Emmanuel Macron: Wirbel um pikante Urlaubsfotos - das sollte keiner sehen

Nicht das beste Timing für Sommerspaß. Während Feuerwehrleute gegen verheerende Waldbrände kämpfen und eine Hitzewelle das Land im Griff hält, zeigen Fotos Emmanuel Macron auf dem Jetski vor seiner Sommerresidenz an der Côte d'Azur.

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Emmanuel Macron hat mit seinen unfreiwilligen Urlaubsbildern für Schlagzeilen gesorgt. (Foto) Suche
Emmanuel Macron hat mit seinen unfreiwilligen Urlaubsbildern für Schlagzeilen gesorgt. Bild: picture alliance/dpa/Pool AFP/AP | Kenzo Tribouillard
  • Emmanuel Macron: Wirbel um Urlaubsbilder eskaliert in Frankreich
  • "Apokalyptischer Sommer" - die Linke geht auf Macron los
  • Emmanuel Macron von allen Seiten attackiert
  • Keiner sollte Macron sehen: Élysée-Palast spricht von heimlichen Aufnahmen

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, um dessen Frau Brigitte es zuletzt Eifersuchts-Schlagzeilen gab, hat mit Urlaubsbildern aus seiner Sommerresidenz Fort de Brégançon in Südfrankreich einen politischen Sturm ausgelöst. Die in der Wochenzeitung "Paris Match" veröffentlichte Fotoreportage zeigt den Staatschef beim Jetski-Fahren - und das ausgerechnet in einem Sommer, in dem das Land von verheerenden Waldbränden und extremer Hitze heimgesucht wird.

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Emmanuel Macron: Wirbel um Urlaubsbilder eskaliert in Frankreich

Quer durch das politische Spektrum hagelte es laut "t-online" Kritik an den Aufnahmen. Von links bis rechts bezeichneten Politikerinnen und Politiker die Bilder als deplatziert. Während weite Teile des Landes unter den Folgen der Hitzewelle ächzen und Feuerwehrleute gegen die Flammen kämpfen, präsentiert sich der Präsident beim Wassersport - ein Kontrast, der für erheblichen Unmut sorgt.

"Apokalyptischer Sommer" - die Linke geht auf Macron los

Besonders heftig fiel die Reaktion aus dem linken Lager aus. Marine Tondelier, Vorsitzende der Grünen, wetterte am Freitag auf der Plattform X, Frankreich durchlebe einen "apokalyptischen Sommer" - und "unser Präsident gönnt sich einen Werbeartikel über seinen Urlaub in der Wochenzeitung 'Paris Match'".

Bereits einen Tag zuvor hatte Olivier Faure, der Chef der Sozialistischen Partei, scharfe Worte gefunden. "Während der Hitzewelle, während Frankreich brennt und ein Teil der Franzosen nicht in den Urlaub fahren konnte, vergnügt sich der Präsident in Brégançon beim Jetski", so Faure. Sein trockener Kommentar dazu: "Das ist wirklich gelungen."

Emmanuel Macron von allen Seiten attackiert

Doch die Empörung beschränkt sich keineswegs auf das linke Spektrum. Edwige Diaz, Abgeordnete des rechtspopulistischen Rassemblement National, bewertete die Aufnahmen des Präsidenten im Gespräch mit dem Radiosender France Info als "unangemessen". Gleichzeitig relativierte sie: Jeder habe "das Recht, Urlaub zu machen", und es gebe "wichtigere Themen".

Deutlich weniger diplomatisch äußerte sich der kommunistische Senator Pierre Ouzoulias gegenüber dem Sender Europe 1. "Das ist Politik, wie ich sie nicht mag", erklärte er. Statt auf dem Jetski hätte er den Präsidenten lieber "in einem Feuerwehrwagen" gesehen, um den Einsatzkräften bei der Brandbekämpfung beizustehen. "Dort hätte er hingehört", so Ouzoulias.

Keiner sollte Macron sehen: Élysée-Palast spricht von heimlichen Aufnahmen

Aus dem Umfeld des Präsidenten hieß es, der Fotograf habe für seine Reportage über keinerlei Genehmigung verfügt. "Seit neun Jahren tauchen jedes Jahr heimlich aufgenommene Fotos des Präsidenten auf", teilte die Präsidentschaft mit - ein Versuch, die Verantwortung für die unglückliche Bilderstrecke von sich zu weisen.

Zugleich bemühte sich Macrons Entourage, das Bild des entspannten Urlaubers zurechtzurücken. Laut dem Bericht in "Paris Match" sei der Aufenthalt in Brégançon durchaus "arbeitsreich" gewesen. In der Residenz sei eigens ein Büro eingerichtet worden, und der Präsident verbringe seine Tage überwiegend am Telefon.

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