Donald Trump: "Er wird durchdrehen" -  Wutausbruch des US-Präsidenten prophezeit

Viele Beobachter rechnen aktuell mit einer Niederlage der Republikaner bei den US-Zwischenwahlen im November - auch wegen der Unbeliebtheit ihres Präsidenten Donald Trump. Dieser könnte auf eine Wahlschlappe einer aktuellen Analyse zufolge extrem wütend reagieren.

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Donald Trump könnte eine Wahlniederlage seiner Republikaner bei den US-Zwischenwahlen sehr wütend machen. (Foto) Suche
Donald Trump könnte eine Wahlniederlage seiner Republikaner bei den US-Zwischenwahlen sehr wütend machen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Manuel Balce Ceneta
  • Donald Trump wird bei einer Wahlniederlage der Republikaner "durchdrehen" laut "The Bulwark"-Korrespondent Andrew Egger
  • Sollte seine Partei verlieren, werde der US-Präsident die Schuld bei anderen suchen
  • Trump will im Wahlkampf zeigen, dass die republikanischen Kandidaten hinter ihm stehen

Es sind nur noch wenige Wochen bis zu den US-Zwischenwahlen - und im republikanischen Lager wächst die Nervosität. Denn die Beliebtheitswerte ihres Präsidenten Donald Trump erreichten in den vergangenen Wochen immer neue Tiefpunkte - selbst unter ehemals treuen Anhängern. Anfang November könnten die Republikaner nun die Mehrheit in beiden Kongresskammern verlieren. Wie Trump darauf reagieren würde, prophezeite nun der Journalist Andrew Egger für das Online-Portal "The Bulwark".

Donald Trump könnte mit Wutausbruch auf Niederlage bei US-Zwischenwahlen reagieren

Egger rechnet bei einer "vernichtenden" Wahlschlappemit einem gewaltigen Wutanfall des 80-jährigen Präsidenten. Trumps Gesetzgebungspläne würden in Rauch aufgehen, ihm drohten "zwei Jahre reiner legislativer Qualen", so Egger. "Er wird wütend sein. Er wird durchdrehen. Und wir wissen bereits genau, was er sagen wird." Damit spielt der Korrespondent des Weißen Hauses darauf an, dass Trump wohl jegliche Verantwortung von sich weisen wird.

US-Präsident wird Schuld laut Korrespondent Andrew Egger nicht bei sich selbst suchen

Dass Trump die Schuld schon jetzt bei anderen sucht, zeigt laut Egger ein von ihm geteilter Truth-Social-Beitrag des MAGA-Influencers Matt Van Swol. Darin warnte dieser, die Republikaner im Kongress schlafwandelten "auf eine Midterm-Abrechnung zu, die sie nicht kommen sehen". Wähler seien frustriert, weil versprochene Reformen ausgeblieben seien. Dass Trump diese Botschaft zwei Monate vor der Wahl teilt, wertet Egger als Zeichen dafür, dass der Präsident spürt, wie seine Partei versagt: "Und natürlich ist er felsenfest davon überzeugt, dass jeder andere daran schuld ist. Was absurd ist."

Große Ablehnung für Donald Trump in Umfragen

Egger verweist auch auf den Meinungsforscher G. Elliott Morris, laut dem die Zustimmung für Trump beim Thema Grenzsicherheit – lange Zeit ein Thema, mit dem er überzeugen konnte – auf minus fünf Punkte abgerutscht ist. 49 Prozent der Wähler lehnen Trumps Amtsführung entschieden ab, während gerade einmal 17 Prozent ihm ihre starke Zustimmung aussprechen. In einem solchen Umfeld wäre laut Egger zu erwarten, dass republikanische Kandidaten größtmöglichen Abstand zum Präsidenten suchen. Doch dafür sei es längst zu spät – ein Bruch mit Trump würde ihnen weder bei ihm noch bei den Wählern verziehen.

Republikanische Kandidaten suchen Nähe zu Trump

Währenddessen binde Trump jeden republikanischen Kandidaten noch enger an sich. Joe Gruters, Vorsitzender des Republikanischen Nationalkomitees, befeuere diese Strategie, indem er seit Monaten predigt, ohne den Präsidenten hätten die Republikaner bei den Midterms keine Chance. Bei einer Wahlkampfveranstaltung für Senatorin Darline Graham vergangene Woche flehte Trump seine Anhänger offen an: "Tut bitte so, als ob ich auf dem Stimmzettel stehe. Kommt einfach und wählt, es ist so wichtig."

Im kommenden Monat soll eine Midterm-Convention in Dallas diese Botschaft noch einmal verstärken: Republikanische Kandidaten seien gut, weil sie hinter Trump stünden. Sollte diese Gleichung am Wahltag nicht aufgehen, werde Trumps Zorn "glühend" sein, prognostiziert Egger. Der anschließende Absturz werde "atemberaubend" ausfallen – und zugleich "ein starkes Zeichen für Gutes, das noch kommt".

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