Donald Trump: Nächster Trump-Plan - jetzt will er die Chagos-Inseln

Donald Trump denkt offenbar längst über Grönland hinaus. Laut Medienberichten prüft das Weiße Haus den Kauf der Chagos-Inseln im Indischen Ozean – und könnte dabei sogar Großbritannien umgehen. Im Zentrum des Machtpokers steht eine der wichtigsten Militärbasen der USA.

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Nach Grönland, Kanada und dem Panamakanal hat Trump ein neues Objekt der Begierde entdeckt: Eine tropische Inselgruppe im Indischen Ozean. (Foto) Suche
Nach Grönland, Kanada und dem Panamakanal hat Trump ein neues Objekt der Begierde entdeckt: Eine tropische Inselgruppe im Indischen Ozean. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
  • Trump prüft laut Berichten den Kauf der Chagos-Inseln von Mauritius
  • Im Fokus steht die strategisch wichtige Militärbasis Diego Garcia
  • Der Plan könnte den Streit mit Großbritannien über die Zukunft des Archipels weiter verschärfen

Die Expansionswünsche des US-Präsidenten nehmen offenbar kein Ende: Donald Trump zieht laut einem Bericht von "The Telegraph" in Betracht, die Chagos-Inseln direkt von Mauritius zu erwerben – und dabei Großbritannien schlicht zu übergehen.

Donald Trump will Tropeninseln kaufen - das steckt hinter den Expansionsplänen

Die Inselgruppe im Indischen Ozean umfasst mehr als 60 Inseln und gehört derzeit noch zum Britischen Territorium im Indischen Ozean. Dort befindet sich mit Diego Garcia ein strategisch bedeutsamer Militärstützpunkt, den die USA gemeinsam mit Großbritannien betreiben.

Hintergrund der Überlegungen ist offenbar die Sorge im Weißen Haus, dass Mauritius enge Verbindungen zu China und dem Iran unterhält.

Machtpoker um eine der wichtigsten Militärbasen der Welt

Der Stützpunkt Diego Garcia gilt als einer der wichtigsten US-Militärstandorte weltweit. Die Basis soll über streng geheime und hochmoderne Kriegsführungskapazitäten verfügen und liegt in Schlagdistanz zum Iran.

Großbritannien hatte ursprünglich geplant, die Kontrolle über die Inselgruppe an Mauritius abzutreten. Premierminister Keir Starmer wollte dafür rund 46,7 Milliarden Dollar zahlen, um den Militärstützpunkt für 99 Jahre zu pachten. Doch die Gesetzgebung zur Souveränitätsübertragung scheiterte bislang am Widerstand der Trump-Regierung.

Für zusätzliche Spannungen sorgte, dass Starmer Trump untersagte, von der Basis aus Angriffe auf den Iran zu fliegen.

"Ein Akt totaler Dummheit"

Trump hatte seine Position zu den Chagos-Inseln bereits im Januar unmissverständlich klargemacht. Auf Truth Social wetterte er damals: "Schockierenderweise plant unser 'brillanter' NATO-Verbündeter, das Vereinigte Königreich, derzeit die Insel Diego Garcia, den Standort einer wichtigen US-Militärbasis, an Mauritius zu verschenken, und das OHNE JEDEN GRUND."

China und Russland hätten diesen "Akt totaler Schwäche" zweifellos bemerkt, so der Präsident weiter. Die geplante Übergabe der strategisch wichtigen Inseln bezeichnete er als "Akt GROSSER DUMMHEIT" – und verknüpfte dies direkt mit seinen Grönland-Ambitionen: Dies sei ein weiterer Grund, warum Grönland erworben werden müsse.

Von Grönland bis Chagos: Trumps geopolitische Wunschliste wächst

Die Chagos-Inseln fügen sich nahtlos in Trumps wachsende Liste begehrter Territorien ein. Neben Grönland hat der Präsident bereits Kanada, Mexiko, Kuba und Venezuela als potenzielle Kandidaten für einen 51. Bundesstaat ins Spiel gebracht.

Zukunft der Chagos-Inseln bleibt offen

Den aktuellen Kaufplan soll Finanzminister Scott Bessent dem Präsidenten vorgelegt haben. Laut Insidern steht das Weiße Haus in regelmäßigem Austausch mit der Downing Street über die Zukunft der Inselgruppe. Ein konkretes finanzielles Angebot hat Washington bislang allerdings noch nicht unterbreitet.

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