Donald Trump: "Sie wollen etwas verbergen" - Insider schlägt Alarm wegen Trump

Benzin weit unter dem Großhandelspreis, eine Tankstellenkette mit Trumps Namen verknüpft und venezolanisches Öl, das die US-Regierung fast ohne jede Kontrolle verwaltet - ein ehemaliger Mitarbeiter des Außenministeriums erhebt schwere Vorwürfe.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trumps Tankstellen-Deal sorgt weiterhin für Wirbel. (Foto) Suche
Donald Trumps Tankstellen-Deal sorgt weiterhin für Wirbel. Bild: picture alliance/dpa/AP | Paul Sancya
  • Donald Trump warb für es: Woher kommt das Billig-Benzin?
  • Trump spricht nach Venezuela-Coup von "Kriegsbeute"
  • Donald Trump ist finanziell nicht beteiligt

Ein ehemaliger Experte des US-Außenministeriums für internationale Kriminalität hat schwerwiegende Anschuldigungen gegen die Tankstellenkette Freedom Fuel erhoben, die von US-Präsident Donald Trump öffentlich beworben wird. Jonathan Winer (Ex-Sonderbeauftragter der Vereinigten Staaten für Libyen sowie stellvertretender Staatssekretär für internationale Strafverfolgung) äußerte in der Sendung "Court of History" den Verdacht, dass das Unternehmen mit Venezuelas intransparenten Öleinnahmen in Verbindung stehen könnte.

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Donald Trump warb für es: Woher kommt das Billig-Benzin?

Das Geschäftsmodell der Kette, die Benzin deutlich unter dem Großhandelspreis anbietet, sei "buchstäblich beispiellos in der amerikanischen Geschichte", so Winer. Weder Freedom Fuel noch Donald Trumps Weißes Haus lieferten bislang eine nachvollziehbare Erklärung für die auffällig niedrigen Preise. Washington präsentiert die Kette lediglich als Beleg für den Erfolg von Trumps Energiepolitik.

Trump spricht nach Venezuela-Coup von "Kriegsbeute"

Die Tankstellenkette Freedom Fuel tauchte Ende Juni im Großraum Philadelphia auf und bot Normalbenzin für 3,47 Dollar pro Gallone an. Damit lag der Preis etwa 50 Cent unter dem örtlichen Durchschnitt - und sogar unterhalb der geschätzten Einkaufskosten im Großhandel.

Für Winer ist dieses Preismodell schlicht nicht tragfähig.

  • "Man kann nicht auf mysteriöse Weise Treibstoff zu einem niedrigeren Preis beschaffen und diesen dann dauerhaft anbieten", erklärte er.
  • Eine kurzfristige Werbeaktion sei zwar denkbar, doch ein solches Preisniveau auf Dauer aufrechtzuerhalten, sei schlichtweg unmöglich.
  • Trotzdem konnte bisher niemand schlüssig darlegen, wie Freedom Fuel sämtliche Konkurrenten derart massiv unterbieten kann.

Winer verwies auf einen brisanten Hintergrund:

  • Seit Januar verwaltet die Trump-Regierung venezolanische Öleinnahmen im Rahmen einer sogenannten Treuhänderschaft - nahezu ohne jede öffentliche Rechenschaftspflicht.

Zuvor hatte die US-Regierung eine Operation zur Absetzung des früheren venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro angeführt und dessen Auslieferung wegen Drogenhandelsvorwürfen betrieben. Kurz darauf brüstete sich Trump laut Winer öffentlich mit den Ergebnissen:

  • "Dem Sieger gehört die Beute, und das hier ist die Beute", sagte der Präsident mit Blick auf das venezolanische Öl. Trump fügte hinzu: "Wir bekommen Milliarden."

Donald Trump ist finanziell nicht beteiligt

Winer bezeichnete Freedom Fuel als "ein Patronagenetzwerk, das die Vereinigten Staaten fördern". Er forderte den Kongress auf, Unterlagen des Finanz-, Außen- und Energieministeriums per Vorladung einzuholen, um Licht in die undurchsichtigen Strukturen zu bringen.

Sowohl die Tankstellenkette als auch die Regierung hüllten sich in maximales Schweigen, kritisierte der ehemalige Beamte. Freedom Fuel erkläre nichts, und das Weiße Haus beschränke sich auf die Aussage, dass weder Trump noch seine Familie oder deren Unternehmen finanziell an der Kette beteiligt seien.

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