Ukraine-Krieg: Ukraine: Chmara als neuer Verteidigungsminister bestätigt

Seit Wochen gibt es in der Ukraine Proteste gegen die Entlassung von Mychajlo Fedorow als Verteidigungsminister. Nun hat Präsident Selenskyj seinen Kandidaten im Parlament durchgesetzt.

Erstellt von - Uhr

Täglich bestens informiert mit den aktuellen Politik-Nachrichten auf news.de (Symbolbild). (Foto) Suche
Täglich bestens informiert mit den aktuellen Politik-Nachrichten auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / Microgen

In der Ukraine hat das Parlament den von Präsident Wolodymyr Selenskyj vorgeschlagenen Geheimdienstler Jewhenij Chmara zum neuen Verteidigungsminister gewählt. Damit endet eine wochenlange Hängepartie, in der Chmara nur geschäftsführend tätig war und seine Wahl als unsicher galt. Selenskyj hatte den populären Mychajlo Fedorow als Verteidigungsminister entlassen und damit eine Regierungskrise sowie Proteste ausgelöst.

Fedorow selbst kritisierte immer wieder Korruption in dem Land und forderte, wieder als Verteidigungsminister eingesetzt zu werden. Er gilt als Konkurrent Selenskyjs bei einer künftig möglichen Präsidentenwahl in dem Land.

Gemäß Verfassung hat der Präsident das Vorschlagsrecht für den Posten des Verteidigungs- und des Außenministers. Im Amt des Chefdiplomaten bestätigte die Oberste Rada in Kiew erwartungsgemäß Andrij Sybiha.

Minister Chmara leitete zuvor den Geheimdienst SBU geschäftsführend. Er gilt als Experte für Drohneneinsätze im russischen Hinterland und hat den Rang eines Generalmajors inne.

Vorgänger Fedorow hatte das Ministerium erst im Januar übernommen. Die Entlassung des als Reformers geltenden Fedorow wurde von Protesten in Kiew und anderen Städten begleitet. Seit dem russischen Einmarsch vom Februar 2022 wird der Verteidigungsminister bereits zum vierten Mal ausgewechselt.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Weitere aktuelle News im Ressort "Politik":

/roj/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.