Friedrich Merz: Merz blamiert sich nach WM-Pleite mit Post - Fans fassungslos, Kanzler legt nach

Bundeskanzler Friedrich Merz lobte die deutsche Nationalmannschaft nach dem enttäuschenden WM-Aus gegen Paraguay für ihren angeblich begeisternden Teamgeist - und erntete dafür nicht nur Kopfschütteln bei Fußballfans, sondern auch beißenden Spott. Dann legt er nochmal nach.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Friedrich Merz irritiert mit einem Post zum deutschen WM-Aus. (Foto) Suche
Friedrich Merz irritiert mit einem Post zum deutschen WM-Aus. Bild: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
  • Friedrich Merz irritiert mit Post nach WM-Aus der Fußball-Nationalmannschaft
  • "Welches Spiel hat er gesehen?" - Fans reagieren fassungslos wegen Merz
  • Kreml-Mann nutzt WM-Frust für Merz-Spott

Nach dem WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft im Elfmeterschießen gegen Paraguay (4:5) meldete sich Bundeskanzler Friedrich Merz auf der Plattform X zu Wort. Für Deutschland bedeutet das Ausscheiden bereits die dritte Turnier-Enttäuschung bei einer Weltmeisterschaft nacheinander. Von der Begeisterung, die Merz in seinem Beitrag erwähnte, war bei vielen Beobachtern wenig zu spüren.

Friedrich Merz irritiert mit Post nach WM-Aus der Fußball-Nationalmannschaft

Merz fand lobende Worte für die DFB-Auswahl und schrieb: "Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel. Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch." Die Reaktion des Kanzlers löste allerdings Verwunderung aus. Die Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte über weite Strecken der Partie eine enttäuschende Vorstellung geboten.

"Welches Spiel hat er gesehen?" - Fans reagieren fassungslos wegen Merz

Die Worte des Bundeskanzlers stießen bei vielen Fußball-Anhängern auf Unverständnis. In den sozialen Medien wurde intensiv diskutiert, welche Partie Friedrich Merz eigentlich verfolgt hatte. Auf X entwickelte sich die Bemerkung zum meistdiskutierten Thema.

Der Grund für die Irritation: Die deutsche Elf präsentierte sich über lange Phasen des Spiels ohne jegliche Durchschlagskraft. Tempo fehlte ebenso wie Kreativität und Energie - eine mutlose Vorstellung ohne Höhepunkte.

Friedrich Merz legt nach unfassbarem Post noch einmal nach

Merz sieht das offenbar ganz anders. Bei X legte der Bundeskanzler nach der Spottwelle noch einmal nach und schrieb:

  • "Erfolge feiern wir gemeinsam. Und in der Niederlage stehen wir zusammen. Das macht uns stark. Wer den Adler auf der Brust trägt, hat unseren Rückhalt verdient und nicht unseren Spott."

Kreml-Mann nutzt WM-Frust für Merz-Spott

Das deutsche Turnier-Aus zog auch internationale Reaktionen nach sich - und manche davon waren alles andere als sportlich gemeint. Der russische Top-Beamte Kirill Dmitriew, 51 Jahre alt und bekannt als enger Vertrauter von Wladimir Putin, griff den Bundeskanzler über die Plattform X frontal an. Der Mann, der für den russischen Präsidenten an Verhandlungen mit den USA über einen Ukraine-Friedensplan mitwirkte, schrieb spöttisch: "Merz ist gut darin, immer wieder ein Scheitern zu fördern."

Die Attacke zielte erkennbar nicht auf den Fußball ab. Dmitriew instrumentalisierte die sportliche Enttäuschung gezielt für einen scharfen politischen Angriff gegen den deutschen Regierungschef. Das WM-Ausscheiden diente dem Kreml-Vertrauten als willkommener Anlass, um Merz öffentlich zu verhöhnen.

Lauterbach sieht Schiedsrichter-Schuld bei deutschem WM-Debakel

Der frühere Gesundheitsminister Karl Lauterbach reihte sich in die Riege der schönredenden Spitzenpolitiker ein. Der 63-jährige SPD-Mann beurteilte die Darbietung der deutschen Mannschaft ebenfalls deutlich positiver als die überwiegende Mehrheit der Fachleute. In seinem X-Beitrag schrieb Lauterbach: "Unverdient. Deutschland war das gesamte Spiel über besser und hat durch einen Schiedsrichterfehler verloren. Das verdient das Team nicht."

Damit schob der Politiker die Verantwortung für das Ausscheiden primär auf die Unparteiischen. Eine eigentliche Leistungskritik an der Mannschaft blieb aus. Merz stand mit seiner nachsichtigen Einschätzung also keineswegs allein da.

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