Sicherheitsbehörden: Polizei betrachtet 410 Menschen als islamistische Gefährder

Der tödliche Anschlag auf den Christopher Street Day hat eine politische Debatte über den Umgang mit islamistischen Gefährdern in Deutschland ausgelöst. Um wie viele Menschen geht es?

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Eine Polizeiabsperrung vor einem Streifenwagen (Symbolbild). (Foto) Suche
Eine Polizeiabsperrung vor einem Streifenwagen (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / DABLJU (Symbolbild)

Das Bundeskriminalamt (BKA) betrachtet laut einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) derzeit 410 Menschen als islamistische Gefährder. Diese seien dem Bereich des islamistischen Terrorismus/Extremismus zuzuordnen. Hinzu kämen 65 Gefährder im Bereich Rechtsextremismus und 17 Gefährder im Bereich Linksextremismus. Die Zahlen spiegeln den Stand 1. Juli 2026 wider. Als Gefährder gelten Menschen, denen größere Gewalttaten wie Anschläge zugetraut werden.

Die Gründe für eine Ein- oder Ausstufung von Gefährdern durch die Polizeien der Bundesländer seien vielfältig und unterlägen jeweils einer Einzelfallbetrachtung, erläuterte das BKA dem RND-Bericht zufolge. Die Anzahl der Gefährder unterliege folglich Schwankungen. Sie gebe als alleiniges Kriterium keinen Aufschluss über die Gefährdungslage.

Ein 21-jähriger Deutscher mit libanesischen Wurzeln und Verbindungen zum islamistischen Terror soll am Rande des CSD in Berlin am Samstagabend Menschen mit einem Van angefahren und mit einer Stichwaffe angegriffen haben. Eine Frau aus Polen wurde tödlich und weitere 29 Menschen teils lebensgefährlich verletzt. Bei seiner Festnahme am Sonntagabend wurde Abdul B. von Einsatzkräften erschossen. Die Tat hat eine Diskussion um einen verschärften Umgang mit extremistischen Gefährdern entfacht.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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