Donald Trump: Nächtlicher Ausbruch - Trump-Tirade nicht zu stoppen

In einem nächtlichen Ausbruch beschimpfte Donald Trump seine Kritiker kurzerhand als "Verräter". Zudem inszenierte sich der US-Präsident als Feldherr, spielte Opferzahlen herunter und ließ Beschwerden verzweifelter Matrosen einfach abprallen.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump konnte in einer nächtlichen Tirade wieder einmal nicht an sich halten. (Foto) Suche
Donald Trump konnte in einer nächtlichen Tirade wieder einmal nicht an sich halten. Bild: picture alliance/dpa/AP | Yuki Iwamura
  • Donald Trump posiert plötzlich auf dem Öltanker
  • US-Präsident wischt Matrosen-Kritik vom Tisch
  • Donald Trump geht auf Kritiker los - und blamiert sich komplett

Donald Trump, um den es nach einem Auftritt wieder einmal reichlich Haar-Wirbel gibt, hat in der Nacht einmal mehr eine regelrechte Posting-Flut auf Truth Social losgetreten. Ab dem späten Abend veröffentlichte der US-Präsident eine Reihe von Beiträgen, in denen er sich inmitten der anhaltenden Kritik an seinem Umgang mit dem Militär und dem Iran-Konflikt als entschlossener Oberbefehlshaber inszenierte.

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Donald Trump posiert plötzlich auf dem Öltanker

Unter den zahlreichen Beiträgen befanden sich auch bereits zuvor verwendete KI-Bilder. Eine der Darstellungen zeigt Trump mit einer amerikanischen Flagge auf einem Schiff, während eine iranische Flagge auf dem Deck liegt. Dazu die Überschrift: "Das ist jetzt unser Öltanker!"

In einem weiteren Post präsentierte der Präsident eine Grafik, die die bisherigen 18 gefallenen US-Soldaten im Iran-Konflikt den Opferzahlen anderer amerikanischer Kriege gegenüberstellt - offenkundig mit dem Ziel, die menschlichen Kosten des aktuellen Einsatzes als vergleichsweise gering erscheinen zu lassen.

US-Präsident wischt Matrosen-Kritik vom Tisch

Bereits zuvor hatte sich Trump zu den alarmierenden Zuständen auf der USS Abraham Lincoln geäußert - und die Beschwerden der Besatzung kurzerhand abgetan. Die Matrosen des Flugzeugträgers befinden sich seit fast neun Monaten im Einsatz, wobei Berichte über Suizidversuche und miserable Bedingungen an Bord an die Öffentlichkeit gedrungen waren. Der US-Präsident zeigte sich davon jedoch unbeeindruckt.

Darüber hinaus reagierte Trump auf eine Meldung aus Texas: Gouverneur Greg Abbott hatte verkündet, dass der Flughafen Dallas Fort Worth die Pläne für eine islamische Fußwaschstation streichen werde. Auch dieses Thema griff der Präsident in seiner nächtlichen Posting-Serie auf.

Donald Trump geht auf Kritiker los - und blamiert sich

Den größten Raum in Trumps nächtlicher Offensive nahmen allerdings lange Zitate seiner eigenen Regierungsmitglieder ein, die allesamt sein umstrittenes Bauprojekt im Ostflügel des Weißen Hauses verteidigten.

  • Außenminister Marco Rubio betonte, er werde bei Besuchen im Ausland regelmäßig in "visuell beeindruckenden" Empfangsräumen empfangen, während die USA derzeit nicht in der Lage seien, "Großveranstaltungen vergleichbarer Dimension auf dem Gelände des Weißen Hauses" auszurichten. Das Ostflügel-Projekt sei "essenziell", so Rubio.

Besonders scharf ging der US-Präsident den National Trust for Historic Preservation an, der eine Klage gegen das Ballsaal-Projekt eingereicht hatte.

  • Trump bezeichnete die Denkmalschutzorganisation als "Verräter, die die Klage gegen den Militärkomplex eingereicht haben" und warf ihr vor, "streng geheime militärische Informationen" preisgegeben zu haben.

Gemeint waren Details über einen Bunker, einen Drohnenlandeplatz und die explosionssichere Bauweise der geplanten Anlage, die in Gerichtsdokumenten auftauchten.

  • Der pikante Haken an Trumps Vorwurf: Diese Informationen stammten nicht von den Denkmalschützern, sondern waren von seinem eigenen Justizministerium in die Gerichtsunterlagen eingebracht worden. Die "Verräter" saßen also, wenn überhaupt, in der eigenen Regierung.

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