J.D. Vance: Dieser Mangel könnte Donald Trumps Vize seine politische Zukunft kosten

Für J.D. Vance schmelzen die Hoffnungen auf einen Triumph bei den US-Wahlen 2028 nach jüngsten Umfragen dahin wie Eis in der Sonne - Donalds Trumps Vize fehlt eine entscheidende Eigenschaft. Immerhin läuft's für Vance privat rund.

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J.D. Vance steht vor einem Problem, das seine politischen Hoffnungen zu durchkreuzen droht. (Foto) Suche
J.D. Vance steht vor einem Problem, das seine politischen Hoffnungen zu durchkreuzen droht. Bild: picture alliance/dpa/Pool AFP/AP | Ken Cedenoe
  • J.D. Vance ohne Hoffnung auf Erfolg bei US-Wahl 2028
  • Trump-Stellvertreter fehlt Charisma für eigene Präsidentschaft
  • Privates Glück für J.D. Vance: Ehefrau Usha bringt viertes Kind zur Welt

Donald Trumps Stellvertreter J.D. Vance hat ein nicht von der Hand zu weisendes Problem – und es sind nicht die Demokraten, die dem Vizepräsidenten derzeit Kopfzerbrechen bereiten. In einer aktuellen Fokusgruppe mit Wählern, die einst von Joe Biden zu Donald Trump wechselten, zeigte sich ein erstaunlich einheitliches Bild, das Vance' Aussichten für seine weitere politische Karriere trüben.

J.D. Vance hat ein Beliebtheitsproblem - steht seine politische Zukunft auf der Kippe?

Der Vizepräsident kommt schlichtweg nicht gut an bei der Wählerschaft, wie ein Beitrag von "Raw Story" zusammenfasst. Die Teilnehmer der Umfrage konnten oft gar nicht genau benennen, woran es liegt – das Gefühl war aber eindeutig. "Ich mag ihn einfach wirklich nicht. Er löst bei mir Unbehagen aus", fasste Sarah Longwell, Herausgeberin des politischen Magazins "The Bulwark", die Stimmung in der Gruppe zusammen. Besonders bemerkenswert: Eine Teilnehmerin erklärte, sie sei zwar kein Fan von Kamala Harris, doch bei einer Wahl zwischen Vance und Harris würde sie vermutlich für die Demokratin stimmen. Trumps Anhänger mögen Trump, aber das Wohlwollen überträgt sich offenbar nicht auf seinen Vize.

Donald-Trump-Vize kann nicht punkten - Vance fehlt das Charisma

Woran genau es bei Vance hapert, brachte Sam Stein, geschäftsführender Redakteur von "The Bulwark", auf den Punkt: "Da ist ehrlich gesagt nicht viel Charisma vorhanden. Und es wirkt so, als würde er gelegentlich – oder häufig – zu sehr versuchen, Charisma zu erzwingen." Dabei müsste es doch irgendetwas gegeben haben, das Wähler an ihm ansprach, mutmaßte Stein. Longwell widersprach mit einem Blick auf Vances tatsächlichen Werdegang: Bei seiner Senatskandidatur in Ohio lag er zunächst nur auf Platz drei. Erst Trumps Unterstützung katapultierte ihn an die Spitze. Danach habe sich Vance zum bedingungslosen Trump-Loyalisten gewandelt, Freundschaften mit Don Jr. und Eric Trump aufgebaut – und die hätten ihren Vater schließlich überzeugt, Vance als Vizekandidaten auszuwählen. Eigene Strahlkraft? Nicht vorhanden.

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Mit Blick auf die Präsidentschaftswahl 2028 sieht Longwell zwei mögliche republikanische Kandidaten: Entweder J.D. Vance oder Außenminister Marco Rubio. Welcher von beiden das Rennen machen werde, hänge letztlich von einer einzigen Person ab. "Derjenige, der es wird, ist der, den Trump – sofern er dann noch lebt – als seinen Nachfolger bestimmt", so Longwell.

Doch egal, auf wen die Wahl fällt: Beide Kandidaten hätten nach Longwells Einschätzung ein fundamentales Problem. Weder Vance noch Rubio seien in der Lage, die America-First-Bewegung und das MAGA-Establishment als Einheit zusammenzuhalten. Die Koalition, die Trump über Jahre geschmiedet hat, sei ohne ihn als Zugpferd schlicht nicht stabil genug.

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Genau in dieser Instabilität erkennt Longwell eine echte Chance für die Demokratische Partei. Ihre Analyse: Ein erheblicher Teil der Trump-Wählerschaft sei ausschließlich wegen Trump zur Bewegung gestoßen – nicht wegen einer ideologischen Überzeugung. Ohne ihn als Kandidaten würden diese Wähler sich zurückziehen und der Republikanischen Partei den Rücken kehren.

"Ich denke, dass sie absolut schlagbar sind", erklärte Longwell mit Blick auf Vance und Rubio. Die Demokraten müssten gezielt auf diese Bruchstellen setzen. Wenn sich die reinen Trump-Anhänger von der Partei abwendeten, entstehe ein Vakuum, das keiner der beiden potenziellen Nachfolger füllen könne. Für die Demokraten könnte 2028 damit paradoxerweise leichter werden als jede Wahl gegen Trump selbst.

Pech im Job, Glück im Privaten: J.D. Vance und Ehefrau Usha heißen viertes Kind willkommen

Immerhin gibt es für J.D. Vance einen buchstäblich kleinen Trost auf privater Ebene: Der Vizepräsident der Vereinigten Staaten und seine Ehefrau Usha Vance sind zum vierten Mal Eltern geworden. Sie freuten sich, zu verkünden, dass ihr Sohn am 19. Juli 2026 auf die Welt gekommen sei, teilten die beiden in einem Statement mit, das der US-Vizepräsident auf der Plattform X postete.

"Usha und das Baby sind glücklich und gesund, und unsere Kinder sind überglücklich, ihren kleinen Bruder kennenzulernen." Ausdrücklich bedankte sich das Paar unter anderem bei Militärärzten für alles, was sie für die Familie getan hätten. Einen Namen hat der Vance-Nachwuchs bereits: Vance-Baby Nr. 4 hört auf den Namen Alec Neel Vance.

Im Januar hatte das Vizepräsidentenpaar die Schwangerschaft der Second Lady öffentlich gemacht. J.D. und Usha Vance lernten sich vor Jahren an der Elite-Universität Yale kennen, wo beide Jura studierten. Sie sind seit 2014 verheiratet.

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/news.de/dpa/stg

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