Friedrich Merz: Er nennt ihn "Marionette" - Thorsten Legat geht auf den Kanzler los
Ex-Bundesliga-Profi und Reality-TV-Star Thorsten Legat nennt Friedrich Merz eine "Marionette Deutschlands" und schämt sich für den Kanzler - gleichzeitig treibt ihn die Angst vor einem ganz anderen politischen Szenario um.
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Friedrich Merz attackiert von Thorsten Legat
Der ehemalige Nationalspieler Legat, der mittlerweile auf Mallorca seinen Lebensmittelpunkt hat, rechnet in dem Gespräch nicht nur mit dem Regierungschef ab, sondern nimmt die gesamte deutsche Politiklandschaft ins Visier. Dabei treibt ihn besonders die Sorge vor einem erstarkenden Rechtspopulismus um. Dabei versuchte Legat zunächst noch, sich diplomatisch zu geben - mit überschaubarem Erfolg:
"Ich will keine Namen nennen, aber der Bundeskanzler versteht es nicht, dieses Land zu regieren."
"Es passiert nichts" - Legat rechnet mit Kanzler Friedrich Merz ab
Legats Vorwurf wiegt schwer: Der Regierungschef habe gleich zu Beginn seiner Amtszeit große Veränderungen versprochen, dann aber nicht geliefert.
"Am ersten Tag hat er davon gesprochen, was er alles verändern will, und es passiert nichts", so der Ex-Profi.
Merz bezeichnet er als "Marionette Deutschlands" - und schiebt hinterher: "Da schäme ich mich, Deutscher zu sein."
Besonders die Diskussion um die Arbeitseinstellung der Bevölkerung bringt Legat in Rage. Dass der Kanzler die Deutschen als faul bezeichne, gehe völlig an der Wirklichkeit vorbei.
"Ich kenne Menschen mit Kindern, die drei Arbeitsstellen haben, um sich finanziell irgendwie über Wasser zu halten."
Gleichzeitig verweise Merz öffentlich darauf, dass sein eigener Nachwuchs durch Investments abgesichert sei. Die Steuerlast hält Legat zudem für überzogen - während sich der Kanzler auf "seine Millionen" ausruhe.
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Für den Bundeskanzler hat Thorsten Legat (Foto) nur bedingt Verständnis. Bild: picture alliance/dpa | Marius Becker
"Da bekomme ich Angst" - Legats Warnung vor der AfD
Die zunehmende Frustration in der Bevölkerung sieht Legat als direkte Konsequenz der Regierungsarbeit. Seiner Meinung nach müssten die Verantwortlichen in Berlin endlich zur Kenntnis nehmen, was die Menschen im Land tatsächlich bewegt.
"Vielleicht sollte sich die Regierung mal fragen, was wir Bürger empfinden", fordert er.
Wohin diese Unzufriedenheit führen könnte, bereitet dem 57-Jährigen sichtlich Unbehagen. Zwar betont er, dass ihn die deutsche Politik von seiner Wahlheimat Mallorca aus eigentlich nicht mehr beschäftige - doch ein Szenario lässt ihn nicht kalt:
"Wenn die AfD an die Macht kommt, will ich nicht wissen, was dann passiert. Da bekomme ich Angst."