Wladimir Putin: Körpersprache des Kreml-Chefs enthüllt wahre Reaktion auf Demütigung

Dass Kasachstans Präsident Kassym-Schomart Tokajew Wladimit Putn unverblümt aufforderte, den Ukraine-Krieg zu beenden, schlug hohe Wellen. Die Körpersprache des Kreml-Chefs verrät, was bei dieser Ansage wirklich in Putin vorging.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Die deutlichen Worte, mit denen der kasachische Präsident Kassym-Schomart Tokajew Wladimir Putin zum Ende des Ukraine-Krieges aufforderte, haben den Kreml-Chef kalt erwischt. (Foto) Suche
Die deutlichen Worte, mit denen der kasachische Präsident Kassym-Schomart Tokajew Wladimir Putin zum Ende des Ukraine-Krieges aufforderte, haben den Kreml-Chef kalt erwischt. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin/AP | Vyacheslav Prokofyev
  • Wladimir Putin von Kasachstan-Präsident vor den Kopf gestoßen
  • Kreml-Chef "schockiert, wütend, verärgert" - Putins Körpersprache lügt nicht
  • Kassym-Schomart Tokajew fordert Putin auf, Ukraine-Krieg zu beenden

Wladimir Putin mag seit viereinhalb Jahren seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine führen, doch was dem Kreml-Chef beim kasachisch-russischen Gipfeltreffen in Omsk von Kasachstans Präsident Kassym-Schomart Tokajew direkt ins Gesicht gesagt wurde, war ein Novum: Tokajew forderte Wladimir Putin direkt auf, den Krieg gegen die Ukraine zu beenden. Nicht hinter verschlossenen Türen, nicht durch diplomatische Kanäle – sondern offen und unmissverständlich. Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, wiederholte Tokajew seine Worte mehrfach - und Wladimir Putin musste alle Reserven aufbieten, um seine Emotionen im Zaum zu halten.

Wladimir Putin vor aller Augen gedemütigt - Körpersprache des Kreml-Chefs spricht Bände

Beobachtern wie Anton Geraschtschenko, seines Zeichens früherer Berater des ukrainischen Innenministers, blieben die feinen Nuancen von Wladimir Putins Körpersprache angesichts der öffentlichen Demütigung nicht verborgen. Bei X (vormals Twitter) veröffentlichte Geraschtschenko einen Mitschnitt des Putin-Treffens mit Tokajew und demonstrierte damit, dass der Kreml-Chef unübersehbar "schockiert, wütend und verärgert" war. Geraschtschenko geht noch weiter:

  • "Ich bin sicher, dass Tokajews Worte einen weiteren Ausbruch von Putins Paranoia ausgelöst haben: Er wird nach einer 'inneren Spur' suchen und eine weitere Runde von Repressionen gegen die russischen 'Eliten' einleiten, da er alles als persönliche innere Bedrohung wahrnimmt."
  • "Putin hat den Kontakt zur Realität vollständig verloren und ist zu einem Problem für alle geworden: innerhalb Russlands, für seine 'Verbündeten' und für den Westen."
  • "Der Wahnsinnige interessiert sich nur für eines – einen endlosen Krieg. Er hat vollständig die Kontrolle über die Realität verloren. Das ist jetzt für alle offensichtlich. Die einzige Frage ist, wie – und wie bald – das enden wird."

Für andere Beobachter wie den russischen Politologen Georgi Bovt markiert Tokajews Affront einen Wendepunkt: "Das ist das erste Mal, dass einer von Moskaus Verbündeten öffentlich so detailliert Stellung nimmt zu diesem Thema, und er sagt dies dem russischen Präsidenten ins Gesicht", zitiert der "Bayerische Rundfunk". Tokajew weigere sich im Kern, Moskaus Narrativ zum Konflikt zu akzeptieren, so Bovt weiter.

Kasachstan-Präsident stellt Putin bloß - wie kam es zu dieser denkwürdigen Szene?

Seit dem Treffen zwischen Wladimir Putin und Kassym-Schomart Tokajew rätseln Beobachter fieberhaft, was den kasachischen Staatschef zu diesem riskanten Schritt bewogen hat – und ob er womöglich im Auftrag anderer sprach. Die Theorien reichen von unzufriedenen russischen Oligarchen über Chinas Xi Jinping bis hin zu handfesten wirtschaftlichen Eigeninteressen Kasachstans, wie Anton Geraschtschenko zusammenfasst.

Kreml-Chef kalt erwischt - mit diesen kritischen Worten hat Putin nicht gerechnet

Tokajew verpackte seine Kritik in diplomatische Höflichkeit – und machte sie dadurch nur schärfer. Er sprach von seiner "bescheidenen Meinung" und erklärte, dass "vielen der Charakter des Konflikts unklar" sei. Es gebe nun die Chance, die "ganze Angelegenheit ruhen zu lassen". Dann wurde der kasachische Präsident deutlicher: "Es ist beschämend, dass junge Menschen sterben; sie sind das Erbe der Bruderstaaten Russland und Ukraine. All dies muss gestoppt werden, denn was hier geschieht, spielt meiner festen Überzeugung nach den Feinden Russlands und der Ukraine in die Hände und bereitet ihnen Vergnügen."

Journalist Dimitri Borisenko fasste zusammen, was Tokajew zwischen den Zeilen unmissverständlich klargemacht habe: Die Ukraine sei ein souveräner Staat, ihr Volk, ihre Sprache und Kultur verdienten Respekt – und die Kampfhandlungen müssten enden.

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