Wladimir Putin: Trump als "Glücksfall" für den Kremlchef - Experte warnt vor Angriff auf die Nato
Wird Wladimir Putin bereits in wenigen Wochen einen militärischen Vorstoß gegen die Nato wagen? Der Kölner Politikwissenschaftler Thomas Jäger hält entsprechende Warnungen für schlüssig - auch wegen des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump.
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
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- Kölner Politikwissenschaftler warnt vor Putin-Angriff auf die Nato während Donald Trumps Präsidentschaft
- Der amtierende US-Präsident sei für den Kremlchef "sein Glücksfall"
- Laut dem Experten will Putin mit einem begrenzten Vorstoß den Zusammenhalt der Nato testen
US-Geheimdienste haben vor wenigen Tagen vor einem russischen Angriff auf die Nato gewarnt, der bereits im Herbst 2026 erfolgen könnte. Doch wie ernst ist die Bedrohung durch Wladimir Putin tatsächlich zu nehmen? Der Kölner Politikwissenschaftler Thomas Jäger gab dazu nun seine Einschätzung in der "Focus"-Sendung "Die Weltlage".
Donald Trump ein "Glücksfall" für Putin? Experte warnt vor russischem Angriff auf die Nato
Der Experte hält es ebenfalls für möglich, dass Wladimir Putin das westliche Verteidigungsbündnis noch während Donald Trumps Präsidentschaft auf die Probe stellen könnte. Dies sei eine"begründete Erwartung" – keineswegs Schwarzmalerei. Für den Kremlchef sei der aktuelle US-Präsident "sein Glücksfall". Dass Putin diese Gelegenheit ungenutzt verstreichen lasse, glaubt der Experte nicht. Große prognostische Fähigkeiten brauche man dafür nicht – Putin wolle es schlicht wissen.
Russland könnte Zusammenhalt der Nato testen wollen laut Politikwissenschaftler Thomas Jäger
Laut Jäger gehe es Moskau dabei nicht um territoriale Expansion. Warnungen aus Serbien, dass man vor einem größeren Krieg stehe, bezeichnete er als "Alarmismus". Ein begrenzter militärischer Vorstoß solle vielmehr eine zentrale Frage beantworten: "Wie stark hält die Nato denn zusammen?" Putin wolle herausfinden, ob Washington und die übrigen Bündnispartner einem angegriffenen Mitgliedsstaat tatsächlich beistehen würden.
Entpuppt sich US-Präsident Donald Trump für den Kreml als "Feigling"?
Den Anreiz für dieses Experiment erhöhe Trumps Image in Russland erheblich: "Je stärker sich in der Beobachtung des amerikanischen Präsidenten die Einschätzung verfestigt, dass er am Ende immer einknickt, dass er ein Feigling ist, dass er zwar groß redet, aber am Ende nicht handelt, desto größer ist der Reiz, den man im Kreml verspürt, genau das auszutesten."
Moskau will Europäer einschüchtern
Moskaus Drohgebärden ordnet Jäger als gezielte Einschüchterungsrhetorik ein. Die Botschaft an Europas Bevölkerung laute im Kern: "Haltet euch raus, dann passiert euch nichts. Mischt euch ein und ihr werdet Probleme bekommen." Sich herauszuhalten werde jedoch Probleme bringen, während ein frühzeitiges Eingreifen die Bedrohung laut dem Experten eindämmen könne.
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