Wladimir Putin: Putins Munitions-Chef tot - Autobombe zerreißt russischen Top-General
Eine Autobombe zerreißt einen BMW in einem Moskauer Vorort – das Opfer ist der vierte russische General, der seit Kriegsbeginn auf eigenem Boden stirbt. Generalleutnant Damir Dawidow war für die Munitionsversorgung der Front zuständig, sein Name stand seit 2023 auf einer ukrainischen Feindliste.
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- Nächster Rückschlag für Putins Armee
- Russischer General Damir Dawidow bei Explosion getötet
- Sohn soll Aufenthaltsort verraten haben
- Putins Militär verliert wichtigen Schlüsselmann
- Wer steckt hinter dem Anschlag bei Moskau?
Am Dienstagmorgen (10. Juni) erschütterte eine Explosion einen Moskauer Vorort: Gegen 5.30 Uhr Ortszeit detonierte eine Autobombe in einem fahrenden BMW X3 in Balaschicha. Das Opfer war Generalleutnant Damir Dawidow, wie das russische Investigativmedium "The Insider" bestätigte.
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Schlechte Nachrichten für Putin: Autobombe tötet russischen General
Die Sprengkraft entsprach etwa 400 Gramm TNT. Der Sprengsatz war laut der Tageszeitung "Kommersant" unter dem Fahrzeugboden angebracht worden. Das Staatliche Ermittlungskomitee leitete ein Verfahren ein, hielt sich jedoch zur Ermittlungsrichtung bedeckt. Die Identität des 57-Jährigen wurde von den Behörden zunächst nicht offiziell bestätigt.
Sohn soll Nummernschild von Damir Dawidow zuvor im Netz gepostet haben
Wie unter anderem der "Daily Star" berichtet, wurdeDawidows Aufenthaltsort offenbar von seinem eigenen Sohn preisgegeben, der zuvor angeblich ein Foto des Nummernschilds des Wagens in den sozialen Medien gepostet hatte.
Damir Dawidow galt als Schlüsselfigur der russischen Munitionsversorgung
Dawidow bekleidete eine zentrale Position im russischen Militärapparat. Als hochrangiger Beamter der Hauptdirektion für Raketen und Artillerie (GRAU) trug er die Verantwortung für die Versorgung der Front mit Raketen- und Artilleriemunition – eine kriegsentscheidende Aufgabe angesichts des enormen Munitionsverbrauchs im Ukraine-Konflikt.
Der Analyst Igor Sushko schrieb auf X zur Identifizierung des Getöteten: "Russischer Generalleutnant Dawidoweliminiert. Dawidow war ein hochrangiger Beamter der russischen Raketen- und Artilleriedirektion (GRAU)." Öffentlich zugängliche Profile führten ihn noch mit dem veralteten Rang eines Obersts – was auf eine kürzlich erfolgte Beförderung hindeutet.
Russian Lieutenant General Damir Davydov eliminated.
— Igor Sushko (@igorsushko) June 9, 2026
Davydov was a senior official in Russia’s Main Missile and Artillery Directorate (GRAU).
Public profiles list his outdated rank of Colonel. https://t.co/alcq2iO8Cz pic.twitter.com/96VmEA5nXA
Vierter General seit Kriegsbeginn getötet
Der Anschlag reiht sich in eine Serie tödlicher Attacken auf hochrangige russische Militärs ein. Dawidow ist bereits der vierte Offizier im Generalsrang, der seit Beginn der Invasion in der Ukraine auf russischem Boden ums Leben kam. Die Parallelen zum Vorjahr sind frappierend: Weniger als einen Kilometer entfernt starb Generalleutnant Jaroslaw Moskalik vor gut einem Jahr bei einem nahezu identischen Autobombenanschlag.
Das Wohnviertel Aviatorov, in dessen Nähe sich die Explosion ereignete, wurde ursprünglich für Militärangehörige und deren Familien errichtet. Die mutmaßliche Adresse des 57-Jährigen in Balaschicha stand bereits seit 2023 auf einer öffentlich einsehbaren ukrainischen Feindliste.
Keine Spur zur Ukraine: Wer steckt hinter dem Anschlag bei Moskau?
Bislang fehlen öffentliche Belege für eine Verbindung zwischen Kiew und dem Anschlag in Balaschicha. Eine Beteiligung ukrainischer Geheimdienste ist weder bestätigt noch haben sich die ukrainischen Behörden zu dem Vorfall geäußert.
Der russische Inlandsgeheimdienst FSB reagiert derweil auf die wachsende Bedrohungslage: Die Sicherheitsvorkehrungen für hochrangige Offiziere wurden angesichts der gezielten Angriffe auf Militärangehörige innerhalb Russlands verschärft. Am Abend des Anschlagstages entschärften die Behörden zudem einen verdächtigen Gegenstand im Südwesten Moskaus durch eine kontrollierte Sprengung.
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sba/news.de/stg
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