Wladimir Putin machtlos: Russland in Flammen – Ukraine-Drohnen entfachen verheerende Großbrände
In einer beispiellosen Angriffswelle haben Ukraine-Drohnen sieben Logistikzentren des russischen Großkonzerns "Wildberries" getroffen. Videos im Netz zeigen das Ausmaß der Zerstörung und stehen symbolisch für einen nahezu machtlosen Wladimir Putin.
Erstellt von Ines Fedder - Uhr
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- Russlands "Amazon" brennt an mehreren Standorten
- Wladimir Putins Logistik gerät immer stärker unter Beschuss
- Ukraine trifft empfindlichen Nerv der russischen Wirtschaft
- Kreml muss Hinterland zunehmend gegen Drohnen schützen
Für Wladimir Putin sind die fortwährenden Drohnen-Angriffe der Ukraine eine nahezu unbändige Gefahrenquelle, die den Kreml-Chef da treffen, wo es am meisten weh tut. In einer weiteren Angriffswelle trafen die ukrainischen Kampfdrohnen gleich sieben wichtige Logistikzentren Russlands, die für das Land als eine der wichtigsten Versorgungsquellen dienen. Nach Putins Dilemma im Kampf um die Halbinsel Krim, bei dem vor wenigen Tagen über 200 russische Schiffe von Putins Schattenflotte getroffen wurden, zeichnet sich nun ein weiterer Brandherd Putins im Ukraine-Krieg ab.
Wie es aus übereinstimmenden Medienberichten hervorgeht, haben ukrainische Drohnen erneut Logistikzentren des russischen Online-Riesen "Wildberries" getroffen – diesmal in den Regionen Penza und Rjasan. Bei dem Angriff auf das Lager in Penza wurde nach vorläufigen Angaben eine Person verletzt. Rund 200 Beschäftigte mussten evakuiert werden, wie der Gouverneur der Region, Oleg Meltschnitschenko, mitteilte. "Feindliche Drohnen haben einen Terrorangriff auf ein Wildberries-Lager verübt", schrieb er auf der Messenger-Plattform Max. Ein Brand brach aus und musste gelöscht werden.
Im Video: "Wildberries"-Logistikzentren brennen lichterloh
A Wildberries sorting center is reportedly burning in Penza, Russia, following a drone attack. pic.twitter.com/1kGjNsVOpQ
— Anton Gerashchenko (@Gerashchenko_en) July 30, 2026
Videos im Netz auf der Kurznachrichtenplattform X zeigen das Ausmaß der Zerstörung.???? Russia: Ukraine destroyed the Wildberries e-commerce distribution hub in Penza. pic.twitter.com/4ECZ1iDnTo
— Igor Sushko (@igorsushko) July 30, 2026
In Rjasan, rund 185 Kilometer südöstlich von Moskau, traf es das fünftgrößte Lagerhaus des Unternehmens im ganzen Land. Dichter schwarzer Rauch stieg auf, das Dach stürzte ein. Sechs Menschen wurden bei diesem Angriff verletzt, eine Evakuierung wurde angeordnet.
Elf Angriffe allein im Juli – Russlands "Amazon" im Fokus der Ukraine-Angriffe
Die Attacken auf Penza und Rjasan sind Teil einer beispiellosen Angriffsserie gegen die Infrastruktur des Onlinehändlers "Wildberries", der oft mit dem hier bekannten Online-Versandhändler "Amazon" verglichen wird. Allein im Juli hat die Ukraine elf Logistikstandorte von "Wildberries" ins Visier genommen. Sieben davon wurden vollständig oder teilweise vernichtet.
Die entstandenen Schäden belaufen sich auf Milliarden. Damit trifft Kiew gezielt das logistische Rückgrat des größten russischen E-Commerce-Konzerns. Die systematische Zerstörung der Verteilzentren gefährdet nicht nur den laufenden Betrieb, sondern bedroht auch tausende Warenlieferungen, die in den betroffenen Lagern gelagert wurden.
Vorwurf: "Wildberries" beliefert Russlands Armee
Die Ukraine begründet die gezielte Angriffswelle mit dem Vorwurf, dass "Wildberries" das russische Militär mit Gütern versorgt. Der Konzern gilt als mit Abstand größter Online-Händler Russlands. Das 2004 gegründete Unternehmen betreibt ein riesiges Netzwerk aus Lagerhäusern und Sortierzentren im ganzen Land. Genau diese Infrastruktur macht "Wildberries" nun zur Zielscheibe.
Wladimir Putin in Bedrängnis - auch Ölraffinerien und Hafenstadt unter Beschuss
Die Angriffe auf "Wildberries" waren Teil einer großangelegten ukrainischen Drohnenoffensive in der Nacht. In Rjasan wurde neben dem Logistikzentrum auch eine Ölraffinerie in Brand gesetzt, die bereits durch frühere Attacken schwer beschädigt war. Darüber hinaus trafen Drohnen den strategisch wichtigen Hafen Taganrog am Asowschen Meer im Süden Russlands. In Kertsch auf der Krim, nahe dem Ende der strategischen Brücke zum russischen Festland, wurden ebenfalls große Brände gemeldet.
Was bedeuten die jüngsten Drohnen-Attacken für Wladimir Putin?
Für den Kreml bedeuten die Angriffe weit mehr als nur hohe Sachschäden. Die Ukraine versucht zunehmend, Russlands militärische und wirtschaftliche Infrastruktur tief im Hinterland zu schwächen und damit die Versorgungsketten unter Druck zu setzen. Auch wenn solche Drohnenangriffe den Kriegsverlauf allein voraussichtlich nicht entscheiden, erhöhen sie den wirtschaftlichen und logistischen Aufwand für Moskau erheblich und zwingen Russland, immer mehr Ressourcen für den Schutz wichtiger Einrichtungen im eigenen Land einzusetzen. Für Wladimir Putin wächst damit der Druck, nicht nur die Front in der Ukraine, sondern auch das russische Hinterland wirksam zu sichern. Erst vor wenigen Tagen sickerte durch, dass Putin offenbar weitere Truppenverstärkung aus Nordkorea angeordnet habe. Offiziell für eine mögliche Herbstoffensive Russlands.
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