Neue Enthüllung im Ukraine-Krieg: Geheimtraining für Putin-Soldaten – EU bestätigt brisante Berichte
China gibt sich im Ukraine-Krieg als neutraler Vermittler. Doch nun stehen schwere Vorwürfe im Raum: Mehrere hundert russische Soldaten sollen auf geheimen Militärstützpunkten in China ausgebildet worden sein, bevor sie an die Front kamen. Die EU sieht entsprechende Berichte inzwischen als verifiziert an.
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bestätigt Berichte über die Ausbildung russischer Soldaten in China
- Das Training soll auf sechs Stützpunkten der chinesischen Volksbefreiungsarmee stattgefunden haben
- Die Enthüllungen stellen Chinas Neutralitätsanspruch im Ukraine-Krieg zunehmend infrage
Brisante Enthüllungen über die Zusammenarbeit zwischen Peking und Moskau: Mehrere hundert russische Soldaten sollen auf chinesischem Staatsgebiet militärisch ausgebildet worden sein, bevor sie an die Front in der Ukraine verlegt wurden. Nach Angaben der EU fand das Training auf sechs geheimen Stützpunkten der chinesischen Volksbefreiungsarmee statt. Die Berichte sorgen international für Aufsehen, weil China bislang stets betont hatte, im Ukraine-Krieg eine neutrale Position einzunehmen.
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Geheime Militärlager in China: EU bestätigt Ausbildung russischer Soldaten
EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas bestätigte die Informationen nach einem Treffen der EU-Außenminister. "Wir haben nun Berichte verifiziert, dass das chinesische Militär russisches Militärpersonal für den Kampf in der Ukraine ausgebildet hat", erklärte sie. Die Folgen dieser Erkenntnisse würden derzeit geprüft.
Im Mittelpunkt der Ausbildungsprogramme stand offenbar moderne Drohnenkriegsführung. Zu den trainierten Verbänden soll auch die russische Elite-Einheit "Rubicon" gehört haben, die auf Drohneneinsätze an der Front spezialisiert ist. Die Zeitung "Die Welt" hatte die Informationen bereits im vergangenen Monat unter Berufung auf geheime Dokumente veröffentlicht. Demnach fand das Training Ende des vergangenen Jahres statt. Kurz darauf wurden die ausgebildeten Soldaten an die ukrainische Front verlegt. Die Vorwürfe deuten auf eine deutlich engere militärische Zusammenarbeit zwischen Russland und China hin als bislang öffentlich bekannt.
Die Enthüllungen treffen Peking an einem empfindlichen Punkt. China bezeichnet sich seit Beginn des russischen Angriffskrieges als neutralen Akteur und möglichen Vermittler. Doch die jüngsten Berichte nähren Zweifel an dieser Darstellung. Erst im vergangenen Monat hatte Chinas Staatschef Xi Jinping den russischen Präsidenten Wladimir Putin mit großem Zeremoniell empfangen. Beide Länder bekräftigten dabei ihre enge strategische Partnerschaft und verlängerten ihren Vertrag über "freundschaftliche Zusammenarbeit".
Chinesische Soldaten trainierten in Russland
Die militärische Kooperation soll nach den Berichten keine Einbahnstraße sein. Rund 600 chinesische Soldaten erhielten demnach im vergangenen Jahr Ausbildungsprogramme in Russland. Dabei standen Panzerkampf, Artillerieeinsatz und Luftabwehr auf dem Lehrplan. Zudem sollen beide Staaten Informationen über westliche Waffensysteme austauschen, die in der Ukraine eingesetzt werden. Genannt werden unter anderem HIMARS-Raketenwerfer aus den USA sowie deutsche Marder-Schützenpanzer.
Bundesregierung sieht Gefahr für Europas Sicherheit
In Berlin werden die Entwicklungen mit Sorge verfolgt. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes erklärte: "Chinas entscheidende und wachsende Unterstützung für Russlands Angriffskrieg betrifft auch unsere Sicherheit." Deutschland mache in Gesprächen mit Peking regelmäßig deutlich, wie besorgt man über die Unterstützung Russlands sei.
Die Enthüllungen kommen kurz vor wichtigen Beratungen in Brüssel. Bereits in der kommenden Woche wollen die EU-Außenminister sowie die Staats- und Regierungschefs über die künftigen Beziehungen zu China sprechen. Unterdessen gehen die russischen Angriffe auf die Ukraine weiter. Bei den jüngsten Attacken wurden nach Behördenangaben mindestens neun Menschen getötet – vier in Kiew und fünf Rettungskräfte in Charkiw. Die neuen Berichte dürften den Druck auf Peking weiter erhöhen und die Debatte über Chinas Rolle im Ukraine-Krieg neu entfachen.
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