Donald Trump trifft Wolodymyr Selenskyj: Wladimir Putin von US-Präsident mit Ankündigung brüskiert
Die Eiszeit zwischen Donald Trump und Wladimir Putin geht weiter: Mit seiner Ankündigung, den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus empfangen zu wollen, stößt "The Don" den Kreml-Chef massiv vor den Kopf.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Donald Trump brüskiert Wladimir Putin
- US-Präsident empfängt Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus
- Eiszeit zwischen Trump und Kreml-Chef Putin wegen Ukraine-Krieg geht weiter
Diese Ankündigung dürfte für gedämpfte Stimmung im Kreml sorgen: Donald Trump wird am 28. Juli 2026 den ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus empfangen. Das bestätigte ein Regierungsbeamter gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Selenskyj selbst hat seine bevorstehende Reise nach Washington bereits angekündigt, ohne jedoch nähere Details zu nennen.
Donald Trump brüskiert Wladimir Putin mit Ankündigung zu Selenskyj-Treffen
Das geplante Treffen markiert eine beachtliche Wende in Donald Trumps Haltung zum Ukraine-Konflikt. Noch vor wenigen Monaten hatte der 80-jährige Präsident den russischen Präsidenten Wladimir Putin bei einem Gipfeltreffen in Alaska mit allen Ehren empfangen und die Ukraine anschließend zur Abtretung von Gebieten an Russland gedrängt. Die damalige Konfrontation zwischen Trump und Selenskyj im Oval Office im Februar 2025 hatte die Beziehungen zwischen Washington und Kiew schwer belastet.
Donald Trump wendet sich von Putin ab und orientiert sich neu
Inzwischen scheint sich das Blatt gewendet zu haben. Trump distanziert sich zunehmend von Putin und nähert sich der ukrainischen Seite an – eine Kehrtwende, die angesichts der bisherigen Dynamik kaum jemand vorhergesagt hätte. Der Kreml-Chef steckt innenpolitisch in wachsenden Schwierigkeiten. Der zermürbende Krieg gegen die Ukraine hat Russlands Wirtschaft massiv zugesetzt, die Treibstoffkosten sind außer Kontrolle geraten und Putins Zustimmungswerte bröckeln. Kurz gesagt: Sein Marktwert ist gesunken.
Donald Trump und Selenskyj plötzlich beste Freunde - ist diese Aussage der Grund?
Trump scheint daraus Konsequenzen zu ziehen. Auf Truth Social teilte er begeistert einen Ausschnitt aus einem Interview, das die konservative Influencerin Laura Loomer mit Selenskyj geführt hatte, und kommentierte knapp: "Sehr gut!!!" In dem Clip sprach der ukrainische Präsident über ein vertrauliches Gespräch mit Trump: "Niemand war bei uns, es waren nur wir zwei. Und ich war sehr glücklich, den Präsidenten zu hören. Wir haben uns beruhigt, und es war sehr gut, und ich bin so froh, weil viele Leben von solchen Beziehungen und diesem Dialog abhängen."
Ukraine-Krieg aktuell: Bring Selenskyjs Charme-Offensive die Wende?
Die Charmeoffensive aus Kiew trifft offenbar auf fruchtbaren Boden in Washington. Die diplomatischen Bemühungen um ein Ende des Krieges waren zuletzt durch den US-Konflikt mit dem Iran in den Hintergrund gedrängt worden. Am 23. Juli kam es jedoch in Manila zu einem Treffen zwischen US-Außenminister Marco Rubio und seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow, bei dem der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine auf der Agenda stand.
Rubio machte anschließend deutlich, dass es für Fortschritte in Richtung Frieden "neue Vorschläge und neue Ideen" brauche. Dabei verwies er sowohl auf die hohen Verluste auf russischer Seite als auch auf das Leiden der ukrainischen Bevölkerung. Beide Kriegsparteien hätten demnach ein Interesse daran, den seit Februar 2022 andauernden Konflikt zu beenden. Ob das Treffen in Manila tatsächlich konkrete Impulse liefert, bleibt abzuwarten – doch der Zeitpunkt unmittelbar vor Selenskyjs Washington-Besuch dürfte kein Zufall sein.
Donald Trump trifft Wolodymyr Selenskyj nach Beerdigung von Lindsey Graham
Selenskyjs Reise nach Washington hat auch einen traurigen Anlass: Der ukrainische Präsident will an der Beerdigung des republikanischen Senators Lindsey Graham teilnehmen. Der Politiker aus South Carolina, der Anfang Juli im Alter von 71 Jahren verstarb, galt als einer der entschiedensten Ukraine-Unterstützer im US-Kongress. Nur wenige Stunden vor seinem Tod hatte sich Graham noch in Kiew aufgehalten.
Wie genau das Treffen zwischen Trump und Selenskyj ablaufen wird, steht laut DW-Korrespondent Misha Komadovsky noch nicht endgültig fest. Demnach werde noch geklärt, ob es sich um ein Gespräch am Rande der Trauerfeier, ein privates Vier-Augen-Treffen oder einen offiziellen Besuch im Weißen Haus handeln soll. Loomer bestätigte die Reisepläne nach einem Gespräch mit Selenskyj.
Donald Trumps MAGA-Lager entdeckt sein Herz für die Ukraine
Der Stimmungswandel beschränkt sich nicht auf das Weiße Haus. Auch im konservativen Medienlager vollzieht sich eine bemerkenswerte Kehrtwende. Laura Loomer, einst eine der schärfsten Ukraine-Kritikerinnen im Trump-Umfeld, reiste diesen Monat selbst in das Kriegsgebiet. Dort erlebte sie einen Luftangriff, besichtigte von russischen Attacken zerstörte Orte und traf Selenskyj persönlich – jenen Politiker, den sie zuvor als "Dschihad-Apologeten" bezeichnet hatte.
"Ich habe oft gesagt, es ist mir egal. Rückblickend war das nicht besonders nett von mir", schrieb sie am 21. Juli auf X. Als Grund für ihren Sinneswandel nannte sie Russlands offenkundige Unterstützung für den Iran im Konflikt mit den USA. Auch der rechte Influencer Tim Pool schlug plötzlich neue Töne an: "Die Ukraine kämpft um ihre bloße Existenz gegen einen bösen Diktator." Pikant dabei: Pool hatte im Wahlkampf 2024 hunderttausende Dollar für die Verbreitung russischer Propaganda kassiert, wie "The Daily Beast" berichtete.
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loc/news.de/dpa/stg
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