Steckt Wladimir Putin dahinter?: Sprengstoff-Drohne im Schwarzen Meer bei Gasförderplattform abgeschossen
Unweit der Gasförderplattform "Neptun Alpha" im Schwarzen Meer ist eine mit Sprengstoff beladene Seedrohne entdeckt worden. Die rumänische Luftwaffe reagierte sofort mit Abschuss - hat Wladimir Putin seine Finger im Spiel?
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Drohnen-Alarm im Schwarzen Meer: Rumänisches Militär vermeldet Abschuss
- Sprengstoff-Drohne kamGasförderplattform "Neptun Alpha" gefährlich nahe
- Rumänischer Präsident macht Wladimir Putin für Drohnen-Angriff verantwortlich
Die rumänische Luftwaffe hat am Morgen des 20. August eine mit Sprengstoff beladene Seedrohne im Schwarzen Meer abgeschossen. Das unbemannte Objekt trieb nur wenige hundert Meter von der Gasförderplattform "Neptun Alpha" entfernt, als es entdeckt wurde, wie unter anderem bei "Focus online" zu lesen ist. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich mehrere Hundert Arbeiter auf der Anlage. Nun liegt der Verdacht nahe, dass Wladimir Putin hinter der Drohnen-Attacke stecken könnte.
Drohnen-Alarm im Schwarzen Meer: Rumänischer F-16-Kampfjet macht Seedrohne unschädlich
Ein F-16-Kampfjet zerstörte die Drohne mit seiner Bordkanone, wie das Verteidigungsministerium in Bukarest mitteilte. Verteidigungsminister Radu Miruță erklärte, das Objekt sei mit Sprengstoff bestückt gewesen und stamme nicht aus der Ukraine. Rumäniens Präsident Nicușor Dan machte umgehend Russland für den Vorfall verantwortlich und sprach von einer "Eskalation verantwortungsloser Vorfälle" durch Wladimir Putin.
Hat Wladimir Putin seine Finger im Spiel? Sprengstoff-Drohne kam Gasförderplattform nahe
Den Ablauf des Einsatzes schilderte das Verteidigungsministerium im Detail: Ein Handelsschiff hatte die im Wasser treibende Seedrohne am Morgen des 20. August 2026 rund 80 Seemeilen östlich der Hafenstadt Constanța bemerkt und sofort gemeldet. Daraufhin richtete das Ministerium einen Krisenstab ein.
Nach Abstimmung mit Präsident Dan erhielten zwei F-16-Jets die Freigabe zum Start. Einer der Piloten nahm die Drohne mit der Bordkanone unter Beschuss und traf das Ziel. Parallel rückte ein Schiff der Küstenwache aus, an dessen Bord sich ein Kampfmittelbeseitigungsteam der rumänischen Marine befand. Die Spezialisten zerstörten die Überreste der Seedrohne endgültig und sicherten sie für weitere Untersuchungen.
Präsident Dan dankt Piloten und attackiert Moskau
Nach der erfolgreichen Zerstörung der Drohne gratulierte Nicușor Dan den beteiligten Piloten sowie der gesamten Armee. Auch die Küstenwache hob er für ihre schnelle Reaktion hervor. Der 56-jährige Staatschef bezeichnete den Militäreinsatz als ein "Rennen gegen die Zeit", bei dem der Schutz der Menschenleben auf der Plattform höchste Priorität gehabt habe.
Gleichzeitig richtete Dan scharfe Vorwürfe an die Adresse Moskaus. Auf der Plattform X verurteilte er die "Eskalation verantwortungsloser Vorfälle" durch die Russische Föderation. Rumänien werde sich gemeinsam mit seinen Nato-Verbündeten weiterhin verteidigen und "derartige Provokationen abwehren", erklärte er laut der rumänischen Nachrichtenagentur Mediafax.
Felicit Armata Română și piloții celor două avioane de vânătoare F-16 românești pentru succesul misiunii de distrugere a dronei marine aflate în apropierea platformei Neptun Deep din Marea Neagră. Felicit și Garda de Coastă pentru promptitudinea cu care a semnalat prezența dronei… pic.twitter.com/iq8dVkcoXH
— Nicușor Dan (@NicusorDanRO) August 20, 2026
Wurde die Gasförderplattform "Neptun Alpha" von russischen Drohnen attackiert?
Die bedrohte Plattform "Neptun Alpha" ist Teil des Offshore-Förderprojekts "Neptun Deep" im rumänischen Abschnitt des Schwarzen Meeres. Es handelt sich um das bedeutendste Erdgasvorhaben des Landes. Hinter dem Projekt stehen zu gleichen Anteilen Petrom, eine Tochtergesellschaft des österreichischen Energiekonzerns OMV, sowie der staatliche rumänische Gaskonzern Romgaz.
Die Förderung soll 2027 anlaufen. Damit würde Rumänien zum größten Erdgasproduzenten innerhalb der Europäischen Union aufsteigen. Dass die sprengstoffbeladene Drohne ausgerechnet in unmittelbarer Nähe dieser strategisch bedeutsamen Infrastruktur auftauchte, während Hunderte Beschäftigte auf der Anlage arbeiteten, unterstreicht die Brisanz des Vorfalls.
Wladimir Putin und seine hybride Kriegsführung von EU scharf verurteilt
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ordnete den Vorfall als Akt "hybrider Kriegsführung" ein. Auf der Plattform X schrieb sie: "Derzeit findet eine eskalierende Drohkampagne statt, die unsere Bürger verunsichert und darauf abzielt, unsere Union zu spalten."
Today, Romania destroyed a naval drone carrying explosives near its Neptun Deep platform in the Black Sea.
— Ursula von der Leyen (@vonderleyen) August 20, 2026
An escalating campaign of threats is underway, unsettling our citizens and seeking to divide our Union.
This is hybrid warfare.
The founding mission of our Union is to…
Der Zwischenfall reiht sich in eine Serie ähnlicher Ereignisse in osteuropäischen NATO-Staaten ein. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine vor fast viereinhalb Jahren registrierte Rumänien wiederholt Drohnenüberflüge und sogar Abstürze auf eigenem Territorium. Auch Polen und die baltischen Staaten meldeten in der Vergangenheit regelmäßig vergleichbare Vorfälle. Zuletzt hatte zudem der Fund einer sprengstoffbeladenen Drohne am Leipziger Flughafen für erhebliche Beunruhigung gesorgt.
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loc/news.de/dpa/stg
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