Donald Trump: Zu viel gesagt? US-Präsident plaudert plötzlich Haar-Geheimnis aus

Vor Polizisten in New York verlor sich Donald Trump in erstaunlich detaillierten Ausführungen über Produkte, die "vier Prozent mehr Haar" versprechen - ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, an dem seine eigene Frisur auffällig voller und dunkler wirkt.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump hat sich sehr detailliert über seine veränderte Haarpracht geäußert. (Foto) Suche
Donald Trump hat sich sehr detailliert über seine veränderte Haarpracht geäußert. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Donald Trump macht überraschende Haarbeichte
  • Donald Trump nahm ein Haarausfall-Medikament
  • Weißes Haus schweigt zu Donald Trumps Haarpracht
  • Die Geheimnisse hinter der berühmtesten Frisur der Welt

Bei einer Rede vor Polizeibeamten im New Yorker Garden City hat US-Präsident Donald Trump, dessen Verhalten einen Facharzt zuletzt besorgte, für Verwunderung gesorgt - und zwar nicht wegen seiner politischen Aussagen, sondern wegen eines überraschend detaillierten Exkurses über Haarprodukte. Der 80-Jährige kam auf das Thema zu sprechen, als er über Diebstahlschutz in Drogerien und abgesperrte Regale redete.

Weitere Artikel über Donald Trump finden Sie unter diesem Text.

Donald Trump macht überraschende Haarbeichte

Dabei wurde Donald Trump auffällig konkret und sprach über Produkte, die den Eindruck von "vier Prozent mehr Haar" vermitteln würden. Videos der kuriosen Szene sind beim Netzwerk X zu sehen. Die ungewöhnlich spezifischen Haar-Ausführungen ließen aufhorchen - zumal Trumps Frisur zuletzt ohnehin für Gesprächsstoff sorgte.

Tatsächlich stand das Haupthaar des US-Präsidenten in der vergangenen Woche unter besonderer Beobachtung. Bei einem Auftritt in Las Vegas fiel auf, dass seine Frisur deutlich voluminöser als gewöhnlich wirkte. Nur Tage später schien der Farbton merklich dunkler zu sein.

Donald Trump nahm ein Haarausfall-Medikament

Besonders brisant: Während seiner ersten Amtszeit führten Trumps medizinische Unterlagen das Haarausfall-Medikament Propecia als Teil seiner Medikation auf. Seit seinem erneuten Amtsantritt taucht das Präparat jedoch in keinem der öffentlich zugänglichen Arztberichte mehr auf. Angesichts der sichtbaren Veränderungen seiner Haarpracht und der gleichzeitig verschwundenen Propecia-Erwähnung drängt sich die Frage auf, ob der US-Präsident möglicherweise auf andere Methoden umgestiegen ist.

Weißes Haus schweigt zu Donald Trumps Haarpracht

Auf die fehlende Propecia-Erwähnung in den aktuellen Gesundheitsberichten angesprochen, reagierte das Weiße Haus nach einem Bericht im Juni ausweichend. Der veröffentlichte Bericht enthalte "alle Medikamente, deren Offenlegung zum jetzigen Zeitpunkt als klinisch relevant erachtet wird", hieß es in einer Stellungnahme. Darüber hinaus seien "keine zusätzlichen, nicht offengelegten Erkrankungen oder Eingriffe, die seinen Gesundheitszustand wesentlich betreffen, aus diesem Bericht ausgelassen worden".

Die Formulierung lässt allerdings Spielraum: Ob Trump das Mittel gegen Haarausfall schlicht abgesetzt hat oder ob es lediglich nicht mehr als "klinisch relevant" eingestuft wird, bleibt offen.

Donald Trump: Die Geheimnisse hinter der berühmtesten Frisur der Welt

Dass Trumps Haarpracht eine aufwendige Konstruktion ist, ist seit Jahren ein offenes Geheimnis. In seinem 2018 erschienenen Buch "Fire and Fury" über die Trump-Regierung schilderte Autor Michael Wolff, wie Ivanka Trump Freunden die komplizierte Technik hinter der väterlichen Frisur erklärt haben soll: eine vollständig kahle Kopfhaut, umgeben von einem Haarkranz an den Seiten und vorne, von dem aus sämtliche Strähnen zur Mitte hochgezogen, nach hinten gekämmt und mit Festigungsspray fixiert würden.

Wie die "New York Times"-Reportern Maggie Haberman und Jonathan Swan in ihrem Nuch "Regime Change" schreiben,sei zudem stets eine Schere in Griffweite - offenbar für spontane Korrekturen am präsidialen Haupthaar.

Lesen Sie außerdem noch diese Artikel:

/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.