Migration: Zwei afghanische Straftäter aus Hamburg abgeschoben

Trotz der Eskalation zwischen Pakistan und Afghanistan hält die Bundesregierung an Abschiebungen nach Kabul fest. Zwei Männer aus Hamburg wurden nun per Linienflug abgeschoben.

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Zwei verurteilte afghanische Straftäter sind in den vergangenen Tagen aus Hamburg abgeschoben worden. Die Rückführungen erfolgten jeweils aus Haft und per Linienflug nach Kabul über Istanbul, wie die Innenbehörde mitteilte.

Ein 30-jähriger Afghane war demnach unter anderem verurteilt worden wegen wiederholter Körperverletzung und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte. Der zweite Mann, ein 32-Jähriger, hatte sich den Angaben zufolge der wiederholten Körperverletzung, Diebstahls mit Waffen und der Bedrohung schuldig gemacht.

Kontakte zu den Taliban umstritten

Die Bundesregierung hatte vor rund einem Monat mitgeteilt, dass sie trotz der Eskalation der militärischen Konfrontation zwischen Afghanistan und Pakistan derzeit keinen Grund sieht, die Abschiebepraxis nach Kabul zu ändern.

Zuvor waren 20 afghanische Straftäter mit einem Charterflug von Leipzig nach Kabul gebracht worden. Es sei der erste Charterflug gewesen, der ohne Unterstützung anderer Staaten auf Grundlage einer direkten Vereinbarung mit den islamistischen Taliban zustande kam, teilte das Innenministerium mit. Bei vorherigen Flügen hatte Katar vermittelt.

Kontakte zu den Taliban sind umstritten, denn offiziell unterhält die Bundesregierung keine diplomatischen Beziehungen zu den Islamisten, die seit August 2021 wieder in Afghanistan an der Macht sind. Wegen ihrer Missachtung von Menschen- und vor allem Frauenrechten sind sie international isoliert.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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