Igor Korotschenko: Wenn Russland es "für nötig hält" - Putin-Propagandist droht mit Atomschlag

Im russischen Staatsfernsehen wurde erneut mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht. Laut dem Militärexperten Igor Jurjewitsch Korotschenko könne ein solcher Angriff praktisch jederzeit erfolgen. Er nannte bereits mögliche Ziele in der Ukraine.

Erstellt von - Uhr

Ist für Wladimir Putin ein Atomangriff eine ernsthafte Option im Ukraine-Krieg? (Foto) Suche
Ist für Wladimir Putin ein Atomangriff eine ernsthafte Option im Ukraine-Krieg? Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Vyacheslav Prokofyev
  • Nukleardrohung von Militärexperte Igor Jurjewitsch Korotschenko im russischen Staatsfernsehen
  • Laut dem Putin-Propagandisten wird Russland Atomwaffen einsetzen, wann immer man dies "für nötig hält"
  • Forderung nach härteren Angriffen gegen die ukrainische Infrastruktur, um eigene Ziele zu erreichen

Inmitten von aktuellenWarnungen amerikanischer Geheimdienste, dass Wladimir Putin die Nato bereits in wenigen Wochen angreifen könnte, werden im russischen Staatsfernsehen unfassbare Drohungen laut. Dabei schrecken die Kreml-Propagandisten erneut nicht davor zurück, den Einsatz von Atomwaffen ins Spiel zu bringen.

Neue Atom-Drohung im russischen Staatsfernsehen

Wie aktuell der "Daily Express" berichtet, sagte der Militärexperte Igor Jurjewitsch Korotschenko in der Sendung "60 Minuten",Russland werde Atomwaffen einsetzen, wann immer man dies "für nötig hält". Als konkretes Ziel nannte der Chefredakteur des Magazins "Nationale Verteidigung" die Transportlogistik in der Westukraine. Damit würden Nachschubwege für die ukrainischen Streitkräfte ins Visier genommen. "Das russische Volk wartet auf neue Schläge gegen die Nazi-Ukraine", fügte der Propagandist hinzu und bekräftigte die volle Unterstützung für den "Obersten Befehlshaber" Wladimir Putin.

Putin-Propagandist Igor Korotschenko fordert noch härtere Angriffe

Laut Korotschenko erwarte die russische Bevölkerung angeblich, dass die Angriffe auf die Ukraine "härter" würden. Je stärker man die gegnerische Infrastruktur zerstöre, desto einfacher könnten die eigenen Truppen "vorrücken, sich verteidigen und Operationen in der Zone der militärischen Spezialoperation durchführen". Weiter sagte er dazu: "Je häufiger, härter und effektiver wir die Ukraine, ihre Transportlogistik, Infrastruktureinrichtungen und den militärisch-industriellen Komplex angreifen, desto schneller werden wir die Ziele und Aufgaben erreichen, die unseren Streitkräften gestellt wurden."

Russland bombardiert Kiew - mindestens 21 Tote bei Angriffen auf die Ukraine

Ob Putin tatsächlich den Einsatz von Atomwaffen in der Ukraine in Erwägung zieht, ist seit vielen Monaten unter Experten umstritten. Der Kremlchef scheint jedoch weiterhin nicht ernsthaft an einer friedlichen Lösung des Konflikts interessiert. Bei einem nächtlichen Bombardement mit ballistischen Raketen und Drohnen kamen laut "Daily Express" in dieser Woche in der Ukraine mindestens 21 Menschen ums Leben. Kiew und die umliegende Region waren am schwersten betroffen – allein dort starben 17 Menschen, was den Angriff zum verheerendsten seit Jahresbeginn macht. Auch andere Landesteile blieben nicht verschont: In Charkiw wurde ein Mensch getötet, in Donezk forderte der Beschuss drei weitere Todesopfer.

Auch diese News rund um den Ukraine-Krieg könnten Sie interessieren:

/news.de/stg

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.