Wladimir Putin: Kreml tobt vor Wut - Putin-Tanker von Franzosen im Atlantik abgefangen

Die französische Marine stoppt einen russischen Öltanker mitten im Atlantik – Moskau tobt und spricht von Piraterie. Es ist die bisher schärfste Konfrontation im Kampf gegen Putins Schattenflotte.

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Die westliche Marine geht nach und nach gegen Wladimir Putins Schattenflotte vor. Der Kreml reagiert erzürnt und spricht von "Piraterie". (Foto) Suche
Die westliche Marine geht nach und nach gegen Wladimir Putins Schattenflotte vor. Der Kreml reagiert erzürnt und spricht von "Piraterie". Bild: dpa/Pool Reuters/Maxim Shemetov
  • Französische Marine stoppt russischen Öl-Tanker im Atlantik
  • Schlag gegen Wladimir Putins Schattenflotte sorgt für Spannungen
  • Moskau spricht von "Piraterie", Paris beruft sich auf Seerecht
  • Warum die Schattenflotte für Russland so wichtig ist

Der Kreml tobt, Europa feiert. Im Kampf gegen Putins Schattenflotte ist der französischen Marine ein entscheidender Schlag gelungen, den Wladimir Putin nur schwer verkraftet. Die Hintergründe.

Russischer Öl-Tanker im Atlantik abgefangen - Schlag gegen Wladimir Putins Schattenflotte

Wie unter anderem "The Kyiv Independent" berichtet, hat die französische Marine am 31. Mai einen russischen Öltanker im Atlantik abgefangen. Bei dem Schiff handelt es sich um die "Tagor", die zur sogenannten Schattenflotte Russlands gehört.

Die Aktion erfolgte mit Unterstützung Großbritanniens. "Es ist inakzeptabel, dass Schiffe internationale Sanktionen umgehen, das Seerecht verletzen und den Krieg finanzieren, den Russland seit mehr als vier Jahren gegen die Ukraine führt", erklärte der französische Staatschef. Das Schiff war zuvor aus Russland ausgelaufen.

Bedeutendste Aktion einer westlichen Marine

Der Einsatz gilt als eine der bedeutendsten Aktionen einer westlichen Marine gegen Russlands Netzwerk zur Sanktionsumgehung in internationalen Gewässern.

Die "Tagor" beförderte russisches Rohöl sowie Erdölprodukte. Das Schiff steht auf den Sanktionslisten der Europäischen Union, Großbritanniens und der Ukraine.

Was versteht man unter Putins sogenannter "Schattenflotte"?

Seit dem Beginn der vollständigen Invasion der Ukraine im Jahr 2022 setzt Moskau auf diese Schattenflotte, um trotz westlicher Sanktionen weiterhin Öl exportieren zu können. Das Netzwerk besteht aus veralteten Tankern, die über Briefkastenfirmen und undurchsichtige Eigentümerstrukturen betrieben werden. Durch häufige Flaggenwechsel verschleiern die Schiffe ihre Verbindungen zu Russland und umgehen so die Exportbeschränkungen.

Wladimir Putin sauer: Moskau spricht von "Piraterie"

Der Kreml reagierte scharf auf das Vorgehen der französischen Marine. Putin-Sprecher Dmitri Peskow bezeichnete die Aktion als rechtswidrig. "Wir betrachten solche Handlungen als illegal; sie kommen internationaler Piraterie gleich", sagte er. Moskau widerspreche entschieden der Darstellung, dass der Einsatz im Einklang mit internationalem Recht stehe.

Die russische Seite wies damit die Argumentation Frankreichs zurück, wonach die Operation in strikter Übereinstimmung mit dem Seerecht durchgeführt worden sei. Der diplomatische Konflikt zwischen Paris und Moskau verschärft sich damit weiter.

Paris verstärkt Kampf gegen Sanktionsumgehung

Frankreich geht seit Monaten konsequent gegen die russische Schattenflotte vor. Bereits im September 2025, Januar 2026 und März dieses Jahres wurden Schiffe in französischen Hoheitsgewässern abgefangen. Diese Einsätze sind Teil einer gezielten Kampagne zur Unterbindung der Sanktionsumgehung.

Die Ukraine begrüßt diese Maßnahmen ausdrücklich. Kiew hat die europäischen Verbündeten wiederholt aufgefordert, ihre Gesetzgebung anzupassen. Ziel ist es, die Beschlagnahmung von Schiffen der Schattenflotte zu ermöglichen und deren Ladung für die europäische Sicherheit nutzbar zu machen.

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