Welternährungsprogramm: Papst: Kein einzelner Staat kann globale Krisen allein bewältigen
Der Pontifex sieht die internationale Zusammenarbeit in der Krise. Staaten stellten nationale Interessen über globale Verantwortung – mit Folgen auch für den Kampf gegen Hunger.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Papst Leo XIV. hat vor einer zunehmend zersplitterten Weltordnung und einer Krise des Multilateralismus gewarnt. Bei einem Besuch am Sitz des Welternährungsprogramms (WFP) in Rom sagte das Oberhaupt von weltweit etwa 1,4 Milliarden Katholiken, ein erneutes Bekenntnis zur multilateralen Zusammenarbeit sei in der aktuellen von Krisen geprägten Zeit unerlässlich. Kein einzelner Staat könne die globalen Herausforderungen allein bewältigen.
Staaten richteten ihre Ressourcen zunehmend auf nationale Sicherheit, Wirtschaftswachstum und innere Stabilität aus – der enge Zusammenhang dieser Themen mit multilateraler Zusammenarbeit werde dabei aber vernachlässigt, sagte Leo. Außerdem stehe der Mensch und seine Würde nicht mehr konsequent im Mittelpunkt des internationalen Handelns.
Papst: Hungerkrise gerät immer mehr in den Hintergrund
Humanitäre Anliegen wie etwa die Bekämpfung von Hunger drohten in den internationalen Prioritäten immer weiter in den Hintergrund zu geraten, sagte der Pontifex. Dabei sei der Hunger eines der dringendsten Probleme. "Hunger ist nicht bloß ein humanitäres Problem. Er untergräbt den sozialen Zusammenhalt, erhöht das Konfliktrisiko und treibt Menschen zur Flucht."
Das Welternährungsprogramm ist eine Organisation der Vereinten Nationen, die sich für die Bekämpfung des weltweiten Hungers einsetzt. Leo würdigte sie bei seinem Besuch als konkreten Ausdruck internationaler Solidarität. Er appellierte gleichzeitig an die internationale Gemeinschaft, "ihr Engagement zu erneuern und zu stärken, die Mittel zur Bekämpfung von Hunger und seinen Ursachen zu erhöhen und die Hindernisse zu beseitigen, die Hilfe an Bedürftige verhindern".
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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