Greg Bovino: Trumps Ex-Vertrauter schockt mit Hitlergruß-Post
Als Chef von Donald Trumps Grenzschutzbehörde mag Greg Bovino abgesetzt worden sein, dafür tummelt sich das Aushängeschild der ICE-Razzien bei Neo-Faschisten-Versammlungen - Social-Media-Posts mit Hitlergruß inklusive.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Rechtsextreme Prominenz fantasiert bei Konferenz in Portugal von Remigration
Der Name Greg Bovino steht wie kein anderer für die aggressive Umsetzung von Donald Trumps Einwanderungspolitik in dessen zweiter Amtszeit: Spätestens nach den tödlichen Schüssen auf die US-Bürger Renee Good und Alex Pretti in Minneapolis wurde Bovino als Oberbefehlshaber der US-Grenzschutzbehörde zum Symbolbild der ICE-Razzien und der von Donald Trump geforderten Massenabschiebungen. Nun sorgt der Anfang 2026 aus dem Amt entfernte Bovino erneut für Wirbel, wie unter anderem bei "Raw Story" zu lesen ist.
Donald Trumps Ex-Vertrauter Greg Bovino sorgt bei Neo-Faschisten-Treff für Wirbel
Am letzten Mai-Wochenende nahm der ehemalige Chef der US-Grenzschutzbehörde Border Patrol an einem höchst umstrittenen Treffen in Portugal teil. Bei der Veranstaltung stand das Thema "Remigration" im Mittelpunkt – ein rechtsextremes Konzept, das die massenhafte Ausweisung ethnischer Minderheiten propagiert. Kurz vor seiner Abreise zu dem Gipfeltreffen hatte Greg Bovino auf der Plattform X (vormals Twitter) ein Foto von sich veröffentlicht, das heftige Kritik auslöste.
ICE Agents at Delaney, hang in there.
— Gregory K Bovino (@GregoryKBovino) May 29, 2026
You have the world watching and supporting your efforts to hold the line.
Every one of us wants to be shoulder to shoulder with you.
In speaking with the Mean Green Team, they send you support and are wishing you the best.
Give… pic.twitter.com/nfm0qBgYC1
Hitlergruß bei Social Media? Ex-Grenzschutzchef Greg Bovino postet umstrittenes Bild
Die Aufnahme zeigt ihn mit ausgestrecktem rechten Arm und gespreizten Fingern – eine Geste, die Beobachter wie der Journalist Charles Davis als "Hitlergruß" interpretierten. Davis bezeichnete die Pose in einem Beitrag auf "The Redoubt" als nahezu identisch mit dem nationalsozialistischen Gruß und ergänzte: "Es wäre einfacher, diesen Hitler-Gruß als unbeholfene Geste abzutun, wenn er nicht von einem Mann ausgewählt und geteilt worden wäre, der auf dem Weg zu einer Konferenz über Rassenreinheit war."
Charles Davis kritisierte zudem die mangelnde Berichterstattung über das rechtsextreme Treffen scharf. "Der etablierte rechte Mainstream kriecht in die Kloake der neonazistischen Ideologie", schrieb er. Selbst Medien, die sich intensiv mit Antisemitismus befassten, ignorierten solche Vorfälle, wenn sie von republikanischen Funktionären oder ehemaligen Trump-Beamten ausgingen.
Remigrationsfantasien bei Neo-Faschisten-Treffen in Portugal
Die Konferenz in Portugal wurde offenbar von Diogo Gonçalves organisiert, einem rechtsextremen portugiesischen Aktivisten. Er gründete die Gruppierung Reconquista, deren Name auf die historische Rückeroberung der Iberischen Halbinsel anspielt. Während der Veranstaltung tätigte Gonçalves eine bemerkenswerte Aussage: "Weimarer Bedingungen erfordern Weimarer Lösungen." Dies dürfte ein Verweis auf die Weimarer Republik sein – jene deutsche Regierungsform, unter der Adolf Hitler an die Macht gelangte.
Zu den Gästen des Treffens zählte auch der österreichische Rechtsextremist Martin Sellner. Ihm wird vorgeworfen, die Verschwörungstheorie vom "Großen Austausch" zu verbreiten – die Behauptung, jüdische Eliten würden durch Massenmigration die weiße Bevölkerung auslöschen wollen. Ebenfalls anwesend war Lena Kotré, Gründerin der Schweizer Gruppierung "Junge Tat", die als neonazistisch eingestuft wird.
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loc/news.de/stg
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