Donald Trump stinksauer: Trump rastet aus - Briten verweigern Hormus-Blockade
Trump eskaliert, London blockt ab: Im Streit um die Straße von Hormus prallen die Interessen der westlichen Partner hart aufeinander. In einem Interview rechnet der US-Präsident mit seinen europäischen Verbündeten ab.
Erstellt von Sarah Baumann-Rüster - Uhr
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- Großbritannien lehnt Trumps geplante Blockade der Straße von Hormus ab und geht eigenen Weg
- US-Präsident Donald Trump attackiert Verbündete scharf – droht indirekt mit Konsequenzen
- Briten-Premier Keir Starmer warnt vor steigenden Energiepreisen und weiterer Eskalation
London verweigert Donald Trump die Gefolgschaft bei seiner Iran-Blockade und schmiedet stattdessen mit Paris eine eigene Allianz. Das Weiße Haus erwägt nun offenbar Vergeltungsmaßnahmen gegen widerspenstige NATO-Partner – bis hin zum Truppenabzug.
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Donald Trump tobt: Großbritannien will US-Seeblockade nicht unterstützen
Die Spannungen zwischen den USA und ihren engsten Verbündeten erreichen einen neuen Höhepunkt: Großbritannien weigert sich, an der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Blockade der Straße von Hormus teilzunehmen. Stattdessen verfolgt London einen eigenen Kurs – und setzt auf Diplomatie und internationale Zusammenarbeit.
Ein Regierungssprecher stellte laut "Daily Beast" klar, man arbeite "dringend mit Frankreich und anderen Partnern" an einer breiten Koalition zum Schutz der Schifffahrtsfreiheit. Die freie Passage durch die Meerenge sei essenziell – sowohl für die Weltwirtschaft als auch für die Lebenshaltungskosten im eigenen Land. Besonders deutlich: Die Passage dürfe keiner Mauterhebung unterliegen.
Hormus-Krise spitzt sich zu: USA machen Ernst
Während London bremst, eskaliert Washington: Das US-Zentralkommando kündigte an, die Blockade iranischer Häfen ab Montag, 16 Uhr deutscher Zeit, durchzusetzen. Die Maßnahme soll laut Centcom unparteiisch gegen Schiffe aller Nationen gelten, die iranische Häfen am Persischen Golf und Golf von Oman anlaufen oder verlassen. Die Maßnahme kommt einem massiven Eingriff in den internationalen Handel gleich – und erhöht den Druck auf die Verbündeten der USA, Position zu beziehen.
Nato-Krach droht: Trump greift europäische Verbündete frontal an
Die Reaktion aus Washington ließ nicht lange auf sich warten: Donald Trump zeigte sich zunehmend verärgert über die fehlende Unterstützung aus Europa. In einem Interview mit Fox News attackierte er sowohl Großbritannien als auch Deutschland scharf.
Auf Truth Social warf er seinen Verbündeten vor, nicht den "Mut oder Willen" zu besitzen, die Räumung der Meerenge selbst durchzuführen. Gleichzeitig behauptete er, "zahlreiche Länder" stünden hinter seiner Blockade – konkrete Namen nannte er jedoch nicht.
Laut einem Bericht des "Wall Street Journal" erwägt das Weiße Haus Gegenmaßnahmen gegen Verbündete, die den Krieg mit Iran nicht unterstützen. Dazu könnte auch ein möglicher Abzug amerikanischer Truppen aus Nato-Staaten gehören.
Starmer genervt von Energiepreisschwankungen: Briten-Premier rechnet mit Putin und Trump ab
Der britische Premierminister Keir Starmer machte in einem Interview für den ITV-Podcast "Talking Politics" seinem Unmut Luft. Er sei es "leid, dass Familien im ganzen Land erleben, wie ihre Rechnungen steigen und fallen – wegen der Handlungen von Putin oder Trump", sagte der Regierungschef.
Bereits im März hatte Energieminister Ed Miliband erklärt, London prüfe "alle Optionen" zur Wiedereröffnung der Meerenge. Regierungsvertreter zeigten sich jedoch besorgt, dass die Entsendung von Schiffen oder Minenräumgeräten die Krise weiter verschärfen könnte, wie der "Guardian" berichtete.
Großbritannien verfügt Berichten zufolge bereits über Minenräumsysteme in der Region. Dennoch will Starmer Trump bei seiner Blockade nicht zur Seite stehen. Stattdessen rief der Premier beide Konfliktparteien auf, "einen Weg zu finden" und warnte vor weiterer Eskalation.
Gescheiterte Verhandlungen, maximale Drohungen
Die Blockade folgt auf ergebnislose Friedensgespräche am Samstag in Pakistan. Vizepräsident JD Vance kehrte nach 21 Stunden Verhandlungen ohne Einigung nach Washington zurück. Die Differenzen über Irans Atomprogramm und die Straße von Hormus blieben ungelöst.
Trump verschärfte daraufhin seine Rhetorik drastisch. Er könne Iran "an einem Tag erledigen", erklärte der Präsident gegenüber Fox News. Binnen einer Stunde könne er "ihre gesamte Energie, alle ihre Anlagen, ihre Elektrizitätswerke" zerstören.
Gleichzeitig prognostizierte Trump, das Regime werde "zurückkommen und uns alles geben, was wir wollen". Iran habe "keine Karten mehr". Die US-Marine sei "vollständig geladen und bereit", um das "Wenige, was von Iran übrig ist, zu erledigen".
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