Donald Trump: Experte spricht von "roten Zahlen" - Trump-Misere nicht zu stoppen

Für Donald Trump wird ausgerechnet sein Paradethema zum größten Problem. Weniger Jobs, ein massiver Vertrauenseinbruch seit Amtsantritt - und selbst die Fußball-WM im eigenen Land konnte den Absturz am US-Arbeitsmarkt nicht bremsen.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Neue Arbeitsmarktzahlen sollten Donald Trump zu denken geben. (Foto) Suche
Neue Arbeitsmarktzahlen sollten Donald Trump zu denken geben. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Donald Trump muss Rückschlag am Arbeitsmarkt hinnehmen
  • Donald Trump stürzt ab: Amerikaner entziehen "The Don" das Vertrauen
  • Zölle, Energiepreise und Krieg bringen Trump in Bedrängnis

Keine guten Nachrichten für Donald Trump - und das nach seiner jüngsten Blamage vor Gericht. Die US-Wirtschaft hat im Juli 23.000 Arbeitsplätze eingebüßt - ein Ergebnis, das die Prognosen der Ökonomen regelrecht pulverisiert. Statt des erwarteten Zuwachses von 83.000 bis 95.000 Stellen weist der Bericht des Bureau of Labor Statistics ein klares Minus aus.

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Donald Trump muss Rückschlag am Arbeitsmarkt hinnehmen

Für Donald Trump, der seine ökonomische Kompetenz stets als Markenzeichen inszeniert, kommen die Zahlen zur denkbar ungünstigsten Zeit. Der US-Präsident, der sich gerne als Jobmotor der Nation präsentiert, muss sich nun mit einer Realität auseinandersetzen, die seiner Selbstdarstellung widerspricht.

Besonders brisant: Die desaströsen Juli-Daten stehen nicht isoliert da, sondern reihen sich in einen besorgniserregenden Abwärtstrend ein, der auch die Vormonate erfasst hat.

Donald Trump stürzt ab: Amerikaner entziehen "The Don" das Vertrauen

CNN-Datenexperte Harry Enten untermauerte das düstere Bild jüngst mit Umfragewerten, die für den US-Präsidenten verheerend ausfallen. Trumps Netto-Zustimmung beim Thema Beschäftigungspolitik liegt demnach bei minus 22 Punkten - ein dramatischer Absturz, wenn man bedenkt, dass er im Januar 2025 zu Beginn seiner zweiten Amtszeit noch bei plus neun Punkten stand. Der Rückgang um insgesamt 31 Punkte ist umso bemerkenswerter, als Trump während seiner ersten Präsidentschaft im August 2018 sogar einen Wert von plus zehn Punkten verzeichnete.

"Beim Thema Arbeitsplätze befindet sich Präsident Trump gerade sehr deutlich, ich wage es zu sagen, in den roten Zahlen", kommentierte Enten die Ergebnisse, die unter anderem auf Reuters/Ipsos-Erhebungen basieren.

Zwei Drittel der Amerikaner sehen schwarz auf dem Jobmarkt

Die Stimmung in der Bevölkerung hat sich in rasantem Tempo verschlechtert. Eine Gallup-Erhebung ergab, dass 63 Prozent der US-Bürger den Zeitpunkt für die Suche nach einer guten Stelle als ungünstig bewerteten. Noch im Januar 2025 lag dieser Wert bei lediglich 45 Prozent. Gleichzeitig schrumpfte der Anteil derjenigen, die optimistisch auf den Arbeitsmarkt blicken, drastisch: Nur noch 33 Prozent hielten es für einen guten Zeitpunkt, eine neue Beschäftigung zu finden - gegenüber 48 Prozent zu Beginn des vergangenen Jahres. Entens Urteil fiel unmissverständlich aus: "Diese Zahlen sind absolut furchtbar."

Die Misere beschränkt sich keineswegs auf den Juli. Auch die Beschäftigungszahlen der Vormonate wurden vom Bureau of Labor Statistics erheblich nach unten korrigiert. Besonders auffällig ist der Stellenabbau im Gastgewerbe und Freizeitsektor - ausgerechnet in einem Monat, in dem die Fußball-Weltmeisterschaft auf US-Boden einen regelrechten Touristenboom auslöste. Dass selbst dieses Großereignis den Jobverlust in der Branche nicht verhindern konnte, unterstreicht die Tiefe der Probleme.

Zölle, Energiepreise und Krieg bringen Trump in Bedrängnis

Als Hauptursachen für die enttäuschende Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt gelten erneut verhängte Zölle, gestiegene Gaspreise sowie die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Konfliktes. Diese Faktoren treiben die Kosten für Unternehmen in die Höhe und bremsen Neueinstellungen spürbar aus.

Für Trump dürften die Zahlen politisch hochexplosiv sein. Der Einbruch bei der Zustimmung zum Thema Beschäftigung zeigt, dass die Bevölkerung die wirtschaftlichen Schwierigkeiten zunehmend dem US-Präsidenten zuschreibt - jenem Mann, der ökonomischen Erfolg zum Kern seiner politischen Identität gemacht hat.

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