Wladimir Putin: Experten sicher - geheimer Putin-Krieg gegen Nato hat schon begonnen

Sabotage, Mordkomplotte, Cyberattacken: Russlands Geheimdienste operieren einem Bericht zufolge auf europäischem Boden aggressiver als je zuvor. Wladimir Putins Krieg in Europa hat längst begonnen, urteilt ein Experte.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Wladimir Putin führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. (Foto) Suche
Wladimir Putin führt seit Februar 2022 Krieg gegen die Ukraine. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin | Mikhail Metzel
  • Wladimir Putin hat hybride Kriegsführung längst gestartet
  • Wladimir Putins Geheimdienste werden immer aggressiver
  • Wladimir Putin will Europa destabilisieren

Wladimir Putins Krieg gegen Europa hat längst begonnen - nur sieht er nicht aus wie ein konventioneller Konflikt. Ein neuer Bericht des Congressional Research Service (CRS), des überparteilichen Forschungsdienstes des US-Kongresses, dokumentiert eine wachsende Kampagne verdeckter Operationen, die der Kreml seit dem Einmarsch in die Ukraine 2022 gegen europäische Staaten führt.

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Wladimir Putin hat hybride Kriegsführung längst gestartet

Laut dem Bericht haben sowohl amerikanische als auch europäische Regierungsvertreter Wladimir Putin, der zuletzt öffentlich Schäden durch den Ukraine-Krieg zugab, eine anhaltende Kampagne feindseliger Aktivitäten vorgeworfen, die gemeinhin als hybride Kriegsführung bezeichnet wird. Das Spektrum reicht von Sabotageakten und Cyberattacken über Mordkomplotte und politische Einflussnahme bis hin zu Verletzungen des europäischen Luftraums. Der beunruhigende Befund: Sowohl die Häufigkeit als auch die Intensität dieser Angriffe nehmen stetig zu.

Der US-Kongress prüft nun mögliche Gegenmaßnahmen und hat bereits mehrere Anhörungen zu dem Thema abgehalten.

Wladimir Putins Geheimdienste werden immer aggressiver

Besonders alarmierend ist die Anpassungsfähigkeit der russischen Nachrichtendienste. Europäische Regierungen haben mit einer Reihe von Gegenmaßnahmen reagiert - darunter Sanktionen, die Ausweisung russischer Geheimdienstmitarbeiter, verstärkte militärische Präsenz und eine intensivere nachrichtendienstliche Überwachung.

Doch Moskau habe sich auf diese verschärften Bedingungen eingestellt, wird berichtet. Statt sich zurückzuziehen, gehen die russischen Dienste laut dem Bericht noch offensiver vor. Sie nehmen dabei bewusst ein höheres Risiko in Kauf, bei ihren Operationen enttarnt zu werden.

Diese Flexibilität macht die Bedrohung besonders schwer kalkulierbar. Selbst nach der Ausweisung zahlreicher Agenten und der Verschärfung der Spionageabwehr gelang es Russland, seine verdeckten Aktivitäten auf europäischem Boden nicht nur fortzusetzen, sondern sogar auszuweiten.

Wladimir Putin will Europa destabilisieren

Hinter den russischen Operationen steht laut dem Bericht ein klares strategisches Kalkül: Europa soll destabilisiert, Angst geschürt und die politische Geschlossenheit des Kontinents aufgebrochen werden. Das übergeordnete Ziel ist es, die europäische Solidarität mit der Ukraine zu schwächen. Der Bericht warnt davor, Lagerhausbrände, beschädigte Bahnstrecken, gekaperte Datenleitungen oder Mordanschläge als voneinander unabhängige Ereignisse zu betrachten. Einzeln betrachtet mögen sie zusammenhanglos erscheinen - in der Gesamtschau ergeben sie jedoch das Bild einer koordinierten hybriden Kriegsführung.

Während die Ukraine dem russischen Angriff mit konventionellen Waffen begegnet, sieht sich Europa einem Gegner gegenüber, der unterhalb der Schwelle eines offenen militärischen Konflikts mit der Nato operiert - durch Geheimdienste, Cyberkrieg, Desinformation und politische Unterwanderung.

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