Friedrich Merz: Ohrfeige für Bundesregierung – neue Zahlen setzen Kanzler unter Druck
Neue Schlappe für Friedrich Merz: Trotz neuer Reformpläne kommt die Bundesregierung in den Umfragen nicht voran. Die AfD bleibt stärkste Kraft und auch die persönlichen Zustimmungswerte des Kanzlers verschlechtern sich weiter.
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- Im RTL/ntv-Trendbarometer liegt die AfD mit 26 Prozent weiter vor der Union
- Nur 14 Prozent sind mit der Arbeit von Bundeskanzler Friedrich Merz zufrieden
- Mehr als jeder Zweite traut derzeit keiner Partei die Lösung der wichtigsten Probleme zu
Die Merz-Regierung steckt fest und das trotz kürzlich präsentierter Reformpläne. Das aktuelle Trendbarometer von RTL und ntv zeigt keinerlei Aufwärtsbewegung für die Regierungsparteien. Die AfD behauptet sich mit 26 Prozent als stärkste Kraft, während die Union bei mageren 22 Prozent verharrt. Vier Prozentpunkte Rückstand auf eine Partei, die man eigentlich kleinhalten wollte. Die Grünen sichern sich mit 15 Prozent den dritten Rang, SPD und Linke teilen sich mit jeweils 12 Prozent den vierten Platz. Immerhin: Die Bundesregierung beschäftigt die Menschen. 44 Prozent nennen sie als wichtigstes Thema – deutlich mehr als die Fußball-WM nach dem deutschen Ausscheiden.
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Union verliert im Trendbarometer: Friedrich Merz scheitert mit AfD-Strategie
Dabei hatte sich Friedrich Merz einst viel vorgenommen. Vor knapp zwei Jahren verkündete er einen offensiven Kurs gegen die AfD. "Wir müssen diese Partei inhaltlich stellen, weil sie nirgendwo realistische Antworten hat", erklärte er damals. Die AfD sollte nicht länger ignoriert, sondern in Sachdebatten bloßgestellt werden. Mittlerweile lässt sich bilanzieren: Der Plan ist gescheitert. Statt die Konkurrenz von rechts zu entzaubern, liegt die Union nun selbst vier Punkte hinter ihr. Die inhaltliche Konfrontation hat die AfD nicht geschwächt – im Gegenteil.
84 Prozent unzufrieden mit Merz - Bundeskanzler im freien Fall
Die persönlichen Werte von Friedrich Merz entwickeln sich parallel zum Unionstrend – nach unten. Gerade einmal 14 Prozent der Befragten zeigen sich mit seiner Amtsführung zufrieden, ein weiterer Punkt weniger als noch in der Vorwoche. Dem gegenüber stehen 84 Prozent, die mit dem Kanzler hadern.
Besonders bitter für Merz: Selbst in den eigenen Reihen bröckelt der Rückhalt massiv. Die Hälfte der Unionswähler äußert sich unzufrieden mit ihrem Mann im Kanzleramt – nur 48 Prozent stehen noch hinter ihm. Bei Anhängern anderer Parteien fällt das Urteil noch vernichtender aus: 80 Prozent Unzufriedenheit beim Koalitionspartner SPD, 92 Prozent bei den Grünen, 99 Prozent bei der AfD.
Vertrauen der Deutschen im Keller
Die Stimmung im Land spiegelt das politische Chaos wider. Mittlerweile rechnen 64 Prozent der Befragten mit einer Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse – ein Anstieg um drei Prozentpunkte gegenüber der Vorwoche. Nur noch 14 Prozent glauben an bessere Zeiten.
Bei der Frage, wer die Probleme des Landes am besten lösen könnte, herrscht kollektive Ratlosigkeit. Die Union erreicht hier lediglich 13 Prozent, die AfD folgt mit 12 Prozent dicht dahinter. Doch der eigentliche Befund wiegt schwerer: Eine Mehrheit von 54 Prozent traut schlicht keiner Partei zu, die anstehenden Herausforderungen zu bewältigen.
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