Donald Trump: US-Präsident bekommt deutliche Quittung für Milliarden-Debakel
Für humanitäre Hilfsprojekte hat US-Präsident Donald Trump den Geldhahn zugedreht, doch seinen Krieg im Iran lässt sich "The Don" mehrere Milliarden US-Dollar täglich kosten. Dafür bekam Trump nun eine mehr als deutliche Quittung.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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Seinen Krieg gegen den Iran, den Donald Trump Ende Februar 2026 mit Luftangriffen gegen Teheran vom Zaun brach, lässt sich der US-Präsident einiges kosten: Einer auf Pentagon-Daten basierenden Analyse der Harvard-Universität zufolge verschlingt der Konflikt täglich zwei Milliarden US-Dollar. Die schwindelerregenden Summen, die Trumps Regierung in den Iran-Krieg investiert, sorgen international für Entsetzen - und brachten dem US-Präsidenten nun eine bittere Abrechnung seitens der Vereinten Nationen ein.
Konkret war es Tom Fletcher, seines Zeichens Untergeneralsekretär für humanitäre Angelegenheiten und Koordinator für Nothilfe bei der UN, der mit Donald Trump ein Hühnchen zu rupfen hatte. Wie "Raw Story" zusammenfasst, hielt Fletcher am 20. April im Londoner Think-Tank-Institut für Außenpolitik und internationale Beziehungen, Chatham House, eine Rede, in der er seine Empörung über Donald Trumps kostspielige Kriegstreiberei zum Ausdruck brachte.
Donald Trump streicht Milliarden für humanitäre Hilfe - und führt lieber kostspieligen Krieg im Iran
Für die zwei Milliarden US-Dollar, die Trumps Iran-Krieg Tag für Tag verschlingt, könnte Fletcher zufolge sein gesamtes humanitäres UN-Hilfsprogramm finanziert werden können. "Für jeden Tag dieses Konflikts werden zwei Milliarden Dollar ausgegeben. Mein gesamtes Ziel für einen hochpriorisierten Plan zur Rettung von 87 Millionen Menschenleben beträgt 23 Milliarden Dollar", erklärte Fletcher. "Wir hätten das in weniger als zwei Wochen dieses rücksichtslosen Krieges finanzieren können. Jetzt können wir das natürlich nicht mehr." Die US-Kürzungen haben das Budget von Flechters Behörde OCHA um etwa 50 Prozent reduziert.
Iran-Krieg fordert mehr als 5.000 Tote und bringt Weltwirtschaft ins Wanken
Der Ende Februar von den USA und Israel gestartete Krieg hat verheerende Folgen. Mehr als 5.000 Menschen wurden im Iran und Libanon getötet, darunter Tausende Zivilisten. Über vier Millionen Menschen mussten infolge der Kriegswirren ihre Heimat verlassen. Die wirtschaftlichen Auswirkungen reichen weit über die Kriegsregion hinaus. "Die Straße von Hormus – Treibstoffpreise um 20 Prozent gestiegen, Lebensmittelpreise um fast 20 Prozent gestiegen, unsere humanitären Konvois blockiert", berichtete Fletcher. Seine Organisation musste auf Luft- und Landtransporte ausweichen.
Die Preissteigerungen treffen besonders Subsahara-Afrika und Ostafrika hart. Dort werden nach Fletchers Einschätzung deutlich mehr Menschen in extreme Armut gedrängt – Auswirkungen, die noch Jahre spürbar sein werden.
"Das ganze Land in die Luft jagen" – Fletcher warnt vor Donald Trumps gefährlicher Sprache
Der UN-Koordinator verurteilte zudem Donald Trumps aggressive Rhetorik gegenüber dem Iran scharf. Erst vor wenigen Tagen hatte der US-Präsident erneut gedroht, mit massiven Angriffen auf zivile Infrastruktur "das ganze Land in die Luft zu jagen" – Aussagen, die an Völkermord-Rhetorik grenzen. "Die Vorstellung, dass es plötzlich in Ordnung ist zu sagen 'Bombardiert sie', 'Zerstört sie' – diese Art von Sprache ist wirklich gefährlich", warnte Fletcher. Sie gebe anderen Möchtegern-Autokraten weltweit mehr Freiheit, ähnliche Formulierungen zu verwenden.
Die aggressive Haltung der USA und ihrer Verbündeten habe die Welt insgesamt kriegerischer und weniger großzügig gemacht. Länder investierten nun mehr in Verteidigung statt in humanitäre Hilfe – mit direkten Folgen für über 300 Millionen hilfsbedürftige Menschen weltweit.
Über 1.000 tote Helfer in drei Jahren – "Wann wurde das normal?"
Fletcher beklagte auch die dramatische Erosion des humanitären Völkerrechts. In den vergangenen drei Jahren wurden weltweit mehr als 1.000 Hilfsarbeiter im Einsatz getötet. Laut einem UN-Bericht von Anfang April starb über die Hälfte von ihnen während Israels Offensive in Gaza und den eskalierenden Angriffen im Westjordanland. "Tausend tote Humanitäre in drei Jahren", sagte Fletcher. "Wann wurde das normal?"
Er kritisierte den UN-Sicherheitsrat, in dem die USA als ständiges Mitglied Vetorecht besitzen, für seine schwachen Reaktionen. "Gebt uns nicht einfach eine allgemeine Erklärung, dass humanitäre Helfer geschützt werden sollten", forderte er. "Ruft an, benennt die Leute, die uns töten, hört auf, diejenigen zu bewaffnen, die es tun."
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loc/news.de
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