Donald Trump: US-Verteidigungsminister droht Europa mit sicherheitspolitischem Kahlschlag

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth verschärft den Ton gegenüber Europas Nato-Partnern. Er fordert höhere Militärausgaben und kündigt Entscheidungen an, die Europas Sicherheit verändern könnten.

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Hegseth kritisiert europäische Nato-Staaten wegen zu geringer Verteidigungsausgaben (Foto) Suche
Hegseth kritisiert europäische Nato-Staaten wegen zu geringer Verteidigungsausgaben Bild: picture alliance/dpa/Planet Pix via ZUMA Press Wire | Molly Riley/White House
  • Hegseth kritisiert europäische Nato-Staaten wegen zu geringer Verteidigungsausgaben
  • Pentagon prüft offenbar Änderungen bei der militärischen Unterstützung Europas
  • Mögliche Truppenverlagerungen sorgen für neue Unsicherheit innerhalb der Nato

Die Debatte über die künftige Rolle der USA in Europa gewinnt erneut an Brisanz. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat den Nato-Partnern deutlich gemacht, dass Washington mehr Eigenverantwortung bei der Verteidigung erwartet. Gleichzeitig kündigte er weitreichende Entscheidungen an, die Auswirkungen auf die militärische Präsenz der Vereinigten Staaten in Europa haben könnten.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth kritisiert europäische Nato-Partner scharf

Bei einer sicherheitspolitischen Konferenz in Singapur fand der Pentagon-Chef "t-online" zufolge klare Worte. Seiner Ansicht nach hätten zahlreiche europäische Staaten über Jahre hinweg zu wenig Geld in ihre Verteidigung investiert und sich zu stark auf den militärischen Schutz der Vereinigten Staaten verlassen. Hegseth machte deutlich, dass die Zeit unverbindlicher Appelle vorbei sei. Länder, die sich nicht ausreichend an den gemeinsamen Verteidigungslasten beteiligen, müssten sich auf Veränderungen einstellen. Zudem kritisierte er mehrere europäische Regierungen dafür, ihre Streitkräfte vernachlässigt zu haben.

Nato-Verteidigungsausgaben bleiben Streitthema

Die Finanzierung der Verteidigung bleibt eines der zentralen Konfliktthemen innerhalb des Bündnisses. Zwar haben die Nato-Staaten vereinbart, ihre Militärausgaben in den kommenden Jahren deutlich zu erhöhen. Dennoch räumen viele Regierungen bereits ein, dass die angestrebten Ziele nur schwer erreichbar sein könnten. Aus Sicht Washingtons reicht das bisherige Tempo nicht aus. Die US-Regierung fordert seit Monaten, dass europäische Staaten deutlich mehr Verantwortung für ihre eigene Sicherheit übernehmen und weniger auf amerikanische Unterstützung setzen.

Pentagon prüft offenbar Kürzungen bei Europas Verteidigung

Besonders aufmerksam verfolgen Beobachter Berichte über mögliche Veränderungen bei den amerikanischen Streitkräften in Europa. Demnach soll das Pentagon bereits in naher Zukunft konkrete Pläne vorstellen, welche militärischen Fähigkeiten künftig reduziert oder anders verteilt werden könnten. Im Mittelpunkt stehen dabei vor allem Einheiten und Ressourcen, die im Ernstfall zur schnellen Verstärkung der Nato bereitstehen. Offizielle Details liegen bislang nicht vor. Allerdings deutete Hegseth an, dass Europa bald mehr über die Pläne der US-Regierung erfahren werde.

Verwirrung um US-Soldaten in Europa

Für zusätzliche Unsicherheit sorgen widersprüchliche Signale aus Washington. Während aus dem Pentagon zuletzt Berichte über einen möglichen Abzug mehrerer tausend Soldaten aus Deutschland kamen, stellte US-Präsident Donald Trump gleichzeitig eine Verstärkung der amerikanischen Präsenz in Polen in Aussicht. Welche Strategie sich letztlich durchsetzen wird, bleibt derzeit offen. Klar ist jedoch, dass die Vereinigten Staaten ihre militärischen Prioritäten zunehmend neu bewerten.

Europa soll mehr Verantwortung für eigene Sicherheit übernehmen

Hinter den aktuellen Diskussionen steht eine grundlegende Neuausrichtung der amerikanischen Sicherheitspolitik. Die Regierung in Washington betont zwar weiterhin ihre Unterstützung für die Nato, fordert jedoch, dass Europa langfristig stärker für die eigene Verteidigung aufkommt. Insbesondere Deutschland wurde in den vergangenen Monaten mehrfach kritisiert. Aus Sicht der US-Regierung müsse Europa insgesamt unabhängiger werden und größere Teile seiner Sicherheitsarchitektur selbst finanzieren.

Nato vor wichtiger Weichenstellung

Die kommenden Monate könnten entscheidend für die künftige Zusammenarbeit innerhalb des Bündnisses werden. Sollten die USA tatsächlich militärische Kapazitäten in Europa reduzieren, müssten die europäischen Nato-Mitglieder ihre Verteidigungsanstrengungen deutlich beschleunigen. Die von Hegseth angekündigten Entscheidungen dürften daher weit über Washington hinaus aufmerksam verfolgt werden. Für Europa steht die Frage im Raum, wie stark es künftig noch auf den militärischen Rückhalt der Vereinigten Staaten zählen kann.

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