Iran-Krieg aktuell: Pentagon in Panik - Gehen Donald Trump die Tomahawk-Geschosse aus?
Nach nur vier Wochen Iran-Krieg hat das US-Militär bereits 850 Tomahawk-Marschflugkörper verschossen – Pentagon-Insider warnen, die Bestände stünden kurz vor "Winchester", dem militärischen Code für völlig aufgebrauchte Munition.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Panik im Pentagon: Waffenvorräte nach vier Wochen Iran-Krieg stark dezimiert
- Steht das US-Militär bald ohne Tomahawk-Geschosse da?
- US-amerikanische Marschflugkörper werden knapp - Warnung vor "Winchester"-Ernstfall
Vier Wochen sind vergangen, seitdem sich die USA an den israelischen Luftschlägen gegen den Iran beteiligte - seitdem ist der Iran-Krieg in vollem Gange. Schon jetzt herrscht allerdings im Pentagon wachsende Unruhe über die schwindenden Waffenvorräte. Wie die "Washington Post" berichtet, hat das US-Militär bereits 850 Tomahawk-Marschflugkörper verschossen.
Iran-Krieg kostet US-Militär hunderte Tomahawk-Marschflugkörper
Ein Pentagon-Mitarbeiter bezeichnete die verbliebenen Bestände als "alarmierend niedrig". Ein weiterer Insider sprach davon, dass die Vorräte kurz vor "Winchester" stünden – ein militärischer Ausdruck für vollständig aufgebrauchte Munition.
Die Marschflugkörper werden von Kriegsschiffen und U-Booten der Navy abgefeuert und können Ziele in über 1.600 Kilometern Entfernung treffen. Sie ermöglichen Angriffe tief im iranischen Territorium, ohne amerikanische Soldaten zu gefährden. Die genaue Größe des Gesamtarsenals hält das Pentagon streng geheim.
Donald Trumps Millionen-Dollar-Waffen nur begrenzt verfügbar
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Die Tomahawk-Marschflugkörper zählen zu den kostspieligsten Präzisionswaffen im amerikanischen Arsenal. Je nach Variante schlägt ein einzelnes Exemplar mit zwei bis 3,6 Millionen Dollar zu Buche. Erschwerend kommt hinzu, dass die Fertigung dieser hochkomplexen Waffensysteme äußerst aufwendig ist.
Jährlich verlassen nur wenige hundert Tomahawks die Produktionshallen. Bei einem Verbrauch von 850 Stück innerhalb eines Monats übersteigt der Bedarf die Herstellungskapazitäten bei weitem. Die Marschflugkörper kamen erstmals im Golfkrieg unter Präsident George H. W. Bush zum Einsatz und gelten seither als Rückgrat der amerikanischen Schlagkraft. Militärplaner berechnen derzeit nicht nur den Bedarf für den Iran-Konflikt, sondern auch mögliche Reserven für andere potenzielle Krisenherde.
Panik im Pentagon: Raketen-Verlegung aus dem Indo-Pazifik im Gespräch
Angesichts der knappen Bestände erwägen Pentagon-Verantwortliche nun, Tomahawk-Raketen aus anderen Einsatzgebieten abzuziehen. Konkret steht zur Debatte, ob Marschflugkörper aus der Indo-Pazifik-Region in den Nahen Osten verlegt werden müssen, um den Nachschub zu sichern. Das Verteidigungsministerium wies die Bedenken der anonymen Insider jedoch zurück. Pentagon-Sprecher Sean Parnell erklärte gegenüber der "Daily Mail": "Das Kriegsministerium verfügt über alles, was es braucht, um jede Mission zum Zeitpunkt und am Ort der Wahl des Präsidenten und in jedem Zeitrahmen durchzuführen." Die schwindenden Vorräte könnten dennoch zum Problem werden, sollte sich der Konflikt mit dem Iran in die Länge ziehen. Besonders die Bemühungen, die Straße von Hormus wieder zu öffnen, erfordern anhaltende militärische Schlagkraft.
Donald Trump fordert Vervierfachung der Raketenproduktion
Bereits eine Woche nach Kriegsbeginn reagierte Präsident Donald Trump auf die drohende Munitionsknappheit. Er lud Führungskräfte der größten amerikanischen Rüstungskonzerne ins Weiße Haus ein. Bei dem Treffen sicherten die Unternehmen zu, die Produktion von Hochleistungswaffen zu vervierfachen – darunter auch die Tomahawk-Marschflugkörper.
Der Rüstungskonzern RTX ist der einzige Hersteller dieser Waffensysteme. Die Produktion erfolgt in einem Werk im US-Bundesstaat Arizona. Neben den amerikanischen Streitkräften nutzen auch verbündete Nationen wie Großbritannien und Australien die Marschflugkörper. Die Ölpreise verdeutlichen derweil die strategische Brisanz des Konflikts: Am Freitag stieg der Brent-Rohölpreis um 2,8 Prozent auf 111 Dollar pro Barrel, nachdem der Iran zwei chinesische Schiffe an der Durchfahrt durch die Straße von Hormus hinderte.
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loc/news.de/stg
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