Wladimir Putin: Verheerende Ukraine-Bilanz - Kremlchef verliert an drei Fronten gleichzeitig

Im fünften Jahr des Ukraine-Kriegs gerät Wladimir Putin zunehmend unter Druck. Der russische Präsident sieht sich mittlerweile an drei Fronten gleichzeitig mit wachsenden Schwierigkeiten konfrontiert. Kommt es zur endgültigen Wende im Ukraine-Krieg?

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Wladimir Putin verliert an drei Fronten gleichzeitig. (Foto) Suche
Wladimir Putin verliert an drei Fronten gleichzeitig. Bild: picture alliance:dpa:Pool Sputnik Kremlin | Sergei Bobylev

Im fünften Jahr des Ukraine-Kriegs gerät Wladimir Putin zunehmend unter Druck. Wie die "Bild" aktuell berichtet, sieht sich der Kremlchef mittlerweile an drei Fronten gleichzeitig mit wachsenden Schwierigkeiten konfrontiert: Seine Streitkräfte erleiden monatlich massive Verluste von rund 35.000 Soldaten, die Offensive in der Ukraine kommt kaum noch voran und erstmals seit Oktober 2023 muss Moskau wieder Gebietseinbußen hinnehmen.

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Wladimir Putin unter Druck durch ukrainische Drohnenangriffe auf Russland

Besonders brisant: Ukrainische Drohnenangriffe treffen inzwischen auch die russische Hauptstadt und fordern dort Todesopfer. Heißt: Der Konflikt macht vor russischem Territorium nicht mehr halt. Kiew attackiert mittlerweile regelmäßig Ölraffinerien, Militäreinrichtungen und kritische Infrastruktur weit im russischen Hinterland. Bei einem der massivsten Angriffe seit Kriegsbeginn wurden mehr als 600 Drohnen abgefangen. Dennoch gab es im Großraum Moskau Todesopfer. "Ein hoher psychologischer Faktor", erklärt Sicherheitsexperte Christian Mölling gegenüber der "Bild". "Für Putins Stabilität ist Moskau wichtig." Für viele Russen wird der Krieg damit erstmals unmittelbar spürbar.

Russlands blutige Bilanz: Putin verliert 35.000 Soldaten pro Monat

Die Verluste der russischen Streitkräfte haben derweil ein erschreckendes Ausmaß erreicht. Nach westlichen Schätzungen büßt Moskau jeden Monat etwa 35.000 Soldaten ein - darunter fallen sowohl Gefallene als auch Verwundete. Berechnungen der russischen Oppositionsportale "Meduza" und "Mediazona" beziffern die Zahl der getöteten russischen Soldaten seit Kriegsbeginn bis Ende 2025 auf rund 352.000. Rechnet man die Verwundeten hinzu, belaufen sich die Gesamtverluste auf bis zu 1,2 Millionen Menschen.

Wladimir Putin gedemütigt durch Gebietsverluste und stockende Offensive

An der Front zeigt sich derweil eine bemerkenswerte Entwicklung: Zum ersten Mal seit Oktober 2023 muss die russische Armee wieder Geländeverluste hinnehmen. Analysen des "Economist" dokumentieren zwar kleine, aber anhaltende Rückschläge für Moskau. Seit Jahresbeginn konnte Russland lediglich rund 220 Quadratkilometer erobern. Im Gegenzug gewann die Ukraine in den vergangenen Monaten 189 Quadratkilometer zurück. Angesichts der enormen Verluste an Menschenleben lässt sich diese Bilanz für Putin kaum rechtfertigen. Sicherheitsexperte Christian Mölling mahnt jedoch gegenüber der "Bild" zur Vorsicht: "Ob die Ukraine die Gebiete halten kann, müssen wir noch sehen. Das kann sich relativ schnell wieder drehen."

Kriegsbeobachter prophezeien Wende im Ukraine-Krieg

Manche Kriegsbeobachter spekulieren aufgrund all dessen nun über eine mögliche Kriegswende, sollte Wladimir Putin bis zum Sommer keine Antwort auf die stockende Offensive und die Angriffe im eigenen Land finden. Mölling bleibt skeptisch: "Wendepunkt klingt nach Abenteuerfilm. Aber ich glaube, es bleibt ein Abnutzungskrieg, in dem es nur in Millimeterarbeit vorangeht."

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