Wolodymyr Selenskyj: Nächster Knall in Kiew – Präsident feuert Armeechef
In der Ukraine kommt es zum nächsten politischen Paukenschlag: Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Armeechef Oleksandr Syrskyj entlassen. Nach Protesten und Machtkämpfen steht bereits sein Nachfolger fest.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Selenskyj entlässt Armeechef Oleksandr Syrskyj
- Proteste und Konflikte in der Führung gingen der Entscheidung voraus
- Mykhailo Drapatyi übernimmt künftig den Oberbefehl über die Streitkräfte
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In der Ukraine verschärfte sich zuletzt die politische Krise. Nach der Entlassung von Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow rückte auch Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj in den Fokus. Medienberichten zufolge prüfte Präsident Wolodymyr Selenskyj einen Wechsel an der Spitze der Streitkräfte. Nun steht die Entscheidung fest: Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nun auch den Oberbefehlshaber, Oleksandr Syrskyj, entlassen.
Wolodymyr Selenskyj bestätigt Wechsel an der Militärspitze
Die Spekulationen der vergangenen Tage haben sich bestätigt: In einer über soziale Netzwerke veröffentlichten Videoansprache gab Wolodymyr Selenskyj bekannt, dass Oleksandr Syrskyj nicht länger Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte ist. Damit zieht der Präsident die Konsequenzen aus einer Entwicklung, die sich zuletzt immer stärker zugespitzt hatte.
Proteste erhöhten den Druck auf die Regierung
Der Personalwechsel erfolgt nach heftigen öffentlichen Reaktionen auf die Entlassung des früheren Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow. In mehreren ukrainischen Städten gingen Tausende Menschen auf die Straße. Viele Demonstrierende forderten nicht nur die Rückkehr Fedorows, sondern auch den Rücktritt von Syrskyj. Auslöser des Konflikts sollen schwere Differenzen zwischen beiden Spitzenpolitikern gewesen sein. Fedorow warf dem General nach seiner Entlassung unter anderem vor, notwendige Reformen im Verteidigungsministerium blockiert und Korruption begünstigt zu haben.
Selenskyj sprach offen über den Konflikt
Wie angespannt das Verhältnis zwischen Fedorow und Syrskyj gewesen sein soll, machte Selenskyj selbst bereits zuvor deutlich. Der Präsident erklärte: "Ohne mich setzen sie sich nicht zusammen und sprechen miteinander."
Trotz mehrerer Vermittlungsversuche sei es ihm nicht gelungen, den Konflikt zwischen beiden Seiten beizulegen.
Syrskyj war umstritten
Oleksandr Syrskyj galt als einer der wichtigsten Militärstrategen der Ukraine. Ihm wird eine entscheidende Rolle bei der Verteidigung Kiews sowie den erfolgreichen Gegenoffensiven im Jahr 2022 zugeschrieben.
Gleichzeitig stand der General immer wieder in der Kritik. Gegner warfen ihm vor, militärische Erfolge mit hohen Verlusten unter den eigenen Soldaten erkauft zu haben. Zuletzt sorgten zudem Berichte über Todesfälle von Rekruten während der Ausbildung für zusätzliche Diskussionen.
Nachfolger steht in der Ukraine bereits fest
Laut "Bild" hat die ukrainische Führung den Wechsel an der Militärspitze bereits vollzogen. Nachfolger von Syrskyj soll Mykhailo Drapatyi werden.
Mit der Entscheidung setzt Präsident Selenskyj seinen personellen Neustart im Verteidigungsbereich fort. Nach der Entlassung des Verteidigungsministers und dem Austausch des Armeechefs dürfte die ukrainische Militärführung nun vor einer umfassenden Neuordnung stehen.
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mlk/ife/news.de
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