Wladimir Putin: Drohnen-Demütigung, Arktis-Blamage und Gipfel-Eklat - Kremlchef in Bedrängnis
Wladimir Putin steht unter massivem Druck. Nicht nur an der Front in der Ukraine hagelte es zuletzt wieder empfindliche Niederlagen für den Kremlchef. Das sind die Putin-News der Woche.
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
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- Wladimir Putin erlebt weitere Rückschläge im Ukraine-Krieg
- Russische Soldaten ergeben sich vor ukrainischen Drohnen, Kraftwerk und Fernsehturm bei Angriff auf Belgorod zerstört
- Indiens Premierminister fordert Kremlchef zur Beendigung des Krieges auf
- Norwegen beschlagnahmt russisches Kreuzfahrtschiff, Spannungen mit Deutschland wachsen
- Putin soll falsche Informationen über "Zirkon"-Rakete verbreitet haben
Viereinhalb Jahre nach dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine scheint der Kreml weiter denn je von seinen ursprünglichen Kriegszielen entfernt zu sein. Stattdessen zieht sich die Schlinge für den russischen Präsidenten Wladimir Putin immer weiter zu. Aktuelle Meldungen aus der vergangenen Woche zeichnen das Bild eines angeschlagenen Machthabers, der erneut einige herbe Rückschläge einstecken musste.
Putins Truppen im Ukraine-Krieg blamiert: Russische Soldaten ergeben sich vor Drohnen
An der ukrainischen Frontlinie spielt sich ein für den Kreml höchst peinliches Szenario ab: Immer mehr erschöpfte und demoralisierte russische Soldaten kapitulieren direkt vor unbemannten Drohnen. Allein im vergangenen Winter legten Berichten zufolge rund 100 Kreml-Kämpfer ihre Waffen vor den fliegenden Robotern nieder. Die Ukraine nutzt die Angst der Soldaten systematisch aus: Mit Lautsprechern ausgestattete Drohnen bieten den Männern an der Frontlinie einen Ausweg aus der tödlichen Falle. Um die Kapitulation zu erleichtern, hat Kiew das Programm "I Want to Live" ins Leben gerufen und zeigt den russischen Soldaten in einem Video Schritt für Schritt, wie sie sich vor einer Maschine korrekt ergeben.
Todesopfer bei ukrainischem Drohnenangriff auf Belgorod
Währenddessen führte ein massiver ukrainischer Raketen- und Drohnenangriff in der russischen Stadt Belgorod zu verheerenden Schäden und forderte drei Todesopfer.Videoaufnahmen dokumentierten die Zerstörung eines Wärmekraftwerks, eines Ozon-Warenlagers sowie eines Fernsehturms. Die Ukraine weitet ihre Langstreckenangriffe auf militärische und industrielle Ziele im russischen Hinterland derzeit massiv aus.
Unangenehme Situation für Wladimir Putin: Indien fordert Kremlchef zur Beendigung des Krieges auf
Eine sichtlich unangenehme Situation für Wladimir Putin gab es beim Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) in Bischkek. Vor laufenden Kameras forderte Indiens Premierminister Narendra Modi den Kremlchef unverhohlen auf, den Krieg in der Ukraine endlich zu beenden. Putin geriet sichtlich ins Rutschen, wich Modis Blick aus, warf angespannt seinen Übersetzungs-Ohrhörer auf den Tisch und presste mit zusammengebissenen Zähnen eine knappe Antwort hervor. Währenddessen berichten Insider, dass die Frustration über die Dauer des Konflikts mittlerweile auch in den oberen Etagen der russischen Eliten stetig zunimmt.
Spannungen mit Deutschland - Boris Pistorius warnt vor russischem Sieg in der Ukraine
Gleichzeitig verschärften sich die Spannungen zwischen Berlin und Moskau.Nachdem die Bundesregierung Russland für einen versuchten Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich machte und Sanktionen verhängte, schoss der Kreml scharf zurück. Außenminister Sergej Lawrow kündigte an, die verbliebenen Goethe-Institute in Russland komplett zu schließen. Unterdessen warnte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius eindringlich vor einem russischen Sieg in der Ukraine. Ein Erfolg Putins wäre eine "Blaupause für alle Autokraten dieser Welt".
Norwegen setzt Kreuzfahrtschiff "Professor Moltschanow" in der Arktis fest
Auch im hohen Norden gab es schlechte Nachrichten für Putin: Vor der arktischen Inselgruppe Spitzbergen haben norwegische Behörden das russische Kreuzfahrtschiff "Professor Moltschanow" festgesetzt. Grund dafür ist ein Gerichtsbeschluss zur Durchsetzung eines internationalen Schiedsgerichtsurteils. Dieses verpflichtet Russland zu einer Entschädigungszahlung von rund 4,2 Milliarden US-Dollar an den ukrainischen Staatskonzern Naftogaz wegen illegaler Enteignungen nach der Krim-Annexion 2014. Naftogaz kündigte bereits an, weltweit weiter Jagd auf russische Vermögenswerte zu machen.
Wladimir Putin soll über "3M22 Zirkon"-Rakete gelogen haben
Zudem könnte Putin in dieser Woche einer weiteren Lüge überführt worden sein. Jahrelang pries er die "3M22 Zirkon"-Rakete als unbesiegbaren Hyperschall-Marschflugkörper an, der angeblich mit Mach 9 jede westliche Abwehr durchbricht. Doch eine neue Analyse des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR bringt den Kremlchef in Erklärungsnot: Experten fanden an geborgenen Trümmerteilen keinen Lufteinlass für das erforderliche Staustrahltriebwerk. Bei der Rakete könnte es sich in Wahrheit nur um ein quasi-ballistisches System mit Feststoffantrieb handeln, dessen Höchstgeschwindigkeit nur Mach 6,8 statt der versprochenen Mach 9 erreicht.
Weitere Informationen zu den Putin-News der Woche finden Sie in folgenden Artikeln:
- Kremlchef bloßgestellt bei Gipfeltreffen - damit hatte er nicht gerechnet
- Kremlchef in der Arktis blamiert - Norwegen beschlagnahmt ein russisches Schiff
- Sergej Lawrow schießt gegen Deutschland zurück - Pistorius warnt vor Putin-Sieg
- Kremlchef der Lüge überführt? Zweifel an einer russischen Wunderwaffe
- Der Machtzirkel des Kremlchefs - das sind seine engsten Vertrauten
gom/news.de/cpt
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