Sollte Russland Atomwaffen in der Ukraine einsetzen, würde der Kreml schnell feststellen, dass die Duldungspolitik aus Neu-Delhi und Peking rasch in Opposition umschlagen würde."
Die Folgen wären für Moskau katastrophal. Ohne Chinas wirtschaftliche Lebensader - die Russland seit 2022 vor dem finanziellen Kollaps unter westlichen Sanktionen bewahrt - wäre Putins Regime kaum noch in der Lage, seinen Krieg fortzuführen.
Warum Peking Wladimir Putin trotzdem nicht fallen lässt
Trotz aller Warnungen hat Xi Jinping wenig Interesse daran, seinen Verbündeten im Kreml tatsächlich zu stürzen. Der China-Experte Steve Tsang erklärt gegenüber "The Sun" die Logik dahinter:
- "Es ist schwer vorstellbar, dass Xi sich gegen Putin wendet, da Xi Putins Störung der internationalen Ordnung als sehr hilfreich für seine eigene globale Agenda empfindet."
Solange Russland den Westen beschäftigt und provoziert, profitiert Peking. Brown bestätigt dieses Kalkül: China wolle "Russland vor einem unkontrollierten Zusammenbruch schützen." Ein Sturz Putins und die Machtübernahme durch eine prowestliche Figur wäre aus chinesischer Sicht das schlimmstmögliche Ergebnis. Verglichen mit einem solchen Szenario sei die Fortdauer des Krieges das kleinere Übel. Peking und Neu-Delhi spielen damit vorerst weiter ein doppeltes Spiel: öffentliche Rügen bei gleichzeitiger wirtschaftlicher Stützung der russischen Kriegsmaschinerie.
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