Friedrich Merz: Demütigung bei Gedenkgottesdienst – bei seiner Rede verlassen Menschen die Kirche
Nach dem tödlichen Anschlag beim Berliner Christopher Street Day wollte Bundeskanzler Friedrich Merz ein Zeichen der Solidarität setzen. Doch während seiner Rede verlassen zahlreiche Besucher die Marienkirche – ein Video davon verbreitet sich rasant im Netz.
Von news.de-Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- Bundeskanzler Friedrich Merz nahm am Trauergottesdienst für die Opfer des Berliner CSD-Anschlags teil
- Ein Video zeigt, wie zahlreiche Besucher während seiner Rede die Kirche verlassen
- In den sozialen Netzwerken wird der Vorfall kontrovers diskutiert
Neben Hunderten Menschen kam am Sonntag (26.07.2026) auch Friedrich Merz in die Marienkirche in Berlin, um nach dem Anschlag beim Berliner Christopher Street Day der Opfer zu gedenken. Während der Bundeskanzler mit seiner Rede sein Mitgefühl bekunden wollte, standen unzählige Menschen auf und verließen das Gotteshaus. Im Netz wurde dem CDU-Politiker Heuchelei vorgeworfen.
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Friedrich Merz richtet sich "persönlich" an queere Community - Menschen verlassen Kirche bei Kanzler-Rede
"Wer einen Menschen tötet, so ist es, als hätte er die ganze Menschheit getötet", erinnerte die Berliner Imamin Seyran Ates an einen zentralen Koranvers. Gewalt gegen queere Menschen sei ein Missbrauch des Glaubens, betonte sie. "Liebe ist halal, sie ist erlaubt." Der evangelische Bischof Christian Stäblein bekräftigte: "Das Herz dieser Stadt ist Freiheit." Dieses Herz lasse man sich nicht nehmen. "Es gibt kein 'die Queeren' und 'die Anderen'." Anschließend ergriff der Kanzler selbst das Wort. Merz dankte zunächst den Kirchen und Glaubensgemeinschaften und gedachte der Verletzten, von denen sich mittlerweile niemand mehr in Lebensgefahr befinde. Dann wandte er sich direkt an die queere Community. Bereits Intoleranz, Ausgrenzung und "dumme Redensarten" seien Teil der Gewalt – nicht erst ein Anschlag wie dieser. "Wir werden alles tun, um die Freiheit unseres Landes und unserer Gesellschaft zu schützen – alles", versprach der Kanzler. Mögliche Lücken im Sicherheitskonzept würden überprüft, die Täter gefasst und zur Verantwortung gezogen. Zum Schluss forderte Merz die Trauernden auf, wieder zu feiern: "Zeigen Sie den Gegnern unserer Gesellschaft das fröhliche und das einvernehmliche Gesicht einer offenen, freiheitlichen und liberalen Gesellschaft."
Während der Merz-Rede verlassen zahlreiche Besucher die Kirche
Merz veröffentlichte auf Instagram einen Mitschnitt seiner Rede. Allerdings fiel Nutzern auf, dass in der Aufnahme ein wichtiges Detail fehlt. "Warum sehe ich hier eine Nahaufnahme von einem Kanzler mit 13 Prozent Zustimmung und nicht die Totale, in der man die Menschen aufstehen und gehen sieht?", fragte ein Kommentator unter dem Instagram-Post. In den sozialen Medien verbreitet sich seit Sonntag ein Video, das zeigt, wie sich zahlreiche Anwesende von ihren Plätzen erheben und das Gotteshaus verlassen – genau in dem Moment, als der Kanzler zu sprechen beginnt. Dieser Moment dürfte Merz kaum kalt gelassen haben.
Die Reaktionen unter dem Video sprechen Bände. "Danke an alle, die bei dieser Scheinheiligkeit gegangen sind", schreibt ein Instagram-Nutzer."Allein 'Meine Damen und Herren...' zu sagen in einem queeren Gedenkgottesdienst", heißt es in einem Kommentar. "Wer Zirkuszelt sagt, sollte hier die Klappe halten. Scheinheilig", meint ein anderer Nutzer. "Einzig richtige Reaktion", ist in einem weiteren Kommentar zu lesen. "Ich war nicht da, gehe trotzdem raus", schreibt ein Nutzer. "Jetzt vertreibt der @bundeskanzler schon Trauernde aus der Kirche, merkt der noch irgendwas?", heißt es in einem Kommentar. "Ich glaub, der checkt das nicht mal", ist in einem weiteren Kommentar zu lesen.
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bua/mlk/news.de
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