Wladimir Putin: Kremlchef machtlos bei mysteriösem Tod - Russen-Oberst stürzt in den Tod

Ein russischer Oberst stürzt kurz nach seinem Rücktritt bei einer Putin-Behörde aus dem neunten Stock eines Wohnhauses in Jekaterinburg - der erste Medienbericht über die Hintergründe verschwindet wenig später spurlos.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Beim Tod eines Kreml-Obersts war Wladimir Putin (Foto) machtlos. (Foto) Suche
Beim Tod eines Kreml-Obersts war Wladimir Putin (Foto) machtlos. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Gavriil Grigorov
  • Sergei Schalaginow: Putin-Oberst stürzt unter mysteriösen Umständen in den Tod
  • Putin-Oberst stürzt aus Wohnhaus - Verwirrung um Todesmeldung
  • Wladimir Putins Russland von ungeklärter Todesserie erschüttert

Erneut ist ein hochrangiger russischer Beamter unter rätselhaften Umständen ums Leben gekommen. Oberst Sergei Schalaginow, bis vor Kurzem stellvertretender Leiter des Zentrums zur Bekämpfung von Extremismus in der Region Swerdlowsk, wurde leblos vor einem Wohngebäude in Jekaterinburg (rund 1.400 Kilometer östlich von Moskau) aufgefunden. Bereits zuletzt sorgte der Angriff auf einen Putin-General nahe der Stadt Engels für Schlagzeilen.

Weitere Artikel über Wladimir Putin, den Ukraine-Krieg und Russlands Politik finden Sie unter diesem Text.

Sergei Schalaginow: Putin-Oberst stürzt unter mysteriösen Umständen in den Tod

Der "Anti-Terror-Funktionär" war offenbar aus dem neunten Stockwerk gestürzt, heißt es in russischen Medienberichten. Unscharfe Aufnahmen, die nach dem Vorfall im Netz kursierten, zeigen einen Körper auf dem Gehweg vor dem Gebäude.

Besonders brisant: Sergei Schalaginow hatte erst kurz zuvor seinen Posten niedergelegt. Die Umstände seines mysteriösen Todes werfen zahlreiche Fragen auf - nicht zuletzt, weil sich die Berichte über das Geschehen bereits unmittelbar nach Bekanntwerden widersprachen. Klar ist: Wladimir Putin konnte den Tod nicht verhindern.

Putin-Oberst stürzt aus Wohnhaus - Verwirrung um Todesmeldung

Die Widersprüche ließen nicht lange auf sich warten. Die kremlnahe Nachrichtenplattform "URA.ru" berichtete laut "Daily Star" zunächst, Schalaginow habe sich nach einem Zerwürfnis mit Vorgesetzten im Ministerium das Leben genommen. Doch wie das ukrainische Portal "UA.News" dem Bericht zufolge bemerkte, verschwand der Beitrag kurz darauf wieder von der Seite.

Das Innenministerium der Region Swerdlowsk bestätigte zwar den Tod des Obersts, wies jedoch jegliche internen Spannungen entschieden zurück. Sprecher Waleri Gorelych bezeichnete den Vorfall als "einen unersetzlichen Verlust" und erklärte, Gerüchte über einen Zusammenhang mit Schalaginows beruflicher Tätigkeit entbehrten jeder Grundlage. Zudem habe der Verstorbene eine ihm angebotene Beförderung abgelehnt.

In der Region genoss Schalaginow offenbar hohes Ansehen. Lokale Medien wie "KP-Yekaterinburg" und das Nachrichtenportal "E1" zeichneten das Bild eines Beamten, der erst kürzlich in den Ruhestand getreten war. Eine nicht namentlich genannte Quelle beschrieb ihn als "einen sehr guten und kompetenten Mann", der "immer für seine Mitarbeiter gekämpft" habe.

Wladimir Putins Russland von ungeklärter Todesserie erschüttert

Der Fall Schalaginow steht nicht für sich allein. Seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hat sich eine beunruhigende Serie von Todesfällen unter russischen Eliten entwickelt - auffällig oft enden sie mit einem Sturz aus großer Höhe. Hochrangige Beamte und einflussreiche Geschäftsleute kamen unter vergleichbar mysteriösen Umständen ums Leben, wobei die offizielle Aufklärung regelmäßig auf sich warten lässt.

  • Im Herbst 2022 starb der Vorstandschef des Ölkonzerns Lukoil, Rawil Maganow, durch einen Fenstersturz. Er stürzte aus einem Moskauer Krankenhaus.
  • Bereits einige Monate zuvor wurden innerhalb weniger Tage zwei weitere hochrangige Energiemanager tot aufgefunden. Bei diesen Fällen starben auch ihre Familienmitglieder.
  • Im Juli 2025 war der Vizechef des russischen Ölkonzerns Transneft, Andrej Badalow, nach einem Sturz aus einem Fenster gestorben.

Lesen Sie außerdem noch diese Artikel:

/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.