Ivanka Trump: Wirbel für Ehemann Jared - ein Brief bringt ihn in Bedrängnis

Neuer Wirbel bei Ivanka Trump. Die Firma ihres Mannes Jared Kushner behauptet, von Streitigkeiten rund um ein Milliarden-Dollar-Resort in Albanien nichts gewusst zu haben - doch ein vielsagender Brief erzählt eine völlig andere Geschichte.

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Für Ivanka Trump gibt es neuen Wirbel. (Foto) Suche
Für Ivanka Trump gibt es neuen Wirbel. Bild: picture alliance/dpa/KEYSTONE | Alessandro Della Valle
  • Ivanka Trump: Wirbel für Ehemann Jared
  • Sicherheitskräfte gehen auf Dorfbewohner los
  • Ivanka Trump gießt Öl ins Feuer

Dorfbewohner der albanischen Halbinsel Zvërnec haben Jared Kushners Immobilienfirma offenbar schon vor knapp zwei Jahren schriftlich darüber informiert, dass das Land für sein geplantes Luxusresort unrechtmäßig enteignet worden sei. Das geht aus einem Brief hervor, über den das "Wall Street Journal" berichtet. Die Bewohner machten darin deutlich, dass das Grundstück Gegenstand jahrzehntelanger Gerichtsverfahren sei und "dem Dorf und seinen Einwohnern gehört".

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Ivanka Trump: Wirbel für EhemannJared Kushner

Diese Enthüllung steht in direktem Widerspruch zu den Aussagen von Kushners Projektgesellschaft Sazan Real Estate. Deren Vorsitzender Asher Abehsera hatte gegenüber dem "Wall Street Journal" erklärt: "Wir haben keinerlei Streitigkeiten gesehen oder davon erfahren." Dabei waren die Landkonflikte laut "The Daily Beast" regelmäßig in lokalen Medien thematisiert worden.

Das Resortprojekt auf der Halbinsel Zvërnec soll eine luxuriöse Ferienanlage umfassen. Den Grundstücksdeal schloss Kushners Firma mit einem Mann, dem die Dorfbewohner in ihrem Brief vorwarfen, historische Grundbucheinträge gefälscht zu haben, um sich das Land anzueignen.

Trotz dieser Warnungen brachte Sazan Real Estate die Vereinbarung zum Abschluss. Kurz darauf geriet der mutmaßliche Betrüger ins Visier der albanischen Staatsanwaltschaft. Die Ermittler werfen ihm Geldwäsche, die Fälschung historischer Eigentumsurkunden sowie die Zugehörigkeit zu einem internationalen Drogenring vor. Dass Kushners Unternehmen ausgerechnet mit einer derart belasteten Figur Geschäfte machte - und das trotz des ausdrücklichen Hilferufs der Dorfgemeinschaft -, wirft erhebliche Fragen über die Sorgfaltspflichten bei diesem Milliardenprojekt auf.

Sicherheitskräfte gehen auf Dorfbewohner los

Ende Mai eskalierte die Situation vor Ort dramatisch. Als Bulldozer anrückten und Stacheldrahtzäune an den Stränden errichtet wurden, formierte sich massiver Widerstand unter den Anwohnern. In einem Video, das sich rasant in sozialen Netzwerken verbreitete, ist zu sehen, wie private Sicherheitsleute des Kushner-Projekts einen Dorfbewohner ins Gesicht schlagen und über den Sand schleifen. Die Aufnahmen machten den Bauplatz zum politischen Pulverfass. Wochenlange Demonstrationen folgten, bei denen die Bewohner von Zvërnec gegen den Verlust ihres Landes protestierten.

Ivanka Trump gießt Öl ins Feuer

Die Kontroverse hat auch eine handfeste politische Dimension. Im Dezember 2024 peitschte das albanische Parlament eine Gesetzesänderung durch, die Bauvorhaben in ökologisch sensiblen Gebieten ermöglicht - eine Voraussetzung für Kushners Resortpläne. Hinweise darauf, dass Kushner selbst auf die Gesetzgebung Einfluss genommen hätte, gibt es nicht.

Dennoch erhob Oppositionsführer Sali Berisha schwere Vorwürfe gegen Premierminister Edi Rama. Dieser habe möglicherweise versucht, sich durch die Genehmigung des Projekts "politischen Einfluss" bei Trump zu erkaufen. Zusätzliches Öl ins Feuer goss Ivanka Trump mit einem Podcast-Auftritt, in dem sie schilderte, wie sie und Kushner die Insel Sazan bei einem Schwimmausflug von einer Freundesyacht aus entdeckt hätten. Sie wolle die Insel mit "Zurückhaltung transformieren" - eine Formulierung, die heftige Gegenreaktionen auslöste.

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