Melania Trump: First Lady hat "eindeutig Informationen" - jetzt soll Melania unter Eid aussagen

Ein demokratischer Abgeordneter will einen Präzedenzfall nutzen, um Melania Trump unter Eid zum Fall Epstein zu befragen. Und die First Lady hat mit ihrer eigenen Forderung nach öffentlichen Anhörungen die Einladung praktisch selbst ausgesprochen.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Melania Trump soll im Epstein-Fall aussagen. (Foto) Suche
Melania Trump soll im Epstein-Fall aussagen. Bild: picture alliance/dpa/ZUMA Press Wire | Andrew Leyden
  • Melania Trump soll Vorladung erhalten: First Lady hat "eindeutig Informationen"
  • Melania Trump soll über Epstein aussagen - dank Präzedenzfall
  • Melania Trump liefert Steilvorlage für eigene Vorladung

Der demokratische US-Abgeordnete Robert Garcia aus Kalifornien hat angekündigt, nach den US-Vorwahlen im Herbst eine umfassende Epstein-Untersuchung im Repräsentantenhaus einzuleiten - und dabei auch First Lady Melania Trump, die zuletzt mit auffälliger Abwesenheit für Schlagzeilen sorgte, per Vorladung zum Aussagen zu bewegen.

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Melania Trump soll Vorladung erhalten: First Lady hat "eindeutig Informationen"

Als ranghöchster Demokrat im Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses rechnet Garcia damit, nach einem erwarteten Machtwechsel in der Kammer die nötigen Befugnisse für solche Vorladungen zu erhalten. In einem Podcast-Gespräch mit der Anwältin Katie Phang machte Garcia unmissverständlich klar, dass die Ehefrau von US-Präsident Donald Trump seiner Überzeugung nach über relevantes Wissen verfügt. "Es besteht kein Zweifel, dass wir mit der First Lady sprechen wollen. Melania hat eindeutig Informationen", so Garcia. Phang bezeichnete die Ankündigung als "Bombe" und stellte fest: "Ganz oben auf dieser Liste steht eine Frau namens Melania Trump."

Melania Trump soll über Epstein aussagen - dank Präzedenzfall

Garcia stützt seine Strategie auf einen Präzedenzfall, den die Republikaner selbst geschaffen haben. Durch ihre Vorladungen gegen Hunter Biden und Mitglieder der Clinton-Familie hätten sie die Tür dafür geöffnet, auch Angehörige von Präsidenten unter Eid zu befragen. "Die Republikaner haben einen Präzedenzfall gesetzt, dass wir First Ladys, ehemalige First Ladys und Familienmitglieder von Präsidenten vorladen und befragen können", erklärte der Abgeordnete. Diesen Hebel wolle er nun nutzen.

Dass Fragen berechtigt sind, steht für Garcia außer Zweifel. "Es gibt viele Spekulationen darüber, wer wen wann kannte, wer wem wann und wie vorgestellt wurde – und ich denke, das sind berechtigte Fragen", sagte er. Ein Foto aus dem Februar 2000 zeigt Melania gemeinsam mit Trump, Epstein und Ghislaine Maxwell in Mar-a-Lago.

Melania Trump liefert laut Abgeordnetem Steilvorlage für eigene Vorladung

Besonders pikant: Garcia kann sich bei seinem Vorstoß auf Melanias eigene Worte berufen. Bei einer von Phang als "bizarr" bezeichneten Pressekonferenz im April 2026 hatte die First Lady jede Freundschaft mit Epstein bestritten und sich auch nicht als dessen Opfer bezeichnet. Gleichzeitig forderte sie den Kongress jedoch auf, Überlebenden die Möglichkeit zu geben, bei öffentlichen Anhörungen auszusagen.

Für Garcia ist das eine klare Steilvorlage. Die Rede habe deutlich gemacht, dass Melania Trump selbst wolle, dass die Untersuchung vorankomme, so der Abgeordnete. "Das hat sie klargestellt, und deshalb sind wir sehr interessiert." Er appellierte direkt an die First Lady: "Wenn Melania Trump wirklich Gerechtigkeit für die Überlebenden will, dann würde sie mit uns zusammenarbeiten, um die Wahrheit ans Licht zu bringen."

Phang klagt bereits gegen Trumps Justizminister

Anwältin und Journalistin Katie Phang ist in der Epstein-Aufarbeitung bereits juristisch aktiv. Phang führt derzeit eine Klage gegen Donald Trumps Justizminister Todd Blanche, mit der sie die US-Regierung zur gesetzlich vorgeschriebenen Herausgabe bestimmter Epstein-Dokumente zwingen will.

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