Wolodymyr Selenskyj verurteilt Attacke: Sprecher warnt vor Putin-Aufrüstung - Angst vor tagelangen Angriffen

Russische Streitkräfte nutzten die Waffenruhe offenbar zur Aufrüstung ihrer Bomber. Gleichzeitig sorgen sich ukrainische Beobachter vor tagelangen Angriffen. Putins Militär hat wieder angegriffen. Selenskyj verurteilt die Attacke auf Zivilisten.

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Wolodymyr Selenskyj verurteilt die jüngsten Angriffe auf die Ukraine. (Foto) Suche
Wolodymyr Selenskyj verurteilt die jüngsten Angriffe auf die Ukraine. Bild: picture alliance/dpa/AP | Petros Karadjias
  • Ukrainischer Luftwaffensprecher warnt vor Aufrüstung von russischen Bombern
  • Ukrainische Beobachter sind besorgt: Putins nächste Angriffe könnten mehrere Tage dauern
  • Wolodymyr Selenskyj fordert, nach schweren Attacken mehr Druck auf Russland auszuüben

Die dreitägige Waffenruhe ist vorbei. In den letzten Tagen sollen russische Streitkräfte die Zeit genutzt haben, um strategische Bomber aufzurüsten, wie Luftwaffensprecher Yurii Ihnat in einem Video zu hören ist.Derweil zeigen sich ukrainische Beobachter besorgt. Sie warnen vor massiven Angriffen, berichtet die Plattform Noelreports auf X.

Ukraine-Krieg aktuell: Beobachter warnen vor tagelangen Angriffen aus Russland

Nach Angaben des Berichts könnte der Angriff "innerhalb von 24 bis 72 Stunden erfolgen". Russland soll lange Ziele in der Ukraine attackieren: "Der Schlag könnte sich über zwei bis drei Tage erstrecken, wie Russland es zuvor getan hat."

Angriff auf ukrainische Zivilisten

Nach der Waffenruhe hat Russland das osteuropäische Land erneut angegriffen. Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind in der Großstadt Krywyj Rih mindestens zwei Menschen getötet worden. Vier weitere Menschen seien bei der Attacke am Abend verletzt worden, darunter ein neun Monate altes Mädchen, das in kritischem Zustand im Krankenhaus behandelt werde, schrieb der Regionalgouverneur Olexander Hanscha auf der Plattform Telegram. Bei den Getöteten handele es sich um eine 65-jährige Frau und einen 43-jährigen Mann.

Selenskyj verurteilt Russlands Attacke

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verurteilte den Angriff "auf ein gewöhnliches Wohnhaus" in seiner Heimatstadt als zynisch und militärisch sinnlos. Nach Ende der dreitägigen Waffenruhe am Montag tötet Russland nun wieder Ukrainer und Ukrainerinnen. "Der Druck auf Russland darf deshalb in keiner Weise nachlassen", schrieb Selenskyj auf der Plattform X. Nur entschlossener gemeinsamer Druck und die Stärkung der Ukraine, einschließlich der Ausweitung der Luftabwehr, "können den Aggressor dazu zwingen, diplomatisch auf einen verlässlichen Frieden und ein Ende der Morde hinzuarbeiten". 

Ukraine schlägt zurück - Selenskyj fordert "Anti-Ballistik-Koalition"

Gleichzeitig wehrt sich die Ukraine und attackiert Ziele in Russland. Nach einem Angriff auf ein Gasindustrie-Gelände in der Oblast Orenburg bezeichnete Selenskyj den Schlag der ukrainischen Streitkräfte als "Reaktion auf neue russische Shahed-Drohnen- und Gleitbombenangriffe auf die Ukraine." In einer Videobotschaft sprach er sich für weitere Sanktionen aus: "Wir schreiten stetig mit der Frage der Produktion von Anti-Ballistik-Fähigkeiten in Europa voran – wir bilden eine Anti-Ballistik-Koalition. Das ist etwas, das sich lohnt, und im Moment sind wir einem Ergebnis näher als je zuvor. Dreizehn Länder und das Büro des Nato-Generalsekretärs waren bei der heutigen Sitzung auf NSA-Ebene zu Anti-Ballistik-Lösungen vertreten."

Die Ukraine hofft seit langem auf eine längere Waffenruhe, in der über einen Waffenstillstand und eine Friedenslösung verhandelt werden könnte. Moskau hat die Feuerpausen über hohe Feiertage immer begrenzt. In diesem Fall ging es darum, mit einer Militärparade am Samstag in Moskau ungestört das Andenken an den sowjetischen Sieg im Zweiten Weltkrieg feiern zu können.

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/news.de/dpa

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