Donald Trump News: Albanien: Proteste gegen Bauprojekt von Trump-Schwiegersohn
In Tirana protestieren täglich Menschen gegen ein Milliardenvorhaben an der Adria. Naturschützer warnen vor Schäden im Vjosa-Delta, die Regierung hält an den Plänen fest.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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In der albanischen Hauptstadt Tirana hat eine große Menschenmenge gegen ein Immobilienprojekt an der Adria-Küste demonstriert, hinter dem eine Firma des Schwiegersohns von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, steht. Die Menge zog vor das Amt des albanischen Ministerpräsidenten Edi Rama und forderte einen Stopp des Bauvorhabens beim Ort Zvernec, wie die staatliche albanische Nachrichtenagentur ATA berichtete.
Die projektierten Bauflächen gehören zum Naturschutzgebiet um die Lagune von Narta im Delta des Flusses Vjosa, einem der wichtigsten Feuchtgebiete in Albanien. Naturschützer befürchten, dass die geplante Errichtung von Luxushotels, Villenanlagen und Freizeiteinrichtungen auf einer Fläche von 45 Hektar das sensible Ökosystem im Vjosa-Delta nachhaltig beschädigen könnte. Dazu gehören etwa Rast- und Brutgebiete für Flamingos, Reiher und andere Vögel.
Am Rande der Kundgebung am Mittwochabend kam es auch zu Zusammenstößen mit der Polizei. Diese setzte Wasserwerfer ein, um Demonstrierende abzudrängen. Über Festnahmen oder Verletzte wurde in den Medienberichten nichts bekannt.
Kein Ende in Sicht
In einem Interview mit dem US-Nachrichtensender CNN, aus dem albanische Medien zitierten, sagte Rama, die von den Demonstranten geäußerten Bedenken würden auf "Fehlinformationen und Falschmeldungen" beruhen. Diese fänden Verbreitung über die sozialen Medien. Eine Einstellung des Projekts, wie sie die Demonstranten fordern, schloss er kategorisch aus.
Generalunternehmer des Projekts ist das Unternehmen Affinity Partners, hinter dem Kushner steht. Das Projekt soll sich über ein Gebiet bei Zvernec und die vorgelagerte Insel Sazan erstrecken. Die Investitionssumme soll sich auf 1,4 Milliarden Euro belaufen. Der erste Protest in Tirana fand am 30. Mai statt. Seit Montag gehen die Gegner des Projekts jeden Tag auf die Straße. Auch heute ist wieder eine Demonstration geplant.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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