Ukraine-Krieg aktuell: Russland wieder unter Beschuss - Öldepot in Sotschi brennt
Erneut hat die Ukraine in der Nacht Russland massiv mit Drohnen angegriffen. Unter anderem soll ein Öldepot in der Nähe der Küstenstadt Sotschi getroffen worden sein. Auch aus weiteren Regionen gibt es für Wladimir Putin keine guten Nachrichten.
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
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- Nächster massiver ukrainischer Drohnenangriff in der Nacht zu Freitag
- Offenbar Öldepot und Flugabwehrstellungen bei Sotschi getroffen
- Berichte über Attacken auf Rüstungsbetrieb Avangard inSterlitamak sowie auf Moskau
Die Ukraine setzt ihre Drohnenangriffe auf russisches Territorium fort. In dieser Woche nahm Kiew bereits die Hauptstadt Moskau ins Visier. In der Nacht zu Freitag, dem 4. September, folgte eine weitere massive Angriffswelle, bei der insbesondere Sotschi am Schwarzen Meer unter Beschuss geriet.
Ukraine-Krieg aktuell: Nächtlicher Drohnenangriff auf Sotschi - Brand an Öldepot
Laut der russischen Nachrichtenagentur "Tass" soll die Ukraine in der Nacht insgesamt 490 Drohnen abgefeuert haben - sämtliche wurden nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums abgefangen. Berichten zufolge richteten die Angriffe dennoch erheblichen Schaden an. Laut "Kyiv Post" brach bei Attacken aufSotschi und das benachbarte Sirius ein Brand an einem Öldepot aus, das laut dem Telegram-Kanal "Astra" zum Rosneft-Konzern gehört. Schwarzer Rauch stieg laut dem Online-Portal "Meduza" über der Küstenstadt auf. "Nach vorläufigen Informationen gibt es keine Opfer", teilte der Krisenstab der Region Krasnodar mit.
Flugabwehrsysteme in der Nähe von Putin-Residenz getroffen?
Ukrainische Telegram-Kanäle berichteten zudem von Treffern auf S-300- oder S-400-Flugabwehrstellungen bei Sirius – nur wenige Dutzend Kilometer von Putins Schwarzmeer-Residenz Botscharow Rutschej entfernt. Weder lokale Behörden noch das Verteidigungsministerium bestätigten diese Angaben.
Ukrainian drones hit Sochi overnight, striking the Adler oil depot owned by Rosneft and an air defense unit. The depot caught fire. In nearby Sirius, drones may have hit an S-300 or S-400 battery. Russian authorities told locals not to post photos or videos of the damage. pic.twitter.com/9YyJYP8tL8
— WarTranslated (@wartranslated) September 4, 2026
Russischer Rüstungsbetrieb Avangard im Visier
Neben der Schwarzmeerküste nahm die Ukraine weitere Ziele tief im russischen Hinterland ins Visier. In der Stadt Sterlitamak in der Republik Baschkortostan galt der Angriff offenbar dem Rüstungsbetrieb Avangard – einer staatlichen Fabrik, die Sprengstoff, Munition und Spezialbehälter herstellt. Der ukrainische Monitoring-Kanal "Exilenova+" meldete außerdem, dass das petrochemische Werk in Sterlitamak getroffen worden sei.
Die regionalen Behörden in Baschkortostan äußerten sich zu keinem der gemeldeten Angriffe. Bestätigt wurde lediglich, dass in der Nacht Luftalarm für die Region ausgelöst worden war. Die Entfernung zwischen Sterlitamak und der ukrainischen Grenze beträgt über tausend Kilometer.
Wladimir Putin unter Druck: Ukrainische Drohnen fliegen erneut auf Moskau
Auch die russische Hauptstadt blieb von der nächtlichen Drohnenwelle nicht verschont. Laut Bürgermeister Sergej Sobjanin fingen Luftabwehrsysteme 35 Drohnen ab, die sich Moskau näherten. Rettungskräfte seien an den Stellen im Einsatz, an denen Trümmerteile niedergingen – weitere Details nannte er nicht.
Die russische Luftfahrtbehörde verhängte bereits die dritte Nacht in Folge Flugbeschränkungen an den drei Moskauer Flughäfen Wnukowo, Domodedowo und Schukowski. In den vergangenen Tagen hatten die wiederkehrenden Sperrungen bereits Dutzende Flüge ausfallen lassen und mehrere Hundert weitere erheblich verzögert.
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gom/bos/news.de/stg
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