Donald Trump: "Der absolute Tiefpunkt" - seine Aussage nach Dolly Partons Tod sorgt für Empörung

Kurz nach dem Tod von Dolly Parton behauptet Donald Trump, die Country-Sängerin habe ihn sehr gemocht. Im Netz sind viele Fans der Verstorbenen entsetzt und kritisieren den US-Präsidenten für seine Worte scharf.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump äußerte sich auf kontroverse Weise zum Tod von US-Musikerin Dolly Parton. (Foto) Suche
Donald Trump äußerte sich auf kontroverse Weise zum Tod von US-Musikerin Dolly Parton. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
  • Donald Trump äußert sich zum Tod von US-Country-Sängerin Dolly Parton in einem Interview
  • US-Präsident behauptet, die Musikerin habe ihn sehr gemocht
  • Dolly Parton war zeitlebens politisch neutral
  • Trump wird für seine Aussagen scharf kritisiert

Die Nachricht vom Tod der US-Country-Sängerin Dolly Parton (80) löste weltweit große Bestürzung aus. Weggefährten, andere Stars und sogar Donald Trump, der von einem "schweren Verlust für Millionen Menschen" sprach, trauerten öffentlich um die an Krebs verstorbene Musikerin. Am Mittwoch äußerte sich Trump erneut zum Tod von Dolly Parton in einem Interview. Die Worte des 80-jährigen Staatsoberhaupts sorgten bei vielen Zuhörerinnen und Zuhörern für Entsetzen.

Donald Trump nach Tod von Dolly Parton: "Sie mochte mich wirklich sehr"

Moderator Glenn Beck hatte den US-Präsidenten in seiner Show zugeschaltet. Er sprach Trump auf seine Anordnung an, die Nationalflaggen bis zum Sonnenuntergang am 1. September für Dolly Parton auf Halbmast zu setzen. Der Republikaner antwortete mit überschwänglichem Lob für die verstorbene Musikerin: "Sie war einfach großartig. Sie zu verlieren, ist, als würde man ein Familienmitglied verlieren.Wir alle kannten sie sehr gut. Ich kannte sie auch ein bisschen." Trump gab zu, dass Dolly Parton "keine besonders politische Person" gewesen sei, fügte aber sofort hinzu: "Sie mochte mich wirklich sehr, das kann ich Ihnen sagen." Öffentliche Unterstützung für ihn hätte Parton jedoch möglicherweise 20 Prozent ihrer Fans gekostet, behauptete Trump weiter. Schließlich sagte er noch: "Ich mochte sie sehr, und ich fand es selbstverständlich, die Flaggen auf Halbmast zu setzen."

Dolly Parton war politisch neutral

Parton hatte sich zeitlebens konsequent geweigert, politisch Stellung zu beziehen, und betonte stets, unter ihren Fans seien ebenso viele Republikaner wie Demokraten. Sie unterstützte auch nie einen Präsidentschaftskandidaten öffentlich.Parton zog ihre überparteiliche Haltung durch: Laut "Newsweek" lehnte die Sängerin die Presidential Medal of Freedom – die höchste zivile Auszeichnung der USA – insgesamt dreimal ab. Zweimal schlug sie das Angebot während Trumps erster Amtszeit aus, ein weiteres Mal unter seinem Nachfolger Joe Biden.

Aussagen von Donald Trump zu verstorbener Country-Legende sorgen für Empörung

Entsprechend heftig fielen die Reaktionen auf Trumps Statement zu Dolly Parton im Interview mit Glenn Beck aus. Auf X (vormals Twitter) heißt es dazu unter anderem:

  • "Dolly war bekannt für ihre Freundlichkeit zu allen. Das heißt aber nicht, dass sie deine Ansichten gutgeheißen hat. Sie hat ihr Leben lang Anstand, Inklusion und Freundlichkeit gelebt. Du hast eine Bewegung aufgebaut, die das genaue Gegenteil verkörpert."
  • "Sie war das genaue Gegenteil von ihm: fröhlich, großzügig, einfühlsam, talentiert, hübsch, witzig und freundlich. Es besteht absolut keine Chance, dass sie ihn gemocht hätte."
  • "Oh mein Gott, alles dreht sich um ihn. Dolly war so diplomatisch, ich wette, sie hat Trump glauben lassen, dass sie ihn mag."
  • "Alles muss sich um Donald J. Trump drehen. Ich würde mir nur ein einziges Mal wünschen, dass er jemanden ehrt, ohne dass es nur um ihn selbst geht."
  • "Sich ausgerechnet beim Tod eines anderen in den Vordergrund zu drängen, ist wohl der absolute Tiefpunkt."
  • "Wenn du dich freust, dass dich eine Person mag, bedeutet das, dass du von vielen Menschen gehasst wirst."

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