Wladimir Putin: Experte schlägt Alarm - China-Reise schürt Angst vor Russen-Angriff auf Nato

Wenn Wladimir Putin in dieser Woche Chinas Staatschef Xi Jinping in Peking trifft, könnte es um weit mehr gehen als Diplomatie. Ein deutscher Sicherheitsexperte analysierte die drohende Gefahr und warnt vor einem gemeinsamen Nato-Angriff sowie einem möglichen Zwei-Fronten-Krieg.

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Wladimir Putin reist nach China, um Staatschef Xi Jinping zu treffen. (Foto) Suche
Wladimir Putin reist nach China, um Staatschef Xi Jinping zu treffen. Bild: picture alliance/dpa/Pool Sputnik Kremlin | Sergei Bobylev
  • Wladimir Putin schürt Sorge vor Nato-Angriff
  • Kremlchef reist nach China, um Staatschef Xi Jinping zu treffen
  • Experte warnt vor drohender Gefahr eines Zwei-Fronten-Kriegs

Kurz nach dem Besuch von US-Präsident Donald Trump in China steht bereits der nächste hochrangige Gast vor Xi Jinpings Tür: Am Dienstag (19. Mai) ist Russlands Präsident Wladimir Putin in Peking angekommen. Der Sicherheitsexperte Joachim Krause äußert im Interview mit "Focus Online" erhebliche Bedenken über den Inhalt der Gespräche zwischen Wladimir Putin und dem chinesischen Staatschef.

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Experte sicher: Wladimir Putin wird mit Xi Jinping über Nato-Angriff sprechen

Nach Einschätzung des Politikwissenschaftlers werden die beiden Machthaber während ihres Treffens auch über einen möglichen Angriff Russlands auf die Nato sprechen. "Viele fürchten, dass der Dienstag anstehende Besuch Putins in Peking zum Austausch zwischen beiden Staatschefs über die Möglichkeit eines Zwei-Fronten-Kriegs führen wird, bei dem China Taiwan und Russland Europa zur gleichen Zeit angreift", warnt Krause.

Experte sieht Gefahr eines Putin-Angriffs - geschwächte Nato als Gelegenheit für Moskau

Der Politikexperte sieht die aktuelle Situation als besonders brisant an. Der Wiederaufbau der deutschen Streitkräfte und jener der Verbündeten sei bei weitem nicht abgeschlossen. Gleichzeitig agiere Donald Trump feindselig gegenüber seinen Partnern und reduziere die amerikanische Truppenpräsenz. "Das könnte in Moskau als 'Window of Opportunity' begriffen werden", so der Experte.

Besonders kritisch bewertet Krause das Auftreten des US-Präsidenten während der Krise an der Straße von Hormus. Trotz markiger Ankündigungen habe sich Donald Trump dort als "feige und schwach" erwiesen. Der Politikwissenschaftler geht davon aus, dass Xi Jinping den amerikanischen Präsidenten für "charakterschwach, großsprecherisch und geistig nicht besonders anspruchsvoll" hält.

Wird Putin die Nato angreifen? Experte sieht begrenzte Kapazitäten für russische Großoffensiven

Trotz der bedrohlichen Lage relativiert Joachim Krause die militärischen Möglichkeiten Russlands. Zwar habe der Kreml ein gewisses Potential aufgebaut, um die baltischen Staaten zu bedrohen. Auch könnten russische Streitkräfte Deutschland und Polen mit Langstreckenwaffen erheblich treffen. Für weiträumige Eroberungszüge fehle es jedoch an den nötigen Fähigkeiten. Der Experte zieht einen historischen Vergleich: Hitler habe 1941 die Sowjetunion angegriffen, nachdem er gegen Großbritannien nicht vorankam. Putin verfüge allerdings nicht über vergleichbare Ressourcen für einen Landkrieg wie das Deutsche Reich damals.

Putin gewinnt an Einfluss, während Europa und Nato geschwächt dastehen

Dennoch bestehe eine ernsthafte Gefahr für Europa. Die sicherheitspolitische Lage hat sich nach Einschätzung des Politikexperten grundlegend verändert. In den vergangenen vier Jahren sei man davon ausgegangen, dass Wladimir Putin kein Interesse daran habe, Nato-Mitglieder in den Ukraine-Konflikt hineinzuziehen. Diese Annahme sei durch Trumps Versagen am Persischen Golf und seine unberechenbaren Angriffe auf die eigenen Verbündeten hinfällig geworden. "Ich befürchte, wir sind nicht gut darauf vorbereitet - weder militärisch noch politisch", resümiert der Politikwissenschaftler. Die "Kriegspartei" in Moskau gewinne derzeit an Einfluss, während Europa und die Nato geschwächt dastünden.

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