Landtagswahl: AfD-Bundesspitze setzt in NRW-Streit Kommission ein
Im Machtkampf mit der Spitze der NRW-AfD setzt die Bundes-AfD eine Untersuchungskommission ein. Konkrete Maßnahmen gegen einzelne Parteimitglieder gibt es erst mal nicht.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Vincentz hatte in einem öffentlich gewordenen internen Schreiben selbst Spekulationen über harte Maßnahmen aus Berlin befeuert. Im Vorstand würde dem Vernehmen nach am Montag auch über eine Absetzung des NRW-Landesvorstands beraten, hatte er geschrieben.
Hintergrund ist ein interner Machtkampf in der NRW-AfD, der sich zu einem Konflikt mit der Bundesspitze ausgeweitet hat. Es geht um die Aufstellung von Kandidaten der AfD für die Landtagswahl 2027 und dabei um die Frage, welche Strömung in der Partei welchen Einfluss hat.
NRW-Landesverband seit langem tief zerstritten
Der Landesverband ist seit langem tief zerstritten und in ein eher gemäßigt auftretendes Lager rund um Vincentz und ein weiter rechts orientiertes Lager um den Bundestagsabgeordneten Matthias Helferich gespalten.
Eskaliert war der Konflikt im Zuge eines Parteitags in Marl zur Wahl der Kandidaten für die Landtagswahl. Wie aus Parteikreisen verlautete, wurden am Ende die allermeisten der insgesamt 82 Plätze mit Unterstützern von Vincentz besetzt. Er selbst kam auf Platz 1 der Landesliste. Die Vincentz-Gegner hatten versucht, das zu verhindern und seinem Lager vorgeworfen, nur die eigenen Leute zu wählen, anstatt alle Strömungen in der Partei zu berücksichtigen.
Die AfD-Chefs Alice Weidel und Tino Chrupalla hatten gefordert, die Wahl abzubrechen und den Parteitag noch einmal neu zu beginnen. Die Forderung wurde per Mehrheitsbeschluss auf dem NRW-Parteitag abgelehnt.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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