Wladimir Putin: Banken-Panik und Drohnen-Alarm in Moskau - Kremlchef gesteht Schwächen ein

Für Wladimir Putin wurde diese Woche zur Abrechnung an gleich fünf Fronten. Chefökonom gefeuert, Drohnen über Moskau, ein Nato-Schlachtplan fürs Baltikum, Banken-Panik im eigenen Land – und ein Kremlchef, der plötzlich Schwäche eingesteht.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Wladimir Putin sorgte auch in dieser Woche für reichlich Schlagzeilen. (Foto) Suche
Wladimir Putin sorgte auch in dieser Woche für reichlich Schlagzeilen. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin | Mikhail Metzel
  • Wladimir Putin von eigenem Chefökonom bloßgestellt
  • Wladimir Putin durch Drohnenangriffe gedemütigt
  • Wladimir Putin im Visier der Nato: Schlachtplan soll Kremlchef stoppen

Für Wladimir Putin häufen sich die Hiobsbotschaften. In dieser Woche wurde der Kremlchef gleich an mehreren Fronten unter Druck gesetzt. Ein Chefökonom erklärte öffentlich, dass Russland den Krieg gegen die Ukraine nicht gewinnen könne. Ukrainische Drohnenangriffe auf Moskau zwangen den Kreml zur Absage eines prestigeträchtigen Festivals. Die Nato veröffentlichte einen detaillierten Verteidigungsplan gegen einen möglichen russischen Angriff auf das Baltikum. Gleichzeitig räumen russische Bürger aus Angst vor staatlicher Enteignung massenhaft ihre Bankkonten leer. Und Putin selbst gestand in einer ungewöhnlichen Kabinettssitzung ein, dass ukrainische Attacken seinem Land "offensichtlich" schaden.

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Wladimir Putin von eigenem Chefökonom bloßgestellt

Andrei Klepach, langjähriger Chefökonom der kremlnahen Entwicklungsbank VEB.RF, wurde gefeuert, nachdem er Putins Kriegskurs öffentlich zerpflückt hatte. In einer Rede vor dem Nikitski-Klub - einem Expertenforum für Ökonomen und Regierungsvertreter - erklärte Klepach laut "Daily Mail", Russland könne den Zermürbungskrieg gegen die Ukraine nicht gewinnen. Er warnte zudem vor einer sozialen Krise vergleichbar mit den Umbrüchen von 1917 und 1991.

Wladimir Putin durch Drohnenangriffe gedemütigt

Das internationale Militärmusikfestival am Spasskaja-Turm fällt aus - erst zum zweiten Mal seit seiner Gründung 2007. Die neuntägige Veranstaltung auf dem Roten Platz wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Als Grund nannten die Organisatoren lediglich Umstände, die außerhalb ihrer Kontrolle lägen. Der tatsächliche Auslöser dürfte eine massive ukrainische Drohnenoffensive auf Moskau sein. Putin-Kritiker sprechen von einer Demütigung für den Kremlchef.

Wladimir Putin im Visier der Nato: Schlachtplan soll Kremlchef stoppen

Wie in dieser Woche bekannt wurde, hat die Nato laut "Bild" ein umfassendes Verteidigungskonzept für den Fall eines russischen Angriffs auf die baltischen Staaten vorgelegt. Das von US-Major Andrew Pingrey entwickelte "Nato Land Warfighting Concept" sieht drei Säulen vor: Zunächst sollen russische Raketensysteme durch Kampfjets und Drohnen ausgeschaltet werden. An den Grenzen zu Russland und Belarus plant das Bündnis autonome Verteidigungszonen. Drittens sollen Eliteeinheiten tief im russischen Hinterland Nachschubwege und Militärinfrastruktur zerstören.

Wladimir Putin treibt Russen zur Konten-Plünderung

Auch darüber wurde diese Woche berichtet: Russische Bürger und Unternehmen ziehen in beispiellosem Tempo Geld von ihren Bankkonten ab. Allein im Juli flossen laut Zentralbank umgerechnet über sechs Milliarden Euro ab, im Juni knapp vier Milliarden, in der ersten Augusthälfte weitere drei Milliarden. Hintergrund ist laut "Washington Post" die Angst, Wladimir Putin könnte private Guthaben beschlagnahmen, um den Ukraine-Krieg zu finanzieren.

Wladimir Putin gesteht überraschend Rückschläge ein

Bei einer Sitzung des Rates für strategische Entwicklung brach der Kremlchef laut "Daily Star" in dieser Woche mit seiner gewohnten Rhetorik. Vor versammeltem Kabinett bezeichnete er ukrainische Angriffe auf Industrie- und Infrastrukturanlagen zwar als "Terroranschläge", gab jedoch zu: "Aber sie schaden uns natürlich, das ist offensichtlich, wir verstehen, sehen und wissen das." Gleichzeitig behauptete er, kritische Konsequenzen könne es durch solche Attacken nicht geben.

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