Donald Trump: Nachfolge-Favorit gerät ins Wanken - Machtkampf um Trump-Erbe
Donald Trump kann 2028 nicht erneut antreten und offenbar hat er bereits eine Wunschlösung für seine Nachfolge. Vizepräsident JD Vance gilt als Favorit, doch seine Traumposition gerät ins Wanken.
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- Donald Trump soll JD Vance als seinen Wunsch-Nachfolger bevorzugen
- Marco Rubio holt in New Hampshire deutlich auf und setzt Vance zunehmend unter Druck
- Bei den Demokraten überrascht Alexandria Ocasio-Cortez, während frühere Favoriten an Boden verlieren
Hinter verschlossenen Türen hat Donald Trump offenbar eine klare Präferenz für seine Nachfolge. "Am Ende des Tages müssen wir JD wählen", sagte der US-Präsident laut "Washington Post" bei einem Treffen mit Spendern im Oval Office vor rund zwei Wochen. Das Blatt beruft sich dabei auf zwei mit dem Vorgang vertraute Personen, die anonym bleiben wollten.
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Donald Trump wünscht sich JD Vance als Nachfolger – Vize-Präsident verliert in Umfragen
Öffentlich hält sich Trump allerdings bedeckt und lobt sowohl seinen Vizepräsidenten als auch Außenminister Marco Rubio, ohne sich festzulegen. Doch während der Amtsinhaber im Weißen Haus die Weichen offenbar bereits gestellt hat, bröckelt Vances Dominanz im republikanischen Bewerberfeld spürbar.
In New Hampshire ist sein Vorsprung vor Rubio innerhalb von fünf Monaten von 46 auf nur noch zehn Prozentpunkte zusammengeschmolzen. Auf demokratischer Seite sorgt derweil Alexandria Ocasio-Cortez für Aufsehen – die New Yorker Kongressabgeordnete hat sich dort überraschend an die Spitze gesetzt.
Rubio holt auf und Trump lobt ihn als besten Außenminister aller Zeiten
Die Zahlen aus dem Granite State zeichnen ein deutliches Bild: Laut dem Granite State Poll der University of New Hampshire vom Juli kam Vance unter voraussichtlichen republikanischen Vorwählern auf 36 Prozent, Rubio auf 26 Prozent. Noch im Februar hatte das Verhältnis 53 zu 7 Prozent betragen – ein Rückgang von 17 Punkten für den Vizepräsidenten, während Rubio um 19 Punkte zulegte.
Hinter dieser Verschiebung steckt vor allem Rubios gewachsene Präsenz auf der Weltbühne. Als Chefdiplomat steuerte er die US-Reaktion in Venezuela, vermittelte zwischen Israel und dem Libanon und spielte eine zentrale Rolle im Iran-Konflikt. Ein vielbeachteter Auftritt am Pressepodium des Weißen Hauses verschaffte ihm zusätzliche Aufmerksamkeit. Trump bezeichnete ihn als den besten Außenminister in der Geschichte des Landes. Vance agierte derweil stärker im Hintergrund – als Finanzchef des Republican National Committee sammelte er über 60 Millionen Dollar ein.
AOC überrascht in New Hampshire – Newsom und Harris im freien Fall
Auf der anderen Seite des politischen Spektrums hat sich das Feld ebenfalls kräftig durchgemischt. Im selben Granite State Poll vom Juli führt Alexandria Ocasio-Cortez mit 22 Prozent knapp vor dem früheren Verkehrsminister Pete Buttigieg mit 21 Prozent. Arizonas Senator Mark Kelly folgt mit 9 Prozent, Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom kommt nur noch auf 8 Prozent.
Der Absturz der einstigen Favoriten ist bemerkenswert: Seit Februar hat Newsom sieben Prozentpunkte eingebüßt, die frühere Vizepräsidentin Kamala Harris verlor fünf Punkte und liegt bei mageren 5 Prozent. Ocasio-Cortez legte im gleichen Zeitraum um sieben Punkte zu.
National sieht das Bild allerdings anders aus. Eine Emerson-College-Umfrage vom Mai sah Buttigieg mit 18 Prozent vorn, gefolgt von Newsom mit 16 Prozent. Ocasio-Cortez kam dort auf 11 Prozent – bei 18 Prozent Unentschlossenen bleibt das demokratische Rennen weit offen.
Vance vorn, aber jeder Fünfte ist noch unentschieden
In direkten Duellen gegen die demokratischen Spitzenkandidaten schneidet der Vizepräsident derzeit solide ab. Eine Zogby-Analytics-Erhebung vom Juli sieht Vance mit 45 Prozent vor Ocasio-Cortez (37,6 Prozent) und mit 45,1 Prozent vor Newsom (38,1 Prozent) – jeweils ein Polster von rund sieben Punkten.
Rubio hingegen liegt in denselben Konstellationen deutlich knapper: Gegen Newsom kommt er auf 40,3 zu 36,2 Prozent, gegen Ocasio-Cortez trennen ihn nur noch 0,9 Punkte. Auffällig ist der hohe Anteil Unentschlossener – zwischen 17 und 23 Prozent der Befragten legten sich nicht fest.
Auch die Wettmärkte signalisieren ein enges Rennen. Auf Kalshi trennten Vance (18 Prozent) und Rubio (16 Prozent) am Donnerstag lediglich zwei Punkte. Bei Polymarket lag der Abstand mit 22 zu 13 Prozent zwar größer, doch Vance hatte dort zuletzt fünf Punkte verloren, während Rubio sieben gewann.
Noch hat niemand den Hut in den Ring geworfen
Trotz aller Dynamik in den Umfragen hat bislang kein einziger Kandidat – weder bei den Republikanern noch bei den Demokraten – offiziell eine Bewerbung für 2028 angekündigt. Strategen beider Parteien betonen, dass zunächst die Zwischenwahlen im November 2026 das Feld sortieren dürften.
Der übliche Fahrplan sieht vor, dass potenzielle Bewerber nach den Midterms beginnen, Kampagnenstrukturen aufzubauen und die frühen Vorwahlstaaten zu bereisen. Formelle Kandidaturen werden im Laufe des Jahres 2027 erwartet, bevor Anfang 2028 die ersten Vorwahlen stattfinden. Der Wahltag fällt auf den 7. November 2028.
Vance selbst hat keine Kandidatur verkündet. Da Trump verfassungsgemäß keine weitere Amtszeit anstreben kann, gilt der Vizepräsident jedoch als natürlicher Anwärter auf die Spitzenposition der Republikaner – erst recht nach dem nun bekannt gewordenen Rückenwind aus dem Oval Office.
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