Donald Trump: Enger Vertrauter lässt Trump sitzen - über die Gründe schweigt er

Er half dabei, einen 400-Millionen-Dollar-Jet aus Katar durch ein Verfassungsloch zu manövrieren, sagte niemals "Nein" und machte Trumps aggressivsten Machtausbau juristisch möglich - jetzt räumt David Warrington seinen Posten.

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Donald Trump muss einen weiteren Abgang hinnehmen. (Foto) Suche
Donald Trump muss einen weiteren Abgang hinnehmen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Donald Trump verliert engen Vertrauten in Washington
  • David Warrington sagte niemals "Nein" zu Donald Trump
  • Donald Trump: Mappenträger wird neuer Rechtsberater
  • Donald Trump schweigt über die Gründe für Abgang

Donald Trumps oberster Rechtsberater im Weißen Haus, David Warrington, gibt seinen Posten auf. Der US-Präsident, der zuletzt nach einer Gerichts-Blamage mit einem rätselhaften Kronzeugen für Schlagzeilen sorgte, verkündete über Truth Social, dass der bisherige White House Counsel zum 1. September durch Will Scharf ersetzt wird.

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Donald Trump verliert engen Vertrauten in Washington

Warrington gilt als einer der wichtigsten Architekten hinter Trumps aggressivem Ausbau präsidialer Macht in dessen zweiter Amtszeit. Der 58-jährige Jurist, der zuvor als Trumps persönlicher Anwalt fungierte, gehörte zum engsten Beraterkreis des Präsidenten - unter anderem war er Teil jener kleinen Runde, die in den Tagen vor dem Beginn des Iran-Konflikts mit Trump zusammensaß.

David Warrington sagte niemals "Nein" zu Donald Trump

Warringtons Bedeutung für Donald Trumps zweite Amtszeit lässt sich kaum überschätzen. Laut "New York Times" beriet er den Präsidenten bei der Ausrufung von Notstandsbefugnissen, dem Einsatz von Truppen in amerikanischen Städten, der Abschiebung von Migranten trotz gegenteiliger Gerichtsbeschlüsse sowie bei den weitreichenden Zolloffensiven.

Trumps Wahlkampfmanager Chris LaCivita brachte Warringtons Arbeitsphilosophie im vergangenen September auf den Punkt: "Er beginnt nie mit der Antwort 'Nein'. Stattdessen heißt es: 'Lass uns herausfinden, was im Bereich des Möglichen liegt.'"

Besonders brisant war Warringtons Rolle bei der Annahme eines 400 Millionen Dollar teuren Boeing-747-Jets, den Katar dem Präsidenten im Mai 2025 als Geschenk überreichte. Gemeinsam mit der damaligen Justizministerin Pam Bondi stufte er den Deal als rechtlich unbedenklich ein - obwohl die Verfassung solche Geschenke ausländischer Staatsoberhäupter ohne Zustimmung des Kongresses eigentlich untersagt.

Donald Trump: Mappenträger wird neuer Rechtsberater

Will Scharf, Trumps designierter neuer Rechtsberater, hat sich in der Hauptstadt zunächst einen eher kuriosen Ruf erarbeitet. Seinen Spitznamen "the folder guy" verdankt der 40-Jährige seiner Aufgabe als Staff Secretary, bei der er dem US-Präsidenten während Unterschriftszeremonien die Mappen mit den Executive Orders überreicht.

Doch hinter der unscheinbaren Rolle steckt ein ambitionierter Jurist mit Princeton- und Harvard-Abschluss. Bevor er ins Weiße Haus einzog, kandidierte Scharf 2024 erfolglos als Generalstaatsanwalt in Missouri. Trump ernannte ihn anschließend zum Vorsitzenden der National Capital Planning Commission - nur wenige Tage bevor das Weiße Haus im Juli 2025 die Pläne für einen neuen Ballsaal vorstellte. Unter Scharfs Aufsicht genehmigte die Kommission sowohl den 400 Millionen Dollar teuren Ballsaal als auch einen 100 Millionen Dollar kostenden Triumphbogen in Washington.

Donald Trump schweigt über die Gründe für Abgang

Warum Warrington das Weiße Haus nur wenige Monate vor den Midterm-Wahlen verlässt, ließ Donald Trump offen. Der US-Präsident selbst beschränkte sich auf Lob: Warrington habe "einen wirklich herausragenden Job" geleistet, sowohl als White House Counsel als auch zuvor im Wahlkampf. Er werde nun in die Privatwirtschaft wechseln.

Auch für seinen Nachfolger fand Trump warme Worte. "Ich kenne Will gut!", schrieb er auf Truth Social und verwies auf Scharfs Einsatz in mehreren Verfahren, darunter vor dem Supreme Court, während der "korrupten und illegalen Kampagne der Instrumentalisierung" unter der Biden-Regierung.

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